Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesVereinte Nationen warnen vor Eskalation in Jemen - Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-ArabienIran will Schiffe aus den USA und Israel aus der Straße von Hormus verbannen Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangenBerichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-MilizTrump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endetIran: USA müssen auf unsere Forderungen eingehenEine Einigung mit Oman über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bedeutet aus iranischer Sicht nicht direkt auch eine Öffnung der Meerenge. Vielmehr müssten die USA auf iranische Forderungen eingehen, sagte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim. Er erklärte, die USA sollten sich aus Verhandlungen zwischen Iran und Oman heraushalten. Seit Wochen verhandelt Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge darüber, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen.US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit behauptet, an den Verhandlungen beteiligt zu sein. Sollte aus den Gesprächen ein Mechanismus hervorgehen, mit dem Iran maßgeblich die Schifffahrt in der Meerenge kontrollieren kann, wäre dies nach monatelangen US-Angriffen ein strategischer Sieg für Teheran.Eine Einigung zwischen Iran und Oman sei nahe, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in einem weiteren Tasnim-Bericht. Die Öffnung der Straße von Hormus hänge etwa davon ab, dass die USA Verstöße gegen das im Juni geschlossene Rahmenabkommen, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte, wiedergutmachten. Genauer ging er nicht darauf ein.Luzia GeierSpannungen in Iran - Präsident rechtfertigt Gespräche mit den USADer iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. „Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?“, sagte er in einem am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagte Peseschkian weiter. Dabei verwies er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking: „Der größte Feind Amerikas ist China. Warum bekämpfen die beiden einander nicht?" China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im iranischen Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ayatollah Modschtaba Chamenei und der Revolutionsgarde – die diplomatischen Bemühungen erschweren. Luzia GeierVereinte Nationen warnen vor Eskalation in Jemen - Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-ArabienDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Raketenangriffe der von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und auf Handelsschiffe aus dem Königreich verurteilt. Die Angriffe bedrohten die Sicherheit in der Region und die Freiheit des Schiffsverkehrs, hieß es in einer in der Nacht veröffentlichten Stellungnahme der Mitgliedsländer des mächtigsten UN-Gremiums. Die Huthi-Miliz wurde darin aufgefordert, von einer Eskalation abzusehen. Stattdessen sollten bestehende Dialogkanäle genutzt werden. Der UN-Sondergesandte für Jemen, Hans Grundberg, schrieb auf der Plattform X, derzeit sei das Risiko eines neuen Großkonflikts höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von den UN vermittelten Waffenruhe im April 2022. Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine umfassendere regionale Konfrontation hineingezogen werde - mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung.Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa erneut eskaliert. Die Huthi griffen jüngst auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln. In der Nacht zu Freitag attackierten die Huthi auch Ziele direkt in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt. Bei weiteren Angriffen der Huthi in der jemenitischen Provinz Marib wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Zivilisten getötet. Der Konflikt droht auch eine Friedenslösung im Krieg zwischen den USA und Iran zu erschweren. Zum einen wird der regionale Konflikt auf einen weiteren Schauplatz erweitert. Zum anderen steigt der Druck auf die USA und Saudi-Arabien, auf die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe militärisch zu reagieren. Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung in Jemen seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Huthi-Miliz. Im Zuge des Kriegs mit dem ebenfalls schiitisch geprägten Iran ist nun auch dieser Konflikt aufs Neue eskaliert.USA stellen Ende der Iran-Blockade in Aussicht Die USA stellen eine Aufhebung der Blockade iranischer Häfen in Aussicht. Voraussetzung sei eine Einigung zwischen Iran und Oman über die Straße von Hormus, sagt ein Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe Fortschritte bei den Gesprächen, eine Einigung werde bald erwartet. Sobald ein Abkommen den ungehinderten Handelsverkehr wiederherstelle, würden die USA ihre Blockade aufheben. Das Vorgehen der USA hänge jedoch von der Erfüllung der Verpflichtungen durch Iran ab, heißt es weiter. Lilly ZerbstTürkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnen VerteidigungsabkommenVor dem Hintergrund des Iran-Kriegs unterzeichneten die drei Staaten am Freitag den sogenannten „Mekka Verteidigungspakt“, mit dem eine koordinierte Sicherheitsstrategie festgelegt wird. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif nahmen laut einer Erklärung des pakistanischen Außenministeriums persönlich an der Unterzeichnungszeremonie teil. Im Rahmen des Abkommens verpflichten sich der Nato-Staat Türkei, die einflussreiche Golfmonarchie Saudi-Arabien und die Atommacht Pakistan, gemeinsam auf Bedrohungen von außen gegen einen der drei Staaten zu reagieren.„Das Abkommen soll die kollektive Abschreckung gegen jegliche Aggression stärken und sieht vor, dass jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten als Angriff gegen alle drei Staaten betrachtet wird“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Türkische Regierungsvertreter erklärten, das Abkommen werde den Aufbau gemeinsamer Verteidigungsfähigkeiten, Militärübungen und die Ausbildung von Personal umfassen. Die neue Vereinbarung zwischen den drei Staaten solle nicht als ein Anti-Iran-Bündnis missverstanden werden, sagte Zafar Nawaz Jaspal, Politikwissenschaftler an der Quaid-e-Azam Universität in Islamabad. Vielmehr ziele das Bündnis auf nicht staatliche Akteure wie die Huthi-Miliz in Jemen oder bewaffnete Gruppen im Irak, die Saudi-Arabien angreifen. Die Zusammenarbeit stehe „im Einklang mit dem von Ankara seit Langem vertretenen Ansatz ‚regionale Lösungen für regionale Probleme‘“, schrieb Burcu Ozcelik, Senior Fellow am Royal United Services Institute, in einem Beitrag auf X. Die Türkei verfügt über die zweitgrößte Streitmacht der NATO und nach den USA über die zweitgrößte F-16-Flotte der Welt. Lilly ZerbstTote nach Huthi-Angriffen in JemenDie Lage im Jemen spitzt sich immer weiter zu. Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen.Der Gesundheitsminister der jemenitischen Regierung, Kasim Bahibah, teilte auf X mit, die Huthi-Miliz habe Wohngebiete und Lager für Binnenvertriebene in Marib angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, 14 weitere Menschen verletzt.Aus Militärkreisen hieß es, dass bei einem Angriff auf Stellungen regierungstreuer Truppen in der Provinz Marib zwei Militärangehörige getötet und drei weitere verletzt wurden. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, die Luftabwehr habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Die Huthi haben sich zu den Angriffen bislang nicht geäußert.Iran will Schiffe aus den USA und Israel aus der Straße von Hormus verbannen Iran will US-amerikanische und israelische Schiffe von der Durchfahrt durch die Straße von Hormus ausschließen. Zudem sollen feindlich gesinnte Länder eine Entschädigung leisten müssen, bevor ihre Schiffe die Meerenge passieren dürfen. Das schreiben lokale Medien über ein geplantes Abkommen zwischen Iran und Oman zur Verwaltung der wichtigen Wasserstraße.Die Nachrichtenagentur Fars hat über Einzelheiten des von Iran und Oman ausgearbeiteten vorläufigen Abkommens berichtet. Demnach soll die Durchfahrt von Schiffen der USA, Israels und anderer feindlicher Länder durch die Straße von Hormus verboten werden. Fracht mit Bezug zu Israel soll dem Bericht zufolge weder zu militärischen noch zu zivilen Zwecken durch diese Region transportiert werden dürfen. Das Verbot soll auch für Schiffe oder Fracht gelten, die bei Aktionen gegen Iran und Verbündete eine Rolle gespielt haben. Länder und Einzelpersonen, die Iran Schaden zugefügt haben, erhalten demnach keine Genehmigung für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und den Persischen Golf, bis der Schaden ersetzt ist. Für Verstöße gegen das geplante Gesetz sind hohe Strafen vorgesehen. Diese können bis zu 20 Prozent des Wertes der Fracht betragen.Weltweit gibt es nicht viele Handelsschiffe unter US-amerikanischer oder israelischer Flagge. Seit Beginn des Krieges sind nur wenige von ihnen in den Persischen Golf hinein- oder aus ihm herausgefahren. Offen bleibt, wie weit Iran ein solches Verbot auslegen könnte. Aufgrund der komplexen Eigentums- und Managementstrukturen von Schiffen könnten einige Reedereien mit US-amerikanischen oder israelischen Eigentümern oder Investoren als mit diesen Ländern verbunden angesehen werden.US-Präsident Donald Trump dürfte einem solchen Zugeständnis jedenfalls kaum zustimmen. Seit Monaten besteht er darauf, dass die amerikanischen Streitkräfte Iran im Wesentlichen besiegt hätten. Die Zwischenwahlen, bei denen über die Kontrolle beider Kammern des Kongresses entschieden wird, sind nur noch wenige Monate entfernt. Umfragen zufolge ist der Krieg inzwischen äußerst unpopulär. Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangenDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen. Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im gleichen Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50. Am Donnerstag fuhren vier Schiffe durch die Straße von Hormus. Darunter befand sich der Großtanker Nissos Kea, der etwa zwei Millionen Barrel im Irak geladenes Basrah-Rohöl transportierte. Bei den übrigen Schiffen handelt es sich um zwei Flüssiggas-Tanker und einen kleineren Massengutfrachter. Insgesamt verließen in dieser Woche Kpler zufolge nur sechs Rohöltanker die Straße von Hormus. 21 Schiffe fuhren ein, die meisten davon über die iranische Route. Vor dem Iran-Krieg passierten üblicherweise 130 bis 140 Schiffe in dem Zeitraum die Meerenge, die Iran im Zuge des Krieges blockiert.Luzia GeierInsider: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan planen VerteidigungspaktSaudi-Arabien, die Türkei und Pakistan wollen Insidern zufolge ein Verteidigungsabkommen unterzeichnen. Die Vereinbarung solle in Saudi-Arabien besiegelt werden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Details waren zunächst nicht bekannt. Riad strebt eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit Verbündeten an und warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch von Iran unterstützte Gruppen. Einem saudischen Regierungsvertreter zufolge könnten geplante Angriffe dieser Gruppen darauf abzielen, die diplomatischen Bemühungen um eine Entspannung im Verhältnis zu Iran zu stören. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif ist schon in Saudi-Arabien eingetroffen, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird noch erwartet.Luzia GeierSprecher: Elf Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-ArabienNach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses in Jemen sind bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt worden. Sieben seien saudische Staatsbürger gewesen, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens sowie einer Pakistans und einer aus Jemen aufgrund der „terroristischen Huthi-Angriffe“ verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein vierjähriges Kind. Die Huthi hätten „wahllos zivile Objekte“ beschossen, was einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellte, hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt. Stellungnahmen der Huthi oder der Regierung in Teheran lagen zunächst nicht vor.Luzia GeierBerichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-MilizSaudi-Arabien bereitet sich Berichten zufolge auf mehrere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die ebenfalls von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen vor. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthi planen, den Golfstaat „in sehr naher Zukunft“ unter Anleitung von Irans mächtiger Revolutionsgarde anzugreifen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Insider über unmittelbar bevorstehende, koordinierte Angriffe aus dem Norden und Süden. Demnach deuteten die Geheimdienstberichte darauf hin, dass zivile Einrichtungen und wirtschaftlich wichtige Infrastruktur wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen zum Ziel werden könnten. Zudem beobachte das Königreich, dass Drohnen und Raketen verlegt würden, hieß es. Dies deute auf ein abgestimmtes Vorgehen aus beiden Richtungen hin. Die Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und den USA bleibe auf allen Ebenen „sehr eng“, sagte der Insider laut Reuters. Dazu gehöre die operative Zusammenarbeit mit dem US-Zentralkommando. Das Königreich sei bereit, alles Notwendige zu tun, um auf jede Aggression zu reagieren.An diesem Freitag wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu Gesprächen in Saudi-Arabien erwartet. Dort ist unter anderem ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen und faktischen Herrscher des Königreichs, Mohammed bin Salman, sowie mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif geplant. Über Inhalte wurde zunächst nichts bekannt. Die Länder bemühen sich als Vermittler im Krieg zwischen Iran und den USA um Deeskalation. Pakistan versucht, beide Seiten dazu zu bewegen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.Luzia GeierTrump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endetUS-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Iran-Krieg „ziemlich bald“ enden könnte. „Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können“, sagte er mit Blick auf Iran vor Reportern im Oval Office. Auf die Frage, ob eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus erreicht worden sei, sagte Trump, er sei in Verhandlungen eingebunden. „Es könnte bald sein.