Hitzerekorde in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern aufgestelltDie 40-Grad-Marke ist am Donnerstag an mehreren Orten in Deutschland geknackt worden. Den höchsten vorläufigen Wert meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit 40,5 Grad aus Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt. Dahinter folgten 40,4 Grad in Kitzingen (Bayern), 40,2 Grad in Ohlsbach (Baden-Württemberg), 40,1 Grad in Frankfurt am Main und Bad Nauheim (Hessen) sowie 40,0 Grad in Rheinfelden in Baden-Württemberg.Damit wurde in drei Bundesländern ein Hitzerekord für den Juli aufgestellt: in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern. Allerdings handelt es sich noch um vorläufige Werte. Der bundesweite Hitzerekord blieb dagegen unangetastet. Er liegt bei 41,8 Grad, gemessen in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt während der Hitzewelle Ende Juni vor wenigen Wochen. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind in diesem Jahr bereits fast 10.000 Menschen in Deutschland wegen hoher Temperaturen gestorben. Bis zum 19. Juli lag die Zahl bei 9800, mehr als 5000 Fälle gehen auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück. Besonders betroffen sind ältere Menschen: 5420 der Todesopfer waren demnach 85 Jahre oder älter. Verletzte bei Bränden in der TürkeiBei den schweren Bränden im Süden und Westen der Türkei sind nach Angaben der Behörden fünf Menschen verletzt worden. Drei der Verletzten seien Feuerwehrleute, erklärte die Präfektur der westlichen Provinz Balikesir am Donnerstag. Dort kämpften Hunderte Einsatzkräfte gegen Brände an drei Orten. Sie wurden von mehreren Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt. In der Nähe der bei Touristen beliebten Stadt Ayvalik mussten drei Ortschaften evakuiert werden.Seit Mittwoch seien Feuerwehrleute im ganzen Land zu 169 Bränden ausgerückt, schrieb der türkische Forstminister Ibrahim Yumakli auf der Plattform X. Davon seien 163 „vollständig unter Kontrolle gebracht“ worden. Brände bei Fethiye, Alanya und Gülnar-Aydincik im Süden seien „weitgehend unter Kontrolle".Sturmböen fegen über die PrignitzWegen eines Unwetters musste die Feuerwehr in der Prignitz im Norden Brandenburgs zu mehreren Einsätzen ausrücken. Nach Sturmböen seien Bäume umgestürzt oder auch Äste auf Autos gefallen, teilte die Regionalleitstelle Nordwest mit. Menschen kamen demnach nicht zu Schaden. Betroffen waren vor allem nördliche Regionen des Landkreises an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Nordwesten Brandenburgs vor schweren Gewittern und Sturmböen am Abend gewarnt. Aus anderen Teilen Brandenburgs und aus Berlin wurden keine wetterbedingten Probleme gemeldet. Umgestürzte Bäume nach Unwetter in Niedersachsen Kräftige Gewitter teils mit heftigem Wind sind über Teile Niedersachsens gezogen. Im Landkreis Celle stürzten mehrere Bäume um. In Lüneburg seien keine größeren Schäden oder gar Verletzte bekannt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg. In der Landeshauptstadt Hannover war die Polizei bis zum frühen Abend im Einsatz, um mehrere Gefahrenstellen nach Sturmschäden abzusichern. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Das für den Abend geplante Konzert des Popsängers Alvaro Soler auf der Gilde Parkbühne wurde wegen der Wetterlage abgesagt. Wenige unwetterbedingte Einsätze gab es in Südniedersachsen, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Göttingen mitteilte. Auch dort waren die Einsatzkräfte hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume gefordert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte ab dem Nachmittag von Südwesten kommenden starke Gewitter vorhergesagt. Im Laufe des Nachmittags gab der DWD dann auch erste amtliche Unwetterwarnungen für die Mitte und den Osten Niedersachsens heraus. Betroffen waren etwa Teile des Heidekreises, Landkreis Celle, Landkreis Uelzen und die Region Hannover. Dort erwarteten die Meteorologen neben Starkregen und Hagel auch unwetterartige Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde. Am frühen Abend wurden diese Unwetterwarnungen wieder aufgehoben. Noch ist die Gewittergefahr aber nicht vorüber. Nach Angaben des DWD sollten sich die Gewitter erst in der Nacht zu Freitag abschwächen. Ab dem Freitagnachmittag drohen dann neue Gewitter. Dann kann es erneut kräftig regnen und stürmen. Die Unwettergefahr soll dann vor allem durch heftigen Starkregen mit 35 Litern pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit ausgehen.Baum stürzt auf Jugendliche – zwei Schwerverletzte Bei einem Sturm am Möhnesee südlich von Soest in Nordrhein-Westfalen ist es nach Angaben der Polizei zu einem schweren Unfall gekommen: Wie der WDR berichtet, stürzte ein Baum um und traf eine Gruppe von jungen Leuten, die in der Nähe des Sees saßen. Ein 18 und ein 19 Jahre alter Teenager wurden von dem Baum getroffen und schwer verletzt. Die Gruppe bestand aus vier Jugendlichen. 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz.Waldbrand nahe Atomkraftwerk in England ausgebrochenIn der englischen Grafschaft Suffolk kämpfen derzeit mehr als 100 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand in der Nähe eines Kernkraftwerks. Bereits am frühen Mittwochabend wurden die Einsatzkräfte zu dem Feuer in dem Küsten- und Heidelandgebiet Dunwich Heath gerufen. Die örtliche Feuerwehr stuft den Brand inzwischen als Großereignis ein.Demnach lodern die Flammen auf einer Fläche von etwa 100 Hektar. Anwohner und unter anderem ein nahegelegener Ferienpark mussten bereits evakuiert werden, auch Notunterkünfte wurden eingerichtet. Stellenweise kam es in Haushalten zu Stromausfällen. Das Feuer breitete sich den Angaben nach nur wenige Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt aus. Derzeit bestehe für dieses jedoch keine unmittelbare Gefahr. Der britische Premierminister Andy Burnham sprach von einem „sehr ernsten Vorfall“. Er werde dafür sorgen, dass jede nötige Unterstützung bereitgestellt werde.Auch in Schottland kämpften Feuerwehrleute gegen Flammen in einem Nationalpark, die rund 25 Quadratkilometer Moorland zerstört haben. Wie in weiten Teilen Europas ist die Waldbrandgefahr wegen der andauernden Hitze und Trockenheit auch in Großbritannien hoch. Studie: Risiko für Waldbrände in Südeuropa stark gestiegen Laut einer neuen Studie hat sich die Zahl der Tage mit hohem Waldbrandrisiko in Südeuropa seit 1981 verdoppelt. Das gelte für weite Teile der Iberischen Halbinsel, Frankreich, Italien und Griechenland, heißt es in der im Fachblatt „Scientific Reports“ erschienenen Studie. Gründe dafür seien hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit, Trockenheit und starke Winde. Der Klimawandel führe dazu, dass diese brandfördernden Bedingungen häufiger aufträten.Der Anstieg extremer Brandwetter-Tage ist der Studie zufolge auf der Iberischen Halbinsel besonders ausgeprägt. In Teilen von Portugal und Spanien seien die Bedingungen für Waldbrände im Zeitraum von 1981 bis 2010 im Schnitt an weniger als 10 Sommertagen aufgetreten. Im vergangenen Jahrzehnt seien hingegen bis zu 25 solcher extremen Sommertage verzeichnet worden.Trotzdem gab es laut der Studie im vergangenen Jahrzehnt im Schnitt weniger Brände als