US-Angriffe im Jemen forderten 2025 mehr als 150 zivile OpferUS-Luftangriffe auf die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben im vergangenen Jahr 153 Zivilisten das Leben gekostet. Das geht aus einer nicht geheimen Untersuchung des US-Verteidigungsministeriums hervor, die der AP vorliegt und dem US-Kongress im Rahmen eines jährlichen Berichts über zivile Opfer übermittelt wurde. Ein Pentagon-Vertreter sagte, das Ministerium werde den Bericht in den kommenden Monaten vorlegen.Die Untersuchung konzentriert sich auf drei Luftangriffe im April 2025. Die Huthi hatten damals Israel und Handelsschiffe im Roten Meer angegriffen. Die US-Angriffe richteten sich gegen Ziele in und nahe der von den Huthi kontrollierten Hauptstadt Sanaa sowie gegen den Hafen Ras Isa. Neben den 153 Toten wurden 243 Menschen verletzt.Iran an Trump: „Die Straße von Hormus bleibt blockiert“Der Iran hat Äußerungen von Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten. Die wiederholten Behauptungen und Posts von US-Amtsträgern zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus änderten nichts an der Realität, erklärte Irans neue Behörde für die Meerenge (PGSA) auf der Plattform X. „Die Straße von Hormus bleibt blockiert und wird erst wieder geöffnet, wenn die Bedingungen des Irans akzeptiert werden.“Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, die USA hätten die volle Kontrolle über die Meerenge. „Sie gehört uns“, sagte er etwa am Dienstagabend. Die Iraner hätten keine Kontrolle. „Irgendwann werden die Iraner vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt“, drohte er.USA gegen Israels Pläne für Verbleib von Truppen im LibanonDie USA kritisieren Israels Pläne für einen weiteren Einsatz von Soldaten im Südlibanon. Das US-Außenministerium erklärte, die Äußerungen von Verteidigungsminister Israel Katz, wonach Israel sich aus bestimmten Gebieten nicht zurückziehen werde, stünden im Widerspruch zu einem Rahmenabkommen mit dem Libanon. Ein Sprecher bekräftigte am Mittwoch, die USA „erwarten von allen Parteien, dass sie im Einklang mit dem vereinbarten Rahmenabkommen handeln“. Dieses sehe keine langfristige oder dauerhafte israelische Präsenz im Süden vor.Katz hatte zuvor erklärt, Israel werde sich aus einigen seiner derzeitigen Stellungen nicht zurückziehen: „Unter keinen Umständen ziehen wir uns zurück.“Regierungstruppen töten Huthi-Kämpfer im JemenIn mehreren Provinzen des Jemen sind zahlreiche Huthi-Kämpfer bei Angriffen der Regierungstruppen getötet oder verletzt worden. Der stellvertretende Informationsminister des Jemen, Fajjad al-Numan, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass Regierungstruppen „intensive Artillerie- und Drohnenangriffe“ auf Stellungen der Huthi an mehreren Fronten durchgeführt hätten. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Verstärkungstruppen und Stellungen der Huthi westlich des Bezirks Katabah in der Provinz Dhale.Al-Numan fügte hinzu, dass Drohnen des Militärkommandos von Tais zudem verschiedene militärische Ausrüstungsgegenstände ins Visier genommen hätten, die in den Verteidigungslinien der Huthi in der Provinz stationiert waren. In den Provinzen Marib und Al-Jawf hätten Regierungstruppen mit Artillerie und Drohnen umfangreiche Angriffe entlang der Frontlinien mit den Huthi durchgeführt, bei denen Dutzende Kämpfer getötet worden seien. Auch an der Westküste seien Artillerieangriffe auf Huthi-Ansammlungen durchgeführt worden, was Dutzende Tote und Verwundete zur Folge gehabt habe.Israel meldet gezielten Angriff auf Hamas-Kommandeur in GazaDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben im nördlichen Gazastreifen einen Kommandeur der islamistischen Hamas gezielt angegriffen. Nach palästinensischen Medienberichten wurde in Beit Lahia mindestens ein Palästinenser getötet. Nach Darstellung der israelischen Armee plante der Mann „Terrorangriffe auf israelische Truppen, die im Gazastreifen operieren“. Er sei angegriffen worden, um eine Bedrohung von Soldaten zu beseitigen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Bericht: Israelisches Militär sprengt Schulgebäude im LibanonIsraelische Soldaten sollen im Libanon ein vierstöckiges Schulgebäude gesprengt haben. