Startseite
Politik
International
USA: Luigi Mangione bekennt sich schuldig Im Dezember 2024 wurde der Versicherungsmanager Brian Thompson auf offener Straße erschossen. Der Angeklagte räumte die Tat nun ein – es könnte noch ein zweiter Prozess kommen.
Luigi Mangione: Er soll den Chefs des US-Krankenversicherers United Healthcare erschossen haben. Foto: David Dee Delgado/POOL Reuters vNew York. Der wegen der Tötung des US-Versicherungsmanagers Brian Thompson angeklagte Luigi Mangione hat sich zu Stalking-Vorwürfen schuldig bekannt und die Tat vor Gericht eingeräumt. Bei einer kurzfristig angesetzten Anhörung vor einem Bundesgericht in Manhattan erklärte er am Freitag: „Am Morgen des 4. Dezember 2024 habe ich auf Herrn Thompson in Manhattan geschossen, und er starb.“Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 18. Dezember vorgesehen. Auf die Frage von Bundesrichterin Margaret M. Garnett, ob ihm bewusst sei, dass er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen könnte, antwortete Mangione mit Ja. Thompsons Ehefrau Paulette saß im Gerichtssaal, atmete mehrfach tief durch und wischte sich wiederholt Tränen aus den Augen.Mit dem Schuldbekenntnis kommt eines von zwei Verfahren im Zusammenhang mit Thompsons Tod zum Abschluss. Mangiones Anwälte könnten nun unter Verweis auf das Verbot der Doppelbestrafung versuchen, einen Prozess auf Staatsebene in New York wegen Mordes stoppen zu lassen, der am 8. September beginnen soll.Keine Todesstrafe für MangioneMangione sagte vor Gericht, er habe Thompson verfolgt, nachdem er jahrelang starke Schmerzen wegen eines Rückenleidens gehabt und Schwierigkeiten mit dem Krankenversicherungssystem erlebt habe. Nach Angaben der Polizei und von Thompsons Arbeitgeber UnitedHealthcare war Mangione selbst allerdings nie Kunde des Unternehmens.Auf Patronenhülsen, die am Tatort gefunden wurden, standen die Worte „deny“, „defend“ und „depose“ (Etwa: verweigern/leugnen, verteidigen und absetzen/stürzen), mutmaßlich in Anlehnung an eine Phrase, die Kritiker der Versicherungsindustrie nutzen. Nach Angaben der Behörden hatte Mangione zudem in privaten Aufzeichnungen scharfe Kritik an Krankenversicherern geäußert. Mangione wurde fünf Tage nach der Tat in einem McDonald's in Altoona im US-Bundesstaat Pennsylvania festgenommen.Bereits vorab hatte eine in die Vorgänge eingeweihte Person der Nachrichtenagentur AP gesagt, dass Mangione ein Schuldbekenntnis plane, aber seine Meinung noch ändern könne. Mangione droht lebenslange Haft. Anklagepunkte, durch die ihm die Todesstrafe hätte drohen können, hatte eine Bundesrichterin Anfang des Jahres verworfen.Der Angeklagte soll Thompson, den Chef des US-Krankenversicherers UnitedHealthcare, erschossen haben, als dieser am 4. Dezember 2024 zu einer Investorenkonferenz in Manhattan ging. Auf Überwachungsaufnahmen, die die Tat zeigen, ist eine vermummte Person zu sehen, die von hinten auf Thompson feuert.Mangione, Absolvent einer der als Ivy League bekannten acht US-Elite-Universitäten, ist seit seiner Verhaftung zu einer Symbolfigur für die Frustrationen mit der Krankenversicherungsbranche geworden. Eingeschworene Anhänger Mangiones sind immer wieder bei seinen Gerichtsterminen dabei. ap Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt










