Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesFeuerwehr kämpft vielerorts gegen Waldbrände630 Menschen bleiben im Zug ohne Klimaanlage steckenUnd noch ein Rekord: Wärmste Nacht in DeutschlandTemperaturen bis 42 Grad erwartetErneut Temperaturrekord in Deutschland: 41,5 Grad gemessenErneut Temperaturrekord in DeutschlandIn Deutschland wurde am dritten Tag in Folge ein neuer Temperaturrekord verzeichnet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte nach vorläufigen Angaben den Höchstwert von 41,7 Grad nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree. Das teilte der Wetterdienst auf Anfrage der dpa mit. Der vorherige Höchstwert war am Samstag mit 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen worden.Feuerwehr kämpft vielerorts gegen WaldbrändeWaldbrände als Folge der anhaltenden Trockenheit halten Feuerwehren in mehreren Ecken Deutschlands in Atem. Im rheinland-pfälzischen Kreis Bad Kreuznach war der Waldbrand nach Kreisangaben am Samstagnachmittag an einem Steilhang in der Nähe des Ortes Traisen ausgebrochen. Menschen mussten bis 2 Uhr morgens Gebäude in einem Radius von einem Kilometer um den Brand verlassen. Im Verlauf des Sonntags dehnte sich der Brand in einem schwer zugänglichen Waldgebiet mit steilen Hängen auf eine Fläche von rund 2,7 Hektar aus. Der Ort musste komplett geräumt werden. Die Menschen wurden in eine Sporthalle in einer benachbarten Gemeinde untergebracht. Immer wieder gab es in dem Areal Explosionen, sagte Jörg Dindorf, Leiter Team Medien Katastrophenschutz. Das heutige Naturschutzgebiet sei früher eine Entsorgungsfläche für Munition gewesen, erklärte Dirdorf. Entsprechend war auch der Kampfmittelräumdienst vor Ort. Feuerwehrleute konnten das Gebiet aus Sicherheitsgründen nicht betreten und versuchten, mit Schneisen und mit Wassersprengern den Brand zumindest in Grenzen zu halten. Ein größerer Einsatz läuft auch in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg. Am Morgen waren etwa 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Zwei Löschhubschrauber sollen aus der Luft bei der Brandbekämpfung helfen. Auch dieses Feuer war am Samstag ausgebrochen, in der Gohrischheide hatte es erst vor einem Jahr den größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben. Im thüringischen Meuselwitz brennt seit Samstagnachmittag eine rund 5,5 Hektar große Fläche. Dutzende Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Rauchentwicklung auf dem betroffenem Areal an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und Sachsen sei so stark, dass der Rauch sogar bis nach Leipzig ziehe, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Meuselwitz Maximilian Raczka.In Sachsen-Anhalt gilt ein Blitzeinschlag als mögliche Ursache für einen Waldbrand in einem Ortsteil der Stadt Tangerhütte im Landkreis Stendal. Hier brannten rund 600 bis 700 Quadratmeter Kiefernwald ab. In Blankenburg im Landkreis Harz, ebenfalls in Sachsen-Anhalt, ging die Feuerwehr auf einer Fläche von ungefähr 4,5 Hektar gegen Flammen vor. Auch Löschflugzeuge waren im Einsatz. Etwa 1000 zusätzliche Todesfälle durch Hitze in FrankreichIn ​Frankreich sind während der europaweiten Hitzewelle nach vorläufigen Angaben etwa 1000 Menschen mehr als üblich gestorben. ​Die tatsächliche Zahl liege wahrscheinlich aber noch höher, da ⁠noch Informationen aus Pflege- und Altenheimen ausstünden, teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag ​mit. Die ​meisten Todesfälle beträfen Menschen über ‌65 Jahre. Gesundheitsministerin Stephanie Rist ‌sagte dem Sender BFM: „Die Hitzewelle ist noch nicht überstanden.“ Ihre Auswirkungen ​könnten noch ​bis zu zehn Tage nach ​deren Ende andauern.Die Hitzewelle, die am 20. Juni begann, hat sich inzwischen weiter ‌nach Osten verlagert. Während die extreme Hitze in ‌den meisten Teilen ‌Frankreichs nachgelassen hat, gelten für ​einige Gebiete im Nordosten weiterhin Warnungen. Wissenschaftlern zufolge handelt ​es sich um die schwerste ‌je in Europa verzeichnete Hitzewelle. Der Klimawandel schreite auf dem Kontinent schneller voran als im globalen Durchschnitt. Schiffbruch bei Gewitter: Segler aus Ostsee gerettetSeenotretter haben zwei Segler aus der Ostsee gerettet, nachdem ihr Boot wegen einer Gewitterböe gekentert ist. Die Bergung war bereits angelaufen, als sich die Lage durch das Wetter verschärfte. Zunächst hatte laut Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger eine Frau am späten Samstagabend von Land aus gesehen, dass sich vor Langholz in der Gemeinde Waabs (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ein Segelboot losgerissen hatte. Es schien führungslos auf der Ostsee zu treiben.Die Besatzung des Seenotrettungsbootes bemerkte dann, dass sich ein Ehepaar an Bord befand. Das Paar hatte sein Boot während des Gewitters an einer Tonne festgemacht, doch die Verbindung hielt nicht. Als die Seenotretter begannen, das Segelboot nach Eckernförde zu schleppen, zog erneut ein starkes Gewitter auf mit schweren Sturmböen mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde. Eine Böe habe das Segelboot erfasst und es kentern lassen. Beide Segler seien in die Ostsee gestürzt. Bevor die Schiffbrüchigen in der Dunkelheit abtrieben, wurden sie durch die Seenotretter geborgen und an Land gebracht.Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger blicken auf ein einsatzreiches Wochenende zurück. Allein zwischen Freitag- und Sonntagmittag fuhren die rund 60 Rettungskreuzer und -boote mehr als 30 Einsätze auf Nord- und Ostsee, wie die Organisation am Sonntag in Bremen mitteilte. Dabei hätten sie rund 75 Menschen geholfen. Berliner Sommerbäder ausgebuchtSchon seit dem Morgen gibt es für die Berliner Sommerbäder keine Tickets mehr. Laut der Webseite der Berliner Bäder werden nur noch Menschen eingelassen, die bereits ein Zeitfenster-Ticket gebucht haben oder ein Abo besitzen. Lediglich für das Kinderbad Monbijou gab es Stand 11.50 Uhr noch wenige Tickets.Schon am Samstag waren die Sommerbäder komplett voll. An mehreren Bädern waren die Warteschlangen zu lang, nicht alle Wartenden konnten eingelassen werden. Nach der Rekordhitze am Samstag werden in Berlin und Brandenburg auch heute Temperaturen von 38 bis 41 Grad erwartet.630 Menschen bleiben im Zug ohne Klimaanlage steckenMehr als 600 Passagiere sind ohne Klimaanlage in einem Zug aus Hamburg Richtung Prag in der Prignitz gestrandet. Drei Menschen kamen mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus, wie Kreisbrandmeister Christian Reisinger mitteilte. Ein Baum war im Zuge eines Sturms am frühen Samstagabend auf eine Oberleitung gefallen und der Zug der tschechischen Bahn verlor seinen Fahrstrom.Ohne Strom fiel die Klimaanlage aus und die Türen blieben verschlossen, wie es hieß. Die Einsatzkräfte öffneten die Türen, teils mussten sie dafür Bäume aus dem Weg sägen. Im Zug, in dem es laut Reisinger mittlerweile etwa 40 Grad hatte, sichteten die Einsatzkräfte die etwa 630 Passagiere. Zwei Menschen kamen mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. Kinder, Schwangere und ältere Menschen brachte die Feuerwehr als Erstes aus dem heißen Zug, der Rest musste dort ausharren. Nach mehreren Stunden kam um kurz vor 23.00 Uhr eine Diesellok, die den Zug nach Karstädt zog. Dort stellte sich heraus, dass es keine Weiterfahrt mehr gibt.Die Einsatzkräfte bauten in einer Sporthalle ein Notlager auf, in dem die Passagiere übernachten konnten. Es wurden Kinderbetten, Spielzeug und Bierzeltgarnituren vorbeigebracht. „Es war eine ruhige Atmosphäre“, sagte Reisinger. Eine Person kam von dort aus mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus, einige andere wurden noch in der Nacht von Bekannten abgeholt. Am Morgen brachten Linienbusse die etwa 500 Menschen