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Mittwoch, Soldaten hätten in dem von Israel besetzten Ort Sautar al-Scharkija im Süden des Landes neben dem Schulgebäude zudem eine Einrichtung der Gemeinde und einen Kindergarten zerstört. Der Gemeinderat sprach dem Bericht zufolge von einem „abscheulichen Verbrechen“. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.Sautar al-Scharkija grenzt an eine neu geschaffene sogenannte Pilotzone, aus der sich das israelische Militär schrittweise zurückziehen und die Kontrolle an die libanesische Armee übergeben soll. Im Gegenzug für derartige Rückzugsbewegungen will Beirut die Schiitenmiliz Hisbollah entwaffnen.Bei Oman auf Grund gelaufen: Öl aus Tanker erreicht FestlandDas Öl des vor der Küste des Oman auf Grund gelaufenen Tankers hat das Festland erreicht. Der ausgelaufene Rohstoff treibt weiter nordöstlich an der omanischen Insel al-Kiblija vorbei und ist teilweise bereits am Festland angekommen, wie die Weltschifffahrtsorganisation IMO mitteilt. Der Öltanker „Caroline Bezengi“ wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet und steht unter EU-Sanktionen.Nach IMO-Angaben war der Tanker mit insgesamt 130.000 Tonnen Öl beladen, das bereits „für einige Zeit“ aus diesem auslaufe. Der Zugriff auf das Schiff sei durch den Monsun in der Region eingeschränkt und sorge für Verzögerungen bei der Bergung, teilt die IMO weiter mit. Ein Notfallplan für den Fall einer Ölpest sei eingerichtet.Der Tanker vor einigen Tagen ReutersGreenpeace warnt weiter davor, dass es zu einer Umweltkatastrophe von gewaltigem Ausmaß kommen könnte. Die durch das Öl verschmutzte Fläche sei mittlerweile auf 1.000 Quadratkilometer angewachsen, teilte die Umweltorganisation unter Beruf auf Satellitenaufnahmen von Dienstag mit. Am vergangenen Donnerstag war noch von 600 Quadratkilometern die Rede gewesen. Die Situation sei „ein weiteres alarmierendes Beispiel für die erheblichen Umweltrisiken, die von der sogenannten russischen Schattenflotte ausgehen“, sagte die Greenpeace-Expertin Nina Noelle auf Anfrage.Pakistan setzt Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg fortPakistan hat seine Vermittlungsbemühungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran auch am Mittwoch fortgesetzt. Außenminister Ishaq Dar warb bei einem Treffen mit dem iranischen Botschafter in Islamabad, Resa Amiri Moghadam, für eine Wiederbelebung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über ein dauerhaftes Ende des Krieges in der Golfregion. Tags zuvor war der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi für Gespräche mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi und anderen Vertretern der Islamischen Republik nach Teheran gereist.Ein im Juni geschlossenes Rahmenabkommen, das Raum für Verhandlungen über ein dauerhaftes Kriegsende schaffen sollte, läuft am Montag aus. Die damit einhergehende Waffenruhe war im Juli im Streit über die Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus zusammengebrochen. Mehr als zwei Wochen lang kam es zu intensiven wechselseitigen Angriffen.Israelische Soldaten stoßen mit jüdischen Siedlern zusammenIm besetzten Westjordanland ist es zu Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und jüdischen