Die AfD könnte bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft werden. Das BSW kämpft um den Einzug in den Landtag. Nun hat sich Parteichefin Amira Mohamed Ali gegen eine mögliche Regierungszusammenarbeit ausgesprochen.

15.08.2026, 13.33 Uhr

BSW-Chefin Amira Mohamed Ali: »Wir sprechen mit allen Parteien«

Das BSW will in Ostdeutschland nicht mit der AfD koalieren. Das hat die Vorsitzende des Bündnisses, Amira Mohamed Ali, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt. »Die AfD ist programmatisch von uns sehr sehr weit weg. Die AfD unterstützt Aufrüstung, die AfD unterstützt Sozialabbau«, so die BSW-Chefin. »Außerdem kommt hinzu, in der AfD sind teilweise Menschen, die rechtsextrem sind, Faschisten sind. Mit so einer Partei können wir nicht koalieren.«

Gleichwohl erklärte Mohamed Ali, dass ihre Partei bereit sei, mit der AfD – so wie mit allen Parteien – über Inhalte zu reden. Der Brandmauer-Weg der Parteien sei »komplett gescheitert« und das BSW wolle da nun nicht mehr mitgehen. »Wir sehen ja, dass ein absolutes Canceln der AfD, wie es von den anderen Parteien gemacht wird seit Jahren, nicht dazu führt, dass die AfD in Umfragen sinkt, im Gegenteil. Die werden immer stärker und stärker.« Man könne eine politische Kraft, die beinahe die absolute Mehrheit habe, nicht komplett ignorieren. Auch eine Koalition mit der CDU lehnte sie ab.