Der Deutsche Wetterdienst registrierte am Freitag mit 41,3 Grad die höchste Temperatur, die in Deutschland gemessen wurde. Am Wochenende könnte auch dieser Wert überschritten werden. Die Reporter Daniel Koop und Lutz Stordel berichten.Der Deutsche Wetterdienst warnt in fast allen Bundesländern vor extremer Hitze – und hat am späten Nachmittag einen neuen Rekordwert gemessen. In mehreren Regionen drohen im Laufe des Abends Unwetter. Mehr im Liveticker.Die extreme Hitze in Deutschland belastet die Infrastruktur und die Menschen. Die Stadt Köln sieht die Rettungsdienste wegen zahlreicher hitzebedingter Einsätze an ihrer „Kapazitätsgrenze“, die Deutsche Bahn rät für Samstag und Sonntag von Reisen ab und Städte und Kommunen riefen die Bürger zum Wassersparen auf. Verfolgen Sie hier alle Ereignisse rund um die Hitzewelle in Westeuropa: 09:46 Uhr – Samstag, 27. JuniDWD warnt vor extremer Hitze in fast ganz Deutschland Der Deutsche Wetterdienst hat eine Warnung vor hohen Temperaturen für Deutschland herausgegeben. In allen 16 Bundesländern wird vor Hitze sowie in einem Großteil auch vor extremer Hitze gewarnt.Deutscher Wetterdienst 27.06.26 KarteDeutscher Wetterdienst 27.06.26 Quelle: Deutscher Wetterdienst/Screenshot WELT16:39 Uhr – Samstag, 27. JuniNeuer Hitzerekord gemessenIn Deutschland ist nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes erneut ein Hitzerekord aufgestellt worden. Die Messstation in Drewitz im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt habe gegen 16.30 Uhr eine Temperatur von 41,5 Grad verzeichnet, sagte ein DWD-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Am Freitag war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden.15:50 Uhr – Samstag, 27. JuniSiebenjähriger verbrüht sich durch heißen GartenschlauchEin siebenjähriger Junge hat sich in einer Kleingartenanlage in Neuss mit heißem Wasser aus einem Gartenschlauch Verbrühungen im Gesicht zugezogen. Wie die Polizei mitteilte, spielte das Kind am Freitagnachmittag mit dem Schlauch, der zuvor bei den hohen Temperaturen in der Sonne gelegen hatte. Der Junge wurde zur Behandlung in eine Kinderklinik gebracht. Weitere Verletzte gab es laut Polizeiinformationen nicht.15:29 Uhr – Samstag, 27. JuniDeutschland steuert auf erneuten absoluten Hitzerekord zuIn der aktuellen Hitzewelle steuert Deutschland auf einen weiteren Temperaturekord zu. An zwei Wetterstationen – in Andernach in Rheinland-Pfalz und in Genthin in Sachsen-Anhalt – seien bereits um kurz vor 15.00 Uhr 41,1 Grad gemessen worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Es sei durchaus möglich, dass die Temperaturen im Laufe des Nachmittags weiter steigen.Mit 41,3 Grad war am Freitag gegen 17.00 Uhr in Saarbrücken eine neue Höchsttemperatur in Deutschland gemessen worden. Berechnungsmodelle des DWD hatten für Samstag dann bereits die Möglichkeit ergeben, dass sogar die 42 Grad geknackt werden könnten.15:12 Uhr – Samstag, 27. JuniDeutscher Städte- und Gemeindebund ruft zum Wassersparen auf Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) ruft die Bürger zum Wassersparen auf. „Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen“, sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Zunächst solle so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt werden, sagte Berghegger. „Wenn das nicht funktioniert, müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen.“15:07 Uhr – Samstag, 27. JuniBerliner Polizei setzt Wasserwerfer ein – zur AbkühlungDie Berliner Polizei setzt am Nachmittag zwei Wasserwerfer ein, um bei der extremen Hitze mit Sprühnebel für Erfrischung zu sorgen. Wie die Polizei online mitteilte, beginnt die Aktion gegen 15.00 Uhr am Brandenburger Tor. Anschließend sollen die Wasserwerfer am Reichstagsgebäude, dem Potsdamer Platz, dem Roten Rathaus und dem Mauerpark vorbeifahren. Wie lang genau die Wasserwerfer an den Stationen sein werden, teilte die Polizei nicht mit.14:52 Uhr – Samstag, 27. JuniTemperaturen steigen weiter anNoch hält die Rekordmarke aus Saarbrücken-Burbach: Der vorläufige Spitzenwert von Freitag mit 41,3 Grad Celsius sei bislang nicht erreicht, teilte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. In gleich mehreren Bundesländern ist den Angaben zufolge aber bereits die 40-Grad-Marke geknackt worden. Kurz nach 14 Uhr meldete die Wetterstation Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt demnach 40,5 Grad. Knapp darunter seien es aktuell in Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg 40,4 Grad. Auch Bayern schwitzt: 40,2 Grad verzeichnet die Wetterstation in Kahl am Main. Beneidenswert kühl ist es dagegen im Norden Deutschlands: Gerade einmal 22,8 Grad warm ist es dem DWD-Sprecher zufolge an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins in Sankt Peter-Ording. 14:50 Uhr – Samstag, 27. JuniRettungsdienst in Köln an „Kapazitätsgrenze“ Der Rettungsdienst der Feuerwehr in Köln kommt in der andauernden Hitzewelle nach Angaben der Stadt an seine „Kapazitätsgrenze“. „Nach zehn aufeinanderfolgenden Tagen mit extremer Hitze und ohne nennenswerte nächtliche Abkühlung ist die Lage ernst“, erklärte die Stadtverwaltung am Samstag. Allein in den vorherigen 24 Stunden seien sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen – überwiegend in Dachgeschossen – aufgefunden wordenIn allen Fällen waren die Menschen demnach lebensbedrohlich überhitzt, einer musste reanimiert werden. „Betroffen waren nicht nur Menschen mit Vorerkrankungen“, erklärte die Stadt. Auch körperlich fitte Personen seien mit einer Körpertemperatur von 42 Grad in Lebensgefahr geraten.Löschfahrzeuge der Feuerwehr unterstützen mittlerweile den Rettungsdienstbetrieb, wie die Stadtverwaltung ausführte. „Alle Feuerwehrleute sind mindestens Rettungssanitäter, viele auch Notfallsanitäter.“14:45 Uhr – Samstag, 27. JuniHitzeschäden an mehreren Autobahnen laut ADAC Geplatzte Fahrbahndecken, Sperrungen, Tempolimits: Hitzeschäden bremsen auf den Autobahnen in Deutschland teilweise den Verkehr aus. Nach einer Liste des ADAC sind zurzeit mehrere Autobahnen betroffen. In vielen Bundesländern kommt es zu Sperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Niedersachsen und BrandenburgDemnach ist die Autobahn 2 Richtung Hannover bei Burg in Niedersachsen voraussichtlich noch bis Sonntagnachmittag wegen Hitzeschäden gesperrt. Das Gleiche gilt für den Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Potsdam in Brandenburg. BayernAuf der A93 in Bayern gibt es zwischen Weiden-Süd und Luhe Wildenau in Richtung Regensburg ebenfalls Fahrbahnschäden, weshalb der linke Fahrstreifen voraussichtlich bis kommende Woche gesperrt ist, wie der ADAC mit Verweis auf Informationen der Autobahn GmbH des Bundes berichtet. Reparaturen sind auch auf der A9 bei Ingolstadt in beide Richtungen nötig. Berlin und HamburgAuf der A10 bleibt dem ADAC zufolge zwischen Berlin-Marzahn und Hellersdorf in Richtung Frankfurt (Oder) der linke Fahrstreifen wegen Hitzeschäden gesperrt. Auch auf der A7 im Süden Hamburgs ist ein Fahrstreifen in Richtung Norden über das Wochenende dicht. Rheinland-Pfalz und HessenLangsamer müssen Autofahrer zudem auf der A48 in Rheinland-Pfalz an der Rheinbrücke bei Bendorf und auf der A3 bei Wiesbaden in Hessen fahren. Bereits am dritten Juni-Wochenende hatten laut dem ADAC Hitzeschäden auf der A1 und der A13 für Verkehrsbehinderungen gesorgt. 13:21 Uhr – Samstag, 27. JuniGewittergefahr steigt in der Nacht auf SonntagAm späteren Abend und in der Nacht steigt im Norden und Nordwesten des Landes die Unwettergefahr durch verbreitete Gewitter. Die Temperaturen bringen bei Werten zwischen 26 und 17 Grad in der Nacht zum Sonntag nur wenig Abkühlung. Lediglich in einigen Senken- und Muldenlagen wird es noch kühler. Am Sonntag besteht im Tagesverlauf erneut die Gefahr schwerer Gewitter mit schweren Sturmböen, heftigem Starkregen und großkörnigem Hagel. Richtung Osten und Südosten ist es demnach länger sonnig und trocken. 