laut Reisinger zum Bahnhof nach Karstädt, wo sie mit zwei ICEs weiterreisen konnten.In Gransee (Landkreis Oberhavel) strandeten am Samstagnachmittag ebenfalls Passagiere eines Regionalzuges. Die Menschen mussten zwei bis drei Stunden ohne Klimaanlage aushalten, bevor der technische Defekt behoben wurde und der Zug weiterfuhr, teilte die Bundespolizei mit. 70 Fahrgäste stiegen zwischendurch auf der offenen Strecke aus dem Zug aus. 18-Jähriger nach 45 Minuten vom Grund eines Sees gerettetIn einer intensiven Suchaktion auch mit Tauchern und Helikopter ist ein vermisster 18-Jähriger vom Grund des Essener Baldeneysee gerettet worden. Eine Gruppe junger Leute hatte sich am Seeufer aufgehalten, der 18-Jährige sprang zur Abkühlung ins Wasser, tauchte aber nicht mehr auf. Rund 45 Minuten später wurde die vermisste Person von Tauchern am Grund des Sees entdeckt, an Land geholt und wiederbelebt, wie die Feuerwehr berichtete.An der Suche waren Feuerwehr und der DLRG beteiligt, der im Sommer mit zwei Rettungsbooten vor Ort ist und innerhalb kürzester Zeit an der Einsatzstelle eintraf. Eine Drohneneinheit und ein Hubschrauber der Polizei unterstützten die Aktion. Der junge Mann wurde „unter fortlaufender Reanimation“ in eine Klinik gebracht.Worauf man an heißen Tagen achten sollteFrische Tipps bei hohen Temperaturen Schattenplätze suchen, Kräutertee trinken oder mittags einfach mal ein Schläfchen machen: So lässt es sich an heißen Tagen aushalten. Aufgeheizte Wohnung Was kann man tun, damit die eigene Wohnung oder das Haus trotz schlechter Voraussetzungen nicht zum lebensfeindlichen Ort wird? Den Körper bei Hitze verstehen Warum der zweite oder dritte Hitzetag besonders gefährlich ist - und man sich mehrmals am Tag wiegen sollteRisiko Badesee Über das Wochenende gab es mehrere tödliche Badeunfälle in Deutschland. Was man beachten sollte.Gewitter-Mythen Vielerorts werden heute noch Unwetter erwartet. Doch was ist wirklich gefährlich, und was Mythos? Ein RealitätscheckCooles Essen für heiße Tage Die besten Rezepte für kalte Gerichte – von Melonen-Feta-Salat über Gazpacho bis zum Grillgemüse-Cracker. Feuerwehr rettet Baby, das sich im Auto eingeschlossen hatBei hohen Temperaturen hat sich ein Baby in Oberfranken selbst im Auto eingeschlossen. Der 24 Jahre alte Vater gab seinem acht Monate alten Sohn am Samstagvormittag in Rödental nahe der Grenze von Bayern zu Thüringen den Wagenschlüssel, während er einige Gegenstände in den Kofferraum einlud. Der kleine Junge drückte auf den Knopf für die Zentralverriegelung – und war eingeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt stand das Auto in der Sonne und die Außentemperatur betrug bereits 28 Grad. Weil der Vater keinen Zweitschlüssel für den Wagen in der Nähe hatte, rief er die Feuerwehr. Einsatzkräfte schlugen die Scheibe ein und retteten das Kind nach einer Viertelstunde aus dem Auto. Der acht Monate alte Junge blieb den Angaben zufolge unverletzt. Ist noch Platz im Freibad?Wie voll sind die Freibäder? Seit diesem Sommer können sich die Münchnerinnen und Münchner in Echtzeit darüber informieren, wie sehr sich die Menschen auf den Liegewiesen schon drängen. Ein Blick darauf verrät aktuell: Noch ist gut Platz in allen Freibädern. Hier können Sie selbst nachschauen:Und noch ein Rekord: Wärmste Nacht in DeutschlandDie vergangene Nacht war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland. Der Rekord wurde im ostsächsischen Kubschütz aufgestellt, dort sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad.Temperaturen bis 42 Grad erwartetIn der Nacht kühlte es kaum ab, jetzt wird es in Deutschland noch einmal richtig heiß, wobei sich der Extremhitzeschwerpunkt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zunehmend Richtung Osten verlagert. Hier sind am Sonntag Höchstwerte von 39 bis 41 Grad möglich, in der Lausitz sogar von 42 Grad. Damit wäre der gerade erst aufgestellte Temperraturrekord vom Samstag schon wieder gebrochen. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet, an der Küste könnte es kühler werden. Der DWD sieht zudem Unwetter-Potenzial durch heftigen Starkregen, schwere Sturmböen und großen Hagel. Am Vormittag ist vor allem der Norden betroffen mit gebietsweise schweren Gewittern von Ems- und Ostfriesland bis nach Schleswig-Holstein. Später am Tag können sich dem Wetterdienst zufolge vor allem in der Osthälfte, vereinzelt aber auch im Westen des Landes schwere Gewitter entladen.In der Nacht zum Montag ziehen demnach aus Westen und Südwesten neue, teils schwere Gewitter, heran. Gebietsweise sei dann auch "mehrstündiger Starkregen zwischen 30 und 50, lokal bis 70 Liter pro Quadratmeter binnen weniger Stunden" möglich.Auch für Montag meldet der DWD über der Mitte und der Südosthälfte Deutschlands Schauer und teils kräftige Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel. Die Temperaturen kühlen etwas ab, mit Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, wobei im Osten und Südosten lokal auch noch bis 31 Grad möglich sind.Mehrere Autobahnen gesperrt, Gefahr durch Blow-upsAuf Autobahnen kann es durch die Extremhitze zu sogenannten Blow-ups kommen, bei denen die Fahrbahndecke plötzlich aufplatzt. Auf der A2 Richtung Hannover gibt es seit Donnerstagvormittag eine Sperrung wegen Hitzeschäden. Zwischen Burg-Ost und Burg-Zentrum ist die Autobahn in dieser Richtung bis voraussichtlich heute Nachmittag gesperrt, berichtet der ADAC. Auch der Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin (Potsdam-Mittelmark) in Fahrtrichtung Potsdam ist von Hitzeschäden betroffen.Auf der A93 muss der linke Fahrstreifen bis voraussichtlich kommende Woche zwischen Weiden-Süd und Luhe Wildenau in Richtung Regensburg gesperrt werden. Auf der A9 bei Ingolstadt sind in beiden Richtungen Reparaturarbeiten infolge von Blow-ups nötig. Auch auf der A10 wurden Hitzeschäden festgestellt, dort ist zwischen Berlin-Marzahn und Hellersdorf in Richtung Frankfurt (Oder) der linke Fahrstreifen dicht. Auf der A7 im Süden Hamburgs bleibt ebenfalls ein Fahrstreifen in Richtung Norden über das Wochenende gesperrt. Keine Straßenbahnen in Nürnberg und Leipzig bis Montagfrüh Wegen Hitzeschäden fahren in Nürnberg vorübergehend keine Straßenbahnen. Der Straßenbelag sei wegen der Hitze an einigen Stellen weich geworden, sodass Straßenbahnen nicht mehr sicher fahren können, teilten die Nürnberger Verkehrsbetriebe VAG mit. Der Betrieb bleibt demnach den ganzen Sonntag eingestellt. Stattdessen fahren Ersatzbusse. Auch in Leipzig sorgt die Hitze für Schäden an Schienen und Gleisen. Bis 3.30 Uhr am frühen Montagmorgen fahren keine Straßenbahnen mehr.Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mitteilen, führen die hohen Temperaturen dazu, dass Fugenmasse für Asphalt und Beton an vielen Stellen im Netz in Weichen und Schienen läuft und dort verklumpt. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei derzeit nicht möglich.Von der Einstellung sind sämtliche Straßenbahnlinien in der sächsischen Stadt betroffen. Busse sollen so weit wie möglich planmäßig fahren. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen informieren.Grünen-Fraktionschefin Dröge fordert „Abkühl-Sofortprogramm"Angesichts der Hitzewelle verlangt Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge staatliche Maßnahmen zur Klimatisierung öffentlicher Gebäude. „Deutschland braucht ein Abkühl-Sofortprogramm, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren", sagt Dröge der Bild am Sonntag.Sie schlägt ein Förderprogramm für kombinierte Klima-Solar-Anlagen vor: Da Hitze mit hoher Sonneneinstrahlung einhergehe, sei der Solarertrag tagsüber besonders hoch und könne direkt für den Betrieb von Klimaanlagen genutzt werden. Mehr ladenTickarooLive Blog Software