Siedlern gekommen. Die Einsatzkräfte hätten einen unmittelbar vor palästinensischen Häusern errichteten Außenposten nahe dem Dorf Qusra auflösen wollen, berichten Augenzeugen. Die Soldaten hätten jedoch nur die Abdeckung eines der Zelte abgebaut und sich danach wieder zurückgezogen, ohne die Siedler zu vertreiben. Nach dem Abzug der Truppen griffen die Siedler den Augenzeugen zufolge palästinensische Häuser mit Steinen an. Das israelische Militär teilt mit, die Einsatzkräfte arbeiteten an der Räumung des Geländes. Die Armee bezeichnet den Außenposten in einer Stellungnahme als illegal und inakzeptabel.Trump: Straße von Hormus gehört uns – neue Warnung an IranNoch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus – doch die US-Regierung behauptet weiter, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. „Sie gehört uns“, sagte Präsident Donald Trump vor Reportern. Irgendwann würden die Iraner „vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt“. Aber die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position. „Wir haben die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Sie haben keine Kontrolle.“Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte am Abend auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an - und seien der Beweis, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau. Israel verlängert zwei EU-Missionen in PalästinensergebietenIsrael stimmt nach Angaben des dortigen Außenministeriums einer Verlängerung zweier EU-Missionen für die Palästinensergebiete bis Ende Juni 2027 zu. Konkret geht es um die Unterstützung und Aufsicht der Ein- und Ausreisen am Gaza-Grenzübergang Rafah sowie um die Ausbildung palästinensischer Polizisten. Auch die Europäische Kommission teilte mit, Israel habe sie über die Verlängerung beider Mandate informiert. Es liege nun am Rat, die Diskussionen über diese Verlängerungen voranzutreiben, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Auch Deutschland stellt Experten für beide Missionen.Iran macht die USA für Lage in der Straße von Hormus verantwortlichDer iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht den Schlüssel zur Öffnung der Straße von Hormus in Washington. Solange die USA die von Iran genannten Bedingungen nicht erfüllten, bleibe die Meerenge geschlossen, sagte Araghtschi am Dienstag. Der Iran habe im Krieg gegen die USA und Israel die ganze Welt in Erstaunen versetzt und bewiesen, „dass er eine starke und unbesiegbare Macht ist“.Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Forderungen Teherans nach einem Ausgleich für Kriegsschäden zurückgewiesen und verlangt, der Iran solle seinerseits Entschädigungen an die Familien von „Hunderttausenden Protestteilnehmern“ zahlen, die in den vergangenen 50 Jahren getötet worden seien. Allein 52.000 seien es in den vergangenen fünf Monaten gewesen, schrieb Trump, ohne kenntlich zu machen, worauf diese Angabe basiert.Offenbar mehrere Tote nach Huthi-Angriff auf SchiffEin Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf ein nicht näher benanntes Schiff im Roten Meer hat offenbar mehrere Menschen getötet. Das berichtet die jemenitische Regierung.Die britische Sicherheitsfirma Vanguard teilte laut dem arabischen Medium „Al Jazeera“ mit, es seien mindestens zwei Menschen auf dem angegriffenen Schiff und ein Marineangehöriger des Jemen getötet worden. Zudem habe es mindestens vier Verletzte gegeben.Pakistanischer Innenminister reist nach TeheranPakistans Innenminister Mohsin Raza Naqvi ist für Gespräche mit den iranischen Gesandten in Teheran eingetroffen. Darüber berichtet „AlJazeera“ und beruft sich auf die iranische Nachrichtenagentur Irna. Dem Bericht zufolge sei der Politiker bemüht, den Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu beenden. Der Besuch kommt einen Monat, nachdem der iranische Innenminister Eskandar Momeni nach Islamabad, der syrischen Hauptstadt, gereist ist, um dort Gespräche mit pakistanischen Gesandten zu führen. US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von OmanDas US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff „M/V Vela Nova“ gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Zuvor habe die Besatzung „wiederholte Warnungen“ ignoriert.Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden.Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es.Libanon schafft Todesstrafe abDas libanesische Parlament hat die Todesstrafe abgeschafft. Eine entsprechende Gesetzesänderung wurde von einer Mehrheit der 128 Abgeordneten gebilligt. Damit dürfen Gerichte künftig keine Todesurteile mehr verhängen.Nach dem geänderten Gesetz werden Verbrechen, die vor dessen Inkrafttreten begangen wurden, mit lebenslanger Haft bestraft. Für danach begangene Straftaten ist eine verschärfte lebenslange Haft mit Zwangsarbeit vorgesehen. Die Parlamentsfraktion der Hisbollah stimmte gegen die Abschaffung.Justizminister Adel Nassar bezeichnete die Abstimmung als „historischen Schritt“ für den Libanon. Menschenrechtsorganisationen hatten seit Jahren für die Abschaffung der Todesstrafe geworben. Human Rights Watch hatte das Parlament zuletzt im Juli aufgefordert, die Todesstrafe endgültig aus dem Strafrecht zu streichen. Libanon ist das erste arabische Land ohne Todesstrafe. Seit 2004 wurde im Libanon niemand mehr hingerichtet.Pakistan: Bei USA/Iran „einer Art von Vereinbarung nahe“Die USA und der Iran stehen dem pakistanischen Verteidigungsminister Khawaja Asif zufolge kurz vor „einer Art von Vereinbarung“. „Die Dinge entwickeln sich wieder zugunsten einer Friedensvereinbarung oder eines Abkommens“, sagt Asif der Agentur Bloomberg. „Die Signale in den letzten zwei, drei Tagen sind, dass wir einer Art von Vereinbarung nahe sind.“Insider: Frachter im Roten Meer von Huthi-Miliz angegriffenIn der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer ist Insidern zufolge ein Frachtschiff von der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen angegriffen worden. Dabei seien drei Besatzungsmitglieder getötet worden, verlautet aus der jemenitischen Küstenwache und dem regierungstreuen Militär. Die Huthi-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist, kann von ihrem Gebiet aus die Meerenge im Osten des Roten Meeres kontrollieren. Sie hat eine Blockade gegen saudiarabische Schiffe im Roten Meer verhängt. Die Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Gebiete unter Kontrolle der jemenitischen Regierung fortgesetzt. Die Miliz habe die Hafenstadt Mokka am Roten Meer sowie die zentral gelegene Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen, teilte das jemenitische Militär am Dienstag mit. Dieselpreise steigen nach Angriffen auf Raffinerien deutlichDie Dieselpreise in Europa und den USA sind am Montag nach Angriffen auf Raffinerien in Russland und Saudi-Arabien stark gestiegen. Die europäischen Raffineriemargen für Diesel legten um fast zehn Prozent zu. Der Terminkontrakt für ultraschwefelarmen US-Diesel kletterte um 7,4 Prozent auf 4,19 Dollar pro Gallone. Dies war der größte Anstieg seit dem 13. Juli. Zuvor waren eine ukrainische Attacke auf eine Raffinerie in der russischen Region Tatarstan sowie ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Dschasan-Raffinerie in Saudi-Arabien bestätigt worden. Die Anlage in Dschasan ist nach einem früheren Beschuss seit dem 27. Juli geschlossen. Diese Vorfälle hätten dem Markt erhebliche Mengen an Diesel entzogen, erklärte Bob Yawger, Analyst bei Mizuho. Die Teuerung