Waldbrand in der Eifel – Menschen müssen ihr Zuhause verlassenIn der Nähe der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen brennt es. Rund 1800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen – und die Flammen kommen diesen immer näher.Wetterdienst warnt abermals vor HitzeAm Freitag werden im Westen und Südwesten Deutschlands bis zu 38 Grad erwartet, wie es in der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) heißt. Etwas weniger heiß wird es mit bis zu 31 Grad im Nordosten und im südlichen Alpenvorland.Vielerorts scheint die Sonne. Nur vereinzelt ziehen Wolken auf. Regen wird nicht erwartet. In der Nacht auf Samstag kühlt es ab, die Temperaturen liegen demnach voraussichtlich bei 10 bis 21 Grad.Auch am Wochenende sind weiterhin Höchstwerte über 30 Grad möglich. Am Samstag liegen die Temperaturen der Prognose zufolge vielerorts bei 30 bis 38 Grad, nur im Nordwesten wird es mit mindestens 22 Grad etwas kühler. Zudem könnte es nass werden: Vom Westen bis in den Norden werden dichte Wolken sowie einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter erwartet. Brand nahe Chalkidiki in Griechenland ist wieder unter KontrolleEin großer Waldbrand auf der westlichen Landzunge der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki ist nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht worden. Zahlreiche kleinere Brandherde und Glutnester müssten aber noch überwacht und gelöscht werden. Während der Löscharbeiten wurden drei Feuerwehrleute leicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte.Das Feuerwehr war am Donnerstagnachmittag nahe dem Ferienort Siviri auf der Halbinsel Kassandra ausgebrochen und hatte sich in dem dicht bewaldeten Gebiet rasch ausgebreitet. Küstenwache und Privatleute brachten zahlreiche Menschen mit Booten aus dem gefährdeten Küstengebiet in Sicherheit. Insgesamt seien 481 Menschen auf dem Seeweg evakuiert worden, so die Behörden.Grüne fordern Hitzeschutzpläne für Schulen und Kitas Die Grünen im Bundestag fordern einen nationalen Hitzeschutzplan – und für Schulen und Kitas umfassende Investitionen in den Hitzeschutz. „Dazu gehören verschattete und begrünte Pausenhöfe, geeignete Lüftungs- und Kühlsysteme sowie ausreichend hitzegeschützte Aufenthaltsräume“, sagte Fraktionsvize Misbah Khan der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.Schulen und Kitas seien für die in der Klimakrise zunehmende extreme Hitze vielerorts nicht ausgelegt, sagte Khan. „Die Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sind enorm und machen konzentrierten und guten Unterricht teilweise unmöglich.“In der ersten Woche nach den Sommerferien habe es in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland so hohe Temperaturen gegeben, dass es noch vor wenigen Jahren vielerorts Hitzefrei gegeben hätte, sagte Khan. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Extremwetterlagen häufiger und länger auftreten.“ Mit dem neuen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung müssten Kinder und Jugendliche auch an langen Betreuungstagen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden.Der Bauernverband rechnet aufgrund der anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr mit erheblichen Ernteeinbußen bis hin zum Totalausfall. Diese betreffen Weizen, Kartoffeln und Zuckerrüben – und Nutztiere. Welche Forderungen Bauernpräsident Joachim Rukwied daraus ableitet, lesen Sie in dieser Meldung.Acht Hektar Wald sind im Sauerland verbrannt – Feuer noch nicht unter KontrolleSeit Mittwoch bekämpft die Feuerwehr im Sauerland bei Sundern einen Waldbrand auf steilem und unwegsamem Gelände. Dort