“Zugleich räumte er ein, dass die US-Streitkräfte bei einigen Waffen mit Engpässen zu kämpfen haben. „Wir haben bestimmte Arten von Munition, die sehr schlagkräftig sind und von denen wir unbegrenzte, praktisch unbegrenzte Vorräte haben“, sagte Trump. „Bei anderen ist es ein wenig knapper." US-Rüstungsunternehmen errichten ihm zufolge weitere Produktionsanlagen, unter anderem für Patriot- und Tomahawk-Raketen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte gemeldet, dass die US-Armee in dem seit fünf Monaten andauernden Krieg einen Großteil ihrer weltweiten Bestände an hochpräzisen Langstreckenraketen aufgebraucht habe.Auffällig war, dass Trump anders als an den Vortagen keinen Wochentag für ein mögliches Abkommen mehr nannte. Der US-Präsident hatte diese Woche Hoffnungen geweckt, dass am Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtige Meerenge geöffnet werden könnte.USA: Annäherung bei Gesprächen zwischen Libanon und Israel Bei einer neuerlichen Verhandlungsrunde zwischen Libanon und Israel haben die beiden Seiten US-Angaben zufolge Fortschritte gemacht. Die Gespräche in Rom auf technischer und fachlicher Ebene seien produktiv gewesen, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Man sei sich „nun deutlich näher“ bei der Frage, was getan werden müsse, um die sogenannten Pilotzonen weiterzuführen und auszubauen.Israel hat im Südlibanon Truppen stationiert und geht dort gegen die Hisbollah-Miliz vor. Die beiden Nachbarländer hatten sich in früheren Gesprächsrunden darauf verständigt, dass in sogenannten Pilotzonen die libanesischen Streitkräfte, die nicht Konfliktpartei sind, die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise aus dem Gebiet zurückzieht. Mitte Juli waren in den drei südlibanesischen Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija derartige Pilotzonen eingerichtet worden.Vertreter der beiden Länder sind nun von Dienstag bis Donnerstag in der italienischen Hauptstadt zusammengekommen, um über die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu sprechen. Dieses sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Bei den Gesprächen in Rom sollte es um die „vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens“ gehen, das unter Vermittlung der USA zustande gekommen war. Zwei israelische Soldaten und ein Libanese in Südlibanon getötetIm Süden Libanons sind bei einer Eskalation der Gewalt nach Angaben des israelischen Militärs zwei seiner Soldaten ums Leben gekommen. Auch mindestens ein Libanese sei getötet worden, teilte das israelische Militär am Donnerstag mit. Vier weitere Reservisten seien bei dem Vorfall schwer verletzt worden, sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die Soldaten in einem Gebäude, das sie durchsuchen wollten, durch die Detonation eines Sprengsatzes getötet. Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Tibnin im Süden seien eine Person getötet und zwölf weitere verletzt worden. Das israelische Militär hatte am Mittwoch mit erneuten Angriffen in Südlibanon begonnen. Als Grund nannte es eine Verletzung der Waffenruhe durch die Hisbollah-Miliz in Libanon, die mit Iran verbündet ist. Die Armee hatte am Mittwoch von einem eindeutigen Verstoß der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die im Juni vereinbarte Waffenruhe gesprochen. Israel reagierte mit Beschuss in Südlibanon. Die Zunahme der Gewalt fällt mit einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Israel und Libanon in Rom zusammen. An den Beratungen ist die noch immer einflussreiche radikal-islamische Hisbollah nicht beteiligt.Luzia GeierTrump: Ich würde lieber Deal mit Iran schließenUS-Präsident Donald Trump hat sich erneut für ein Abkommen mit Iran ausgesprochen. „Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten“, sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.Der US-Präsident hatte davor Hoffnungen geweckt, dass an diesem Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus geöffnet werden könnte. Vizepräsident J. D. Vance sagte in einem Fox-News-Interview, dass die Entwicklung in eine Richtung gehen werde, die gut für die USA sei. Man werde alle Werkzeuge nutzen, die zur Verfügung stünden - militärische, wirtschaftliche und diplomatische. Einen zeitlichen Ausblick gab er nicht.Mehr ladenTickarooLive Blog Software