13:14 Uhr – Samstag, 27. JuniBahn rät von nicht notwendigen Reisen abDie Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen raten wegen der Hitze am Wochenende von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. Das teilte die Deutsche Bahn online mit. „Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekordhitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen“, heißt es in der Mitteilung. Der bundeseigene Konzern erklärte: „Gemeinsam mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Branchenorganisationen wie dem Bundesverband Schienennahverkehr (BSN) rät die Deutsche Bahn: Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr.“Das Bahnunternehmen National Express, das Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen fahren lässt, will wegen der hohen Temperaturen am Samstagnachmittag den Betrieb für sechs Stunden einstellen. 12:10 Uhr – Samstag, 27. JuniErhöhte Ozon-Konzentration gemessenIn Südhessen sind erhöhte Ozon-Konzentrationen gemessen worden. Dort lag dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zufolge der Stundenmittelwert bei 194 Mikrogramm pro Kubikmeter. Bei einem Wert über 180 wird Kindern, Jugendlichen sowie entsprechend empfindlichen Menschen von körperlicher Betätigung im Freien abgeraten. Von sportlichen Ausdauerleistungen solle abgesehen werden. Ozon kann etwa heftige Kopfschmerzen verursachen.11:23 Uhr – Samstag, 27. JuniCopernicus-Klimadienst: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der WeltEuropa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Welt: Seit den 1980er Jahren steigen die Temperaturen dort doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt, so der Copernicus-Klimadienst der Europäischen Union. Während sich die Erde insgesamt um rund 1,4 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwärmt hat, liegt Europa bei etwa 2,4 Grad über dem Wert von 1850 bis 1900. 09:25 Uhr – Samstag, 27. JuniFast die Hälfte der europäischen Städte bricht HitzerekordeLaut Wissenschaftlern der „World Weather Attribution“ lagen die Temperaturen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Südengland im Juni zwischen 5 und 12 Grad über den saisonalen Durchschnittswerten. Die internationale Forschungsgruppe stellte in einer Studie zudem fest, dass in 45 Prozent von 854 untersuchten europäischen Städten Hitzerekorde gebrochen wurden oder darauf zugesteuert wird. Die Forscher haben dabei die sogenannten Feuchtkugel-Temperaturen gemessen, mit denen die Hitzebelastung und die Fähigkeit des Körpers, sich durch Schwitzen abzukühlen, gemessen werden. 08:53 Uhr – Samstag, 27. JuniVeranstalter sagt Stuttgarter Kessel Festival abDas Kessel Festival in Stuttgart ist wegen der außergewöhnlichen Hitze abgesagt worden. Der Gesundheitsschutz der Gäste, von Mitarbeitenden und Künstlerinnen und Künstlern stehe an erster Stelle, teilt der Veranstalter mit. Das Festival habe am Freitag mit einem erweiterten Schutzkonzept stattgefunden, die Sicherheit des zweiten Veranstaltungstags könne bei den erwarteten noch höheren Temperaturen jedoch nicht gewährleistet werden.08:35 Uhr – Samstag, 27. JuniNicht ins Wasser springen, mahnt Professor für RückenmarkverletzteEin Sprung kopfüber ins flache Wasser kann schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben, warnen Experten. „Die Halswirbelsäule ist besonders fragil“, sagt Jan Schwab, Direktor der Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), der dpa. „Das führt direkt zu einer Lähmung“, sagt Schwab, dann seien Beine und Arme betroffen. „Wenn man den Boden nicht sieht, auf keinen Fall springen.