früher. Die Autoren der Studie vermuten, dass dies auf Verbesserungen im Waldbrandmanagement zurückzuführen ist, beispielsweise auf eine bessere Ausbildung der Feuerwehr, mehr Löschflugzeuge und Brandschneisen sowie eine verbesserte Aufklärung der Öffentlichkeit.Während die verbesserte Brandbekämpfung die Anzahl der Feuer und die verbrannte Fläche im Schnitt reduziert habe, führe dies gleichzeitig zu einer Ansammlung von Brennmaterial in der Landschaft. Dies begünstige zusammen mit den vom Klimawandel verschärften Wetterbedingungen die Entstehung von selteneren, aber dafür stärkeren und unkontrollierbaren Megabränden. So sei beispielsweise in Spanien in den Jahren 2022 und 2025 signifikant mehr Fläche verbrannt als im jährlichen Durchschnitt des Landes von 1981 bis 2010.Ausgetrocknete Donau: Dürre legt Mammutknochen in Bulgarien frei Die extrem niedrigen Pegelstände der Donau haben in Bulgarien einen Kieferknochen und Teile der Stoßzähne eines Mammuts freigelegt. Die Knochenteile hätten „sehr wahrscheinlich“ einem Mammut der Eiszeit gehört, sagte der Direktor des Regionalen Geschichtsmuseums, Nikolay Nenow, am Donnerstag der AFP. Sie wurden in der Nähe der Stadt Ruse im Nordosten des Landes im Flussbett gefunden.Nenow geht davon aus, dass das Tier zu seinem Todeszeitpunkt noch jung war. Neben den Zähnen wurden ihm zufolge Teile eines Schulterblatts und eines Oberschenkelknochens entdeckt. Die dunkle Farbe der Knochen deute darauf hin, dass das junge Mammut viel Zeit in sumpfigem Gelände verbracht habe, erklärte der Museumsdirektor.Für Archäologen sei es ein Glücksfund: Die Knochen seien gut erhalten. Anders als andere Mammutüberreste seien sie zudem an ein und derselben Stelle gefunden worden. Es sei also davon auszugehen, dass sie zu einem einzigen Tier gehörten, sagte Nenow. Ein Anwohner des Dorfes Ryahowo hatte die Knochen am Mittwoch zufällig entdeckt, bevor sie am Donnerstag ins Museum gebracht wurden.Die Donau hat wegen fehlender Niederschläge und aufeinanderfolgender Hitzewellen seit Mai in einigen Abschnitten Rekordtiefstände erreicht. In Rumänien wurden wegen der niedrigen Pegelstände und des deshalb fehlenden Kühlwassers zwei Atomreaktoren vom Netz genommen.Karte zeigt „Kühle Orte“ in Dresden Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat eine „Kühle-Orte-Karte“ erstellt. Dort seien mehr als 50 öffentliche Orte zum Abkühlen gekennzeichnet, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Darunter sind Museen, Kirchen, Friedhöfe, die Dresdner Heide und der Botanische Garten. Die Karte ist online unter www.dresden.de/kuehle-orte abrufbar. Erfasst sind Orte und Einrichtungen im Freien, in Gebäuden und am Wasser, an denen es sich an heißen Tagen deutlich kühler als in der Umgebung anfühlt. Einige der Orte, etwa Museen, sind nur zu bestimmten Öffnungszeiten erreichbar. Die Karte werde fortlaufend aktualisiert, so die Stadtverwaltung. Bereits eingetragen sind die beiden mobilen Trinkwasserbrunnen mit Nebeldüsen in der Altstadt und der Neustadt sowie weitere Orte im Stadtgebiet, an denen es kostenloses Trinkwasser zum Nachfüllen gibt.Wie bestimmt man die Übersterblichkeit in Hitzewellen?Die Übersterblichkeit durch Hitzewellen zu errechnen, ist nicht einfach. Meine Kollegin Pia Heinemann hat mit einer Epidemiologin darüber gesprochen, wie die Zahlen entstehen.Lager mit alter Kriegsmunition explodiert bei Waldbrand in FrankreichBei dem verheerenden Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist im schwer getroffenen Ort Le Porge ein vergessenes Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. „In unserer Gemeinde gab es – ohne dass wir davon wussten – Munitionsdepots, die auf Grundstücken vergraben waren und explodiert sind“, sagte der Bürgermeister des Ortes, Martial Zaninetti, dem Sender France Info.In der zweiten Brandnacht, als über zehn Meter hohe Flammen die Häuser verschlangen, sei ein ohrenbetäubender Lärm ertönt, der einem „Kriegslärm“ glich. Wie die örtliche Zeitung „Ouest-France“ berichtete, ging es wohl um ein Lager mit deutscher Munition, die in der Region noch vielfach gefunden wird.