sei eine Fläche von rund 80.000 Quadratmetern verbrannt, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr.Das Feuer sei inzwischen zwar unter Kontrolle, aber noch immer nicht gelöscht. Rund 100 Einsatzkräfte seien weiterhin vor Ort, um immer wieder aufflammende Glutnester zu löschen. Ein Ende der Arbeiten sei noch nicht absehbar. Das Feuer war am Mittwoch gegen 14.30 Uhr in einem steilen und schwer zugänglichen Bereich des Waldes ausgebrochen. Bis die Löscharbeiten beginnen konnten, habe die Fläche in voller Ausdehnung gebrannt, so der Sprecher. Die Polizei hat Ermittlungen zur noch ungeklärten Brandursache aufgenommen. Sabrina FrangosHeute bis zu 37 Grad möglichHeute wird es in Deutschland verbreitet heiß und sonnig. Von Nordost nach Südwest steigen die Höchstwerte auf 27 bis 37 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagt. Am wärmsten wird es voraussichtlich im Südwesten von Hessen und in Rheinland-Pfalz mit bis zu 37 Grad. Auch im Westen und in Teilen der Mitte sind hochsommerliche Temperaturen zu erwarten. „Meist scheint die Sonne von früh bis spät, oft sogar von einem wolkenlosen Himmel. Dazu ist auch wieder Schwitzen angesagt“, sagte DWD-Meteorologe Markus Übel am Mittwoch. Im Nordosten wird es mit etwa 27 bis 30 Grad vergleichsweise weniger heiß, wie die Wetterexperten des DWD weiter mitteilten. An den Küsten sorgt der Wind vom Meer für Abkühlung.Lena SpilgerTierschützer fordern zeitlich begrenzten Stopp von ViehtransportenDer Tierschutzbund fordert ein zeitlich begrenztes Viehtransportverbot im Sommer. Angesichts der Hitze und des zunehmenden Lkw-Verkehrs wüchsen die Gefahren, erklärte der Tierschutzbund am Mittwoch in Bonn. Weil wegen des niedrigen Wasserstands auf deutschen Flüssen mehr Güter auf die Straße verlagert werden, drohten zusätzliche Staus. Die Tierschutzorganisation appelliert an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU), während der Hitzeperiode umgehend ein bundesweites Verbot von Lebendtiertransporten zu verhängen.Die Transporte bedeuteten insbesondere bei Hitze für Rinder, Schweine, Schafe und Geflügel Stress, erklärte der Tierschutzbund. Staus könnten für die Tiere zu einer Tortur werden, die mit dem Tod noch im Lkw enden könne. An Autobahnen gebe es keine ausreichende Versorgung, wenn beladene Tiertransporter stundenlang feststeckten. Die zuständigen Minister müssten sofort handeln, mahnte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.Lena SpilgerUngarn will Donau-Wasserstand für Atomkraftwerk künstlich anhebenUngarn will mit baulichen Maßnahmen in der Donau den Wasserstand anheben, um die Kühlung des Atomkraftwerks Paks zu sichern. Dies kündigte Ministerpräsident Peter Magyar am Mittwoch in einem Facebook-Video an. Wegen der anhaltenden Hitzewelle und Dürre in weiten Teilen Europas ist der Wasserstand der Donau auf historische Tiefstwerte gefallen. Das Kraftwerk Paks ist deshalb derzeit nur zu rund 25 Prozent ausgelastet, von acht Turbinen sind zwei in Betrieb. „Das anhaltende Niedrigwasser der Donau belastet den ungarischen Haushalt und die Wirtschaft enorm“, sagte Magyar. Daher sei eine sofortige Lösung nötig.Die Regierung plant den Bau einer sogenannten Sohlschwelle, um das Wasser aufzustauen. Die Arbeiten unter Einsatz des Militärs sollen unverzüglich beginnen und rund um die Uhr fortgeführt werden. Für das Bauwerk werden rund 150.000 Kubikmeter Gestein benötigt. Die Kosten belaufen sich auf rund sechs Milliarden Forint (gut 16 Millionen Euro). Dem Ministerpräsidenten zufolge kann die Schwelle den Wasserstand um bis zu einen Meter anheben und so innerhalb weniger Wochen den vollen Betrieb des Kraftwerks wiederherstellen. Als kurzfristige Übergangsmaßnahme bereitet das Land zudem die Versenkung von zwei 80 Meter langen Lastkähnen vor. Dies könnte den Wasserstand vorübergehend um 20 Zentimeter anheben. Eine Entscheidung darüber soll am Freitag fallen.Die sommerliche Dürre beeinträchtigt die Energieerzeugung, die Schifffahrt und die Gesundheitssysteme in mehreren europäischen Ländern. Im benachbarten Rumänien droht am Donnerstag die Abschaltung des letzten noch am Netz befindlichen Atomreaktors, da die Pegelstände der Donau trotz Versuchen, Kühlwasser umzuleiten, weiter sinken. In Deutschland sorgt das Niedrigwasser vor allem am Rhein für Aufregung, da die Binnenschifffahrt beeinträchtigt ist.Lena SpilgerMehrere Waldbrände in Deutschland In Deutschland stehen in Folge von Trockenheit und Hitze weiterhin Tausende Quadratmeter Wald in Flammen. Die Waldbrände sind nach Angaben der jeweiligen Einsatzkräfte aber unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten allerdings noch an: Etwa 8.000 Quadratmeter Wald- und Feldfläche haben in Hattersheim gebrannt. Das Feuer habe sich vom Feld in den Wald ausgebreitet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Einzelne Bäume hätten in Vollbrand gestanden.Am Abend sei das Feuer unter Kontrolle gewesen. Einzelne Glutnester müssten aber noch gelöscht werden, sagte der Sprecher. Der Einsatz werde sich noch in die Nacht ziehen. Demnach waren am Abend 150 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Nach Angaben einer Polizeisprecherin halfen auch zwei Polizeihubschrauber, außerdem sei zeitweise eine Drohne im Einsatz gewesen.Im niedersächsischen Lingen (Landkreis Emsland) sind rund 3.000 Quadratmeter Wald abgebrannt. „Die Glutnester sind massiv“, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Das Löschen werde noch Stunden dauern, Landwirte helfen demnach mit Güllefässern bei der Wasserversorgung. Niemand sei verletzt. Das Feuer war am frühen Morgen ausgebrochen. Die Einsatzkräfte dort haben den Brand nach eigenen Angaben unter Kontrolle und gehen nicht davon aus, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Unter Kontrolle ist derzeit auch ein Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis in Sachsen. Die Stadtverwaltung meldete am Morgen Erfolge bei der Brandbekämpfung. Das Feuer im Gebiet „Schwarzes Holz“ hat eine Fläche von etwa sieben Hektar erfasst, die mit einer Hanglage und viel Unterholz sehr schwer zugänglich sind, wie die Verwaltung mitteilte. Sieben Hektar entspricht etwa der Größe von knapp zehn Fußballfeldern. Die Löscharbeiten werden den Angaben zufolge voraussichtlich noch länger andauern - mindestens den gesamten Mittwoch sowie voraussichtlich die Nacht zur Kontrolle, hieß es.Im baden-württembergischen Ortenaukreis haben Feuerwehren stundenlang gegen gleich mehrere Waldbrände gekämpft. Dann gab es die vorsichtige Entwarnung: Zwei Brände in Steinach und Nordrach wurden demnach gelöscht, beim dritten in Zell am Harmersbach dauern die Nachlöscharbeiten an, wie ein Polizeisprecher am frühen Morgen sagte. Am Dienstagnachmittag waren zwei Brände nahe Biberach ausgebrochen, später ein dritter in Nordrach. Rund 16 Hektar Wald - was etwa der Fläche von gut 22 Fußballfeldern entspricht - standen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht. Laut einem Polizeisprecher gab es am Morgen noch Glutnester, die Nachlöscharbeiten dauern an. Frankreich rechnet mit bis 39 GradIn Frankreich wird es abermals heiß. Seit Dienstagmittag galt für 43 der 101 Départements die zweithöchste Hitze-Warnstufe Orange, wie der Wetterdienst Météo-France mitteilte. Bis Mittwoch sollte die Zahl der betroffenen Départements demnach auf 67 steigen. Nach dem Südosten des Landes ist nun auch der Westen Frankreichs wieder stärker von hohen Temperaturen betroffen.Mit dem Höhepunkt der aktuellen Hitze-Phase rechnet Météo-France „gegen Mitte der Woche“. In den Départements mit Warnstufe Orange soll es dann zwischen 36 und 39 Grad heiß sein. Den Meteorologen zufolge handelt es sich nicht um eine neue Hitzewelle, sondern um die Folgen der dritten Hitzewelle dieses Sommers, die bereits am 28. Juli begonnen hatte und zumindest im Südosten das Landes weiter andauert. Sie weitet sich nun wieder aus.Spaziergänger nutzen freigelegte FelsübergängeAuch in Bingen ist das Ausmaß des Niedrigwassers sichtbar: Der Rhein ist hier an vielen Stellen ausgetrocknet, das Wasser läuft teils in Rinnsalen. Rund um den Mäuseturm bildet das Wasser Pfützen. Der Name des Mäuseturms, der auf einer Rheininsel liegt, geht laut der Stadt Bingen übrigens nicht auf die kleinen Nager zurück, sondern auf das mittelhochdeutsche Wort für das Wachen und Lauern: „Musen“. Nun sorgt die andauernde Trockenheit für Felsübergänge, die von neugierigen Spaziergängern genutzt werden. Teils gelangen sie so zum Turm, auch die Hitze hält sie nicht auf.USA verzeichnen heißesten Juli bislangDer Juli geht als wärmster Monat seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte der USA ein. Im Juli seien durchschnittlich knapp 25 Grad gemessen worden, teilte die US-Klimadatenbehörde NCEI mit. „Das war der wärmste Juli – und zugleich der wärmste Monat überhaupt – seit Beginn der Aufzeichnungen vor 132 Jahren“, hieß es von der Behörde. Die Daten reichen zurück bis 1895. Die Angaben beziehen sich auf das zusammenhängende Staatsgebiet der Vereinigten Staaten, schließen also etwa Alaska, Hawaii und andere US-Territorien aus. Der Juli ist in der Regel der heißeste Monat des Jahres in diesem Gebiet.Die Durchschnittstemperatur habe in dem Gebiet im Juli 1,8 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts gelegen. Trotz unterdurchschnittlicher Niederschläge insgesamt hätten mehrere Regionen starke Regenfälle erlebt, „darunter große Sturzfluten im texanischen Hügelland und im Osten von New York“, hieß es von der Behörde. „Besonders im westlichen Binnenland, im Südwesten, in den Rocky Mountains, in den nördlichen Plains und im oberen Mittleren Westen sowie in Teilen der Golfküste und des Südostens wurden deutlich überdurchschnittliche Werte gemessen.“Duschen wieder erlaubtNach dem drastischen Aufruf, auf Duschen, Baden und das Bewässern des Gartens wegen Waldbränden zu verzichten, hat der Main-Kinzig-Kreis seine Warnmeldung aufgehoben. Dies gilt nach Angaben des Kreises mit sofortiger Wirkung. Nach dem Ausbruch mehrerer Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach waren Bürgerinnen und Bürger zum Sparen aufgerufen worden. Grund für die Situation war zum einen die große Ausdehnung des Brandes und damit verbunden der hohe Wasserbedarf gewesen, aber auch die angespannte Versorgungslage angesichts der wochenlangen Trockenheit in der Region, sagte der Landkreis-Sprecher. Mittlerweile laufe wieder mehr Wasser in die Hochbehälter, als abgezapft werde.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker zur Hitzewelle: Temperaturen bis zu 38 Grad in Deutschland erwartet | FAZ
Deutscher Wetterdienst rechnet im Westen und Südwesten mit hohen Temperaturen +++ 1800 Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen ihre Häuser wegen eines Waldbrandes verlassen +++ Bauernverband warnt vor Ernteausfällen +++ alle Entwicklungen im Liveblog









