Stand: 13.08.2026 • 10:55 Uhr
Eine Nachwahl soll dem britischen Rechtspopulisten Farage den Rücken stärken. Nach dubiosen Millionen-Spenden hat er sein Mandat niedergelegt - will aber heute durch die Nachwahl zurück ins Parlament. Geht sein Kalkül auf?
Die besten Tage von Clacton-on-Sea sind längst vorbei. Von den 1930er- bis in die 1950er-Jahre war der Badeort an der Ostküste Englands ein beliebtes Ausflugsziel. Doch die Jahre des Booms sind vorbei. In der Region gibt es heute keine Industrie, die Arbeitslosigkeit ist höher als in anderen Landesteilen. Direkt am Strand gibt es ein Riesenrad, Eiscreme-Geschäfte, Glücksspiel.
Dies ist eine Hochburg der Rechtspopulisten von Reform UK. Es ist der Wahlkreis des Parteivorsitzenden Nigel Farage. Hier wurde er 2024 nach vielen Anläufen erstmals ins Parlament gewählt, hier möchte er wiedergewählt werden - in einer Nachwahl, auf die das ganze Land schaut.
Anthea Chapman sitzt vor einem Café. Sie hat 2024 Farage gewählt und will ihn diesmal wieder wählen. In Clacton wohnten viele ältere Menschen, die nicht an erster Stelle stünden, sagt sie. Man bekomme keine Arzttermine - und das habe "mit der Zahl der Migranten zu tun, die hierherkommen", glaubt sie.