„Wir dachten zunächst, es handele sich um Gasflaschen, aber es war wirklich viel zu heftig. Es sind tatsächlich Granaten explodiert; einige liegen auf dem Boden, andere sind nach rechts und links abgeflogen und haben ganze Gebiete durchquert. Eine davon ist sogar durch ein Haus geflogen“, sagte der Bürgermeister. Ihm zufolge „gab es eine Menge Munition“, so dass „mehr als hundert Explosionen“ zu hören waren. Es habe aber keine Verletzten gegeben. Sprengstoffexperten hätten das Gelände später überprüft und wollten in einigen Tagen erneut anrücken. Als es zu den Explosionen kam, waren die Bewohner schon evakuiert. Menschen in Aglia Galini auf Kreta vor Waldbrand in Sicherheit gebrachtAuf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta wurden am Mittwochabend rund 8000 Menschen vor einem Waldbrand in Sicherheit gebracht, sagte eine örtliche Behördenvertreterin am Donnerstag dem Sender ERT. Der Waldbrand südlich der Stadt Rethymno wurde durch starke Winde angefacht und bedrohte vorübergehend den Ferienort Agia Galini. Ein Video der Polizei zeigt, wie die Küstenwache Menschen mit Booten in Sicherheit bringt.Später teilte der Bürgermeister der naheliegenden Ortschaft Agios Vassilios, Yiannis Tatarakis, mit, die Ferienanlagen in Agia Galini seien wieder geöffnet und die Besucher dürften zurückkehren. Das bestätigte auch der Hotelier Michalis Christoforakis der Nachrichtenagentur AFP.Am Donnerstagnachmittag brach etwa 60 Kilometer vom ersten Brandherd entfernt in der Nähe des Dorfes Asomatos ein zweiter Brand aus. Die Behörden riefen vorsorglich zu Evakuierungen auf. Drei Hubschrauber und mehr als 70 Feuerwehrleute wurden zu dem neuen Feuer entsandt. Insgesamt waren auf Kreta somit 300 Feuerwehrleute im Einsatz.Der nationale Wetterdienst in Athen erklärte, durch die starken Winde habe sich eine Feuerfront von über zwölf Kilometern gebildet. Er warnte, dass der Wind im Süden Kretas den ganzen Tag über „sehr stark“ bleiben könnte. Wie verändert die Hitze den Rudersport?Der Rudersport spürt die Folgen des Klimawandels schon heute, etwa wegen niedriger Pegel. Wie die Ruderer damit umgehen, schreibt mein Kollege Alexander Davydov:Katastrophenfall wegen Brands in Chiemgauer Alpen ausgerufenWegen des Brands eines Bergwalds in den Chiemgauer Alpen haben die Behörden den Katastrophenfall ausgerufen. „Wir haben uns entschieden, dass wir gleich voll durchstarten“, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) in Unterwössen bei einem Pressestatement nahe dem Brandort. Man brauche einen schnellen Zugriff und „schlagkräftige Hilfe“ bei der Brandbekämpfung. Dabei hätten auch die Erfahrungen aus dem tagelangen Waldbrand am Saurüsselkopf im Mai eine Rolle gespielt. Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpfen in dem unwegsamen Gelände im Gipfelbereich der Hochwand gegen die Flammen.Ist Deutschland auf Dürren vorbereitet? Trockenheit stellt die Republik vor neue Herausforderungen. Bund und Länder haben schon Maßnahmen beschlossen, aber Fachleute sehen größeren Handlungsbedarf, schreibt mein Kollege Majd El-Safadi:Mehr ladenTickarooLive Blog Software