Das Pastagericht aus Rom namens „Cacio e pepe“ enthält neben den Nudeln – vorzugsweise Tonnarelli – eigentlich nur drei Zutaten: Nudelwasser, den Käse Pecorino Romano und Pfeffer zum Würzen. Doch dieses Gericht für viele Leute zuzubereiten, gestaltete sich schwierig, wie ein Team aus Physikern, allesamt Italiener, feststellen musste. Im schlimmsten Fall entstand ein dicker Klumpen Käse am Gefäßboden. Doch eigentlich sieht das Gericht eine cremig-sämige Soße vor. Da es bei der richtigen Zubereitung darum ging, die Phasentrennung zu verhindern, war das physikalische Wissen der Experten gefragt. Daraus entstand eine Forschungsarbeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Physics of Fluids“, die nicht nur ein schmackhaftes Essen auf den Tisch bringt, sondern auch dazu beiträgt, den komplexen Prozess bei der Bildung der Emulsion, wie der Soße, besser zu verstehen. Die Erkenntnisse könnten außerdem den Herstellungsprozess anderer Lebensmittel verbessern. Doch in der Zwischenzeit erhielten die Forscher zunächst den Ig-Nobelpreis, mit dem jedes Jahr Studien und Wissenschaftler:innen ausgezeichnet werden, die mit ihrer abseitig erscheinenden Forschung, zunächst „zum Lachen und dann zum Nachdenken“ animieren soll, wie es in der Selbstbeschreibung des Preises heißt. Der an der Forschung beteiligte Physiker Fabrizio Olmeda vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) gibt einen Einblick in die schmackhafte Untersuchung.Anzeige
Cacio e Pepe ohne Klumpen: Physiker verraten das perfekte Pasta-Rezept
Italienische Physiker haben das Geheimnis der perfekten Cacio e Pepe gelöst. Warum Stärke die entscheidende Zutat ist – und wie sie dafür ausgezeichnet wurden.
Physiker zeigten: Exakte Stärkemengen verhindern Phasentrennung in Cacio e pepe und sichern Skalierbarkeit – ihre Studie erhielt den Ig-Nobelpreis. Die Erkenntnisse zur Emulsionsstabilität übertragen sich auf Lebensmittelformulierungen und zeigen, wie wissenschaftliche Rigorosität alltägliche Optimierungsprobleme löst.