bereitet Landwirten Sorgen, die den Kraftstoff für die Aussaat auf der Nordhalbkugel und die Ernte auf der Südhalbkugel benötigen. Rohöl ist der wichtigste Preistreiber für Kraftstoffe, doch das Plus bei Diesel übertraf die Zuwächse bei den Rohölsorten Brent und US-Leichtöl WTI, die sich um jeweils etwa fünf Prozent verteuerten. Trump: USA haben Minen in der Straße von Hormus geräumtDie USA haben laut Präsident Donald Trump die gesamte Straße von Hormus von iranischen Minen geräumt. Die US-Marine sei derzeit die einzige Macht, die die strategisch wichtige Ölroute kontrolliere, sagt Trump vor Journalisten im Oval Office.Trump verlängert Ausnahmeregelung für ÖltransportUS-Präsident Donald Trump verlängert eine Ausnahmeregelung für den Transport von Öl und anderen Rohstoffen zwischen US-Häfen durch ausländische Schiffe um 90 Tage. Gleichzeitig werden jedoch neue Auflagen eingeführt, teilt das Weiße Haus mit. So müsse künftig jede Fahrt einzeln geprüft werden, anstatt pauschale Ausnahmen vom sogenannten Jones Act zu gewähren. Damit reagiert die Regierung auf Kritik von Schiffbauern und Kongressabgeordneten, wonach die bisherige Praxis der heimischen Schifffahrtsbranche schade. Das Gesetz schreibt vor, dass Fracht zwischen US-Häfen nur auf US-Schiffen transportiert werden darf.Trump verlangt Entschädigung vom IranUS-Präsident Donald Trump fordert vom Iran Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts mit den USA und Israel. Die iranische Führung müsse für „all die Menschen, die sie getötet und schwer verwundet hat“, Schadenersatz leisten, erklärte Trump in einem Post auf Truth Social. Er reagiert damit auf iranische Forderungen nach Entschädigungen für Kriegsschäden. Trump schrieb weiter, das iranische Regime solle auch die Familien der zahllosen inhaftierten oder getöteten Demonstranten im Land entschädigen.Maersk und Hapag-Lloyd schicken Schiff durch den SuezkanalDie dänische Containerreederei Maersk und ihr Hamburger Partner Hapag-Lloyd setzen ihre schrittweise Rückkehr in das Rote Meer und den Suezkanal fort. Maersk teilte am Montag mit, ein weiterer Containerdienst des gemeinsamen „Gemini“-Netzwerks werde künftig wieder auf dieser Strecke fahren, statt wie zuletzt den langen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen. Die Entscheidung sei gemeinsam mit Hapag-Lloyd nach einer eingehenden Prüfung der Sicherheitslage im Roten Meer getroffen worden. Als erstes Schiff werde die „Berlin Maersk“ die Strecke westwärts befahren. Viele internationale Großreedereien haben das Seegebiet wegen der Sicherheitslage seit der Jahreswende 2023/2024 weitgehend gemieden. Bisher wurden praktisch alle Schiffe um die Südspitze Afrikas umgeleitet, weil Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen auf die Handelsschifffahrt befürchtet wurden und in Einzelfällen auch erfolgten. Die Milizen handelten während des im Oktober 2023 ausgebrochenen Gaza-Kriegs nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der Hamas, die wie sie selbst vom Iran unterstützt wird. Als sich die Lage etwas zu entspannen begann, nahm Hapag-Lloyd zusammen mit dem Partner Maersk Anfang Juli einen ersten Dienst über den wichtigen Seeweg wieder auf. Auch dabei werden Maersk-Schiffe eingesetzt.Iran plant Gebühren für Straße von HormusDer Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut iranischen Medien in Teheran sagte, erarbeite der Iran gemeinsam mit dem Oman „Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See“. Für die maritimen Dienstleistungen für Schiffe würden entsprechende Gebühren und Entgelte erhoben. Die geplante Erhebung von Durchfahrtsgebühren stößt bei internationalen Partnern auf scharfe Kritik.Dieser Liveblog ist zuerst beim „Handelsblatt“ erschienen.