Eigentlich ist so eine Nachwahl um einen Sitz im britischen Unterhaus keine große Sache. In diesem Fall ist das aber anders – und das liegt an den Protagonisten. Erster Kandidat: Nigel Farage, der Chef der Partei „Reform UK“. Der Mann, der 2015 mit seiner Brexit-Kampagne entscheidend für den EU-Austritt Großbritanniens war. Und der in Zukunft noch Premierminister werden will. Und – zweiter Kandidat: Count Binface, ein Satirepolitiker, der sich selbst als intergalaktischer Krieger bezeichnet, der 5900 Jahre alt ist. Über den Kopf trägt er einen Mülleimer.Die Nachwahl im Wahlkreis Clacton ist nötig, weil Farage Anfang Juli seinen Sitz im Parlament abgegeben hat. