Wer Rom besucht und keine Carbonara isst, hat Rom natürlich trotzdem gesehen. Man kann schließlich auch nach Hamburg fahren und kein Fischbrötchen essen oder in Berlin einen großen Bogen um Döner und Currywurst machen. Es ist nur ein wenig so, als würde man den Petersdom besichtigen und anschließend von den schönen Gardinen erzählen. Man hat halt etwas Wesentliches übersehen.
Es sind vier Pastagerichte, die zu Rom gehören wie Vespas, Kopfsteinpflaster und Kinder, die mit einem Fußball durch die engen Gassen von Trastevere rennen. Trotz sinkender Geburtenraten scheint dort noch immer eine ganz eigene Leichtigkeit zu herrschen. Irgendwo fliegt garantiert gerade ein Ball gegen eine Hauswand, während aus einer offenen Küche der Duft von Pecorino und Guanciale auf die Straße zieht. Wer das einmal erlebt hat, versteht schnell, warum Essen in Italien niemals bloß Nahrungsaufnahme ist. In dem kitschigen Hollywoodstreifen „Eat Pray Love“ mit Julia Roberts in der Hauptrolle wurde das sogar ganz gut dargestellt.
Wein, Pasta und eine gesellige Runde: in Italien wurde das gute Leben quasi erfunden.
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Den Anfang macht Cacio e Pepe