“Ein bis anderthalb Meter tiefes Wasser sei zu flach für einen Sprung kopfüber, sagt Schwab. Auch zwei bis zweieinhalb Meter können zu flach sein, je nach Sprunghöhe. Er empfiehlt, auch nicht in Hockstellung ins Wasser zu springen, weil dann Beckenfrakturen möglich seien. Ein junger Mann springt von einem Steg in das kühle Wasser des IllasbergseesQuelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa06:01 Uhr – Samstag, 27. JuniSenioren kollabieren in AltenheimFünf Senioren sind in einem Altenheim wegen der Hitze kollabiert, Dutzende weitere Bewohner mussten von der Feuerwehr auf andere Zimmer verlegt werden. Mitarbeiter eines Krefelder Altenheims hatten am Freitagabend den Rettungsdienst gerufen, da mehrere Bewohner stark unter der Hitze litten, wie ein Feuerwehrsprecher erklärte. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot aus. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ über den Vorfall berichtet.01:29 Uhr – Samstag, 27. JuniHausärzte werfen Regierung Versagen vorDer Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. „Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich“, sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. „Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt.“ „Die Politik muss endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und beim Hitzeschutz handeln, statt sich darauf zu beschränken, immer wenn es heiß wird, eine Absichtserklärung nach der anderen zu veröffentlichen“, betonte Buhlinger-Göpfarth. Sie erinnerte daran, dass die damalige Bundesregierung bereits vor drei Jahren ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Hitzeschutz angekündigt habe. Dazu habe auch gehört, die medizinische Aufklärung während Hitzewellen in Hausarztpraxen zu vergüten. „Bis heute ist de facto nichts passiert“, kritisierte die Verbandsvorsitzende. Sobald der Sommer vorbei gewesen sei, sei das Thema wieder von der politischen Agenda verschwunden.21:23 Uhr – Freitag, 26. JuniSchweiz fährt Akw herunterAuch in der Schweiz ist am Freitag mit 38,8 Grad ein neuer Hitzerekord für den Monat Juni verzeichnet worden. „Die Hitze geht unvermindert weiter“, erklärte der Wetterdienst Meteoschweiz im Onlinedienst X. Demnach war es an der Wetterstation Basel/Binningen sogar „mit 38,8 Grad so heiß wie noch nie seit Messbeginn im Jahr 1897“. Erst am Donnerstag hatte die Schweiz den bisherigen Juni-Rekord von 36,9 Grad aus dem Jahr 1947 gebrochen. Wegen der starken Hitze wurden am Freitagnachmittag die beiden Reaktoren des Schweizer Atomkraftwerkes Beznau in der Nähe zur deutschen Grenze heruntergefahren. Damit solle ein weiterer Temperaturanstieg der Aare, mit deren Wasser die Reaktoren gekühlt werden, verhindert werden, teilte der Energiekonzern Axpo mit. Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag habe die Wassertempreatur 25 Grad betragen. „Eine ausreichende Abkühlung ist nicht in Sicht.“ 20:56 Uhr – Freitag, 26. JuniRegionalbahn-Stopps entfallen hitzebedingtWegen der erwarteten Hitze am Wochenende entfallen auf den Regionalbahnlinien RE1 und RE8 die Stopps Schwerin Süd und Holthusen. Die betroffenen Linien verkehren zwischen Hamburg und Rostock (RE1) beziehungsweise Wismar, Berlin und Elsterwerda (RE8). Grund sind nach Angaben der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) die fehlenden Möglichkeiten, sich an diesen Bahnhöfen während des Umstiegs vor der Hitze zu schützen.Die Einschränkung gilt den Angaben zufolge ab Samstag 0.00 Uhr bis Sonntag 24.00 Uhr.19:23 Uhr – Freitag, 26. JuniFahrspur auf A7 gesperrtWegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn hat die Autobahn GmbH einen Fahrstreifen der A7 im Süden Hamburgs sperren lassen. Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden können in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern nicht befahren werden, teilte ein Sprecher der Autobahngesellschaft mit. Die Sperrung werde voraussichtlich bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung. 18:03 Uhr – Freitag, 26. JuniHitze-Rekord nun bei über 41 GradDer Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Angaben mit 41,3 Grad die höchste Temperatur registriert, die bisher in Deutschland gemessen wurde. Gemessen wurde der vorläufige Höchstwert um 17.00 Uhr in Saarbrücken-Burbach im Saarland, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.16:45 Uhr – Freitag, 26. JuniNeuer Juni-Hitzerekord aufgestelltDeutschland hat einen neuen Temperaturrekord für den Monat Juni verzeichnet. Nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde am Freitagnachmittag erstmals die Marke von 40 Grad überschritten. Wetterexperte Jörg Kachelmann berichtet von einer Messung an einer Wetterstation in Trier-Zewen mit mehr als 40,6 Grad. Der bisherige deutsche Juni-Rekord lag bei 39,6 Grad und stammte aus dem Jahr 2019. 14:45 Uhr – Freitag, 26. JuniFranzösische Regierung befürchtet zahlreiche TodesfälleNach einer Woche mit Extremtemperaturen rechnet die französische Regierung damit, dass zahlreiche Menschen wegen der Hitze in ihren eigenen vier Wänden ums Leben gekommen sind. „Wir sind besorgt über landesweite Todesfälle zu Hause“, erklärte das Gesundheitsministerium. Zahlen dazu liegen bislang nicht vor. Die jüngste Hitzewelle hat in ihrer Ausdehnung und Intensität bereits eine Hitzewelle von 2003 übertroffen, die in Frankreich zu 15.000 Todesfällen geführt hatte.14:30 Uhr – Freitag, 26. JuniFusion-Festival läuft weiter – andere Events sind abgesagtWährend andere Musikfestivals wegen extremer Hitze abgesagt wurden, geht das Fusion-Festival an der Mecklenburgischen Seenplatte weiter. Es war am Donnerstagabend wegen Bränden außerhalb des Geländes für etwa zwei Stunden unterbrochen, danach aber fortgesetzt worden. Im niederländischen Biddinghuizen wurde das Hardstylefestival Defqon.1 für elektronische Musik einen Tag nach Beginn hitzebedingt nach einem Tag abgebrochen. Auch die Pride-Parade in Paris wurde wegen der erwarteten Hitzewelle am Samstag vorsorglich verschoben. Im Ruhrgebiet sind das geplante Konzert von Sänger Jan Delay am Freitag und das Sunset Beach Festival am Halterner Stausee am Samstag wegen hoher Temperaturen kurzfristig abgesagt worden.10:31 Uhr – Freitag, 26. JuniZDF-Wettermoderator kritisiert Begriff „Klimawandel“Für ZDF-Wettermoderator Özden Terli reagiert die Politik nicht ausreichend auf die globale Erderwärmung. „Besonders beunruhigend ist es, wenn man die Entscheidungen der Politik sieht, die komplett konträr sind zu dem, was gemacht werden müsste“, sagte Terli der „Süddeutschen Zeitung“. Dazu komme ein Greenwashing mit Produkten, die vermeintlich klimaneutral hergestellt wurden. „Nein, es gibt derzeit nichts, was klimaneutral ist. Wir verbrauchen permanent Ressourcen, egal, was wir tun“, sagte Terli.Der Meteorologe Terli wünscht sich für die Berichterstattung der Medien über die langfristige Veränderung des Klimas deutlichere Worte. „Der Begriff ‚Klimawandel‘ ist extrem schwach. Da wandelt sich nichts. Ich benutze strikt ‚globale Erhitzung‘, auch wenn das oft zu Diskussionen führt“, sagte er. Denn es gehe um einen „brachialen, epochalen Umbruch in der Menschheitsgeschichte“. 08:47 Uhr – Freitag, 26. JuniBerlins Regierungschef Wegner warnt vor HitzeEs ist heiß in der Hauptstadt – und es wird noch heißer. Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner, warnt deshalb vor den damit verbundenen Gefahren. „Passen Sie auf sich auf und auch auf Ihre Mitmenschen!“, bat der CDU-Politiker auf der Onlineplattform X. Die aktuelle Hitzewelle könne insbesondere für ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Obdachlose und „alle, die draußen arbeiten“, gefährlich sein. „Deshalb meine Bitte an alle Berlinerinnen und Berliner: Passen Sie auf sich auf. Trinken Sie ausreichend, vermeiden Sie die Mittagshitze und suchen Sie Schatten oder kühle Räume auf. Und achten Sie bitte auch auf die Menschen in Ihrer Umgebung.“lay, luwi, saha – mit dpa/AFP/Reuters
Warnung in ganz Deutschland: ++ Höchstwert von 41,5 Grad – Hitzerekord erneut gebrochen ++ - WELT
Der Deutsche Wetterdienst warnt in fast allen Bundesländern vor extremer Hitze – und hat am späten Nachmittag einen neuen Rekordwert gemessen. In mehreren Regionen drohen im Laufe des Abends Unwetter. Mehr im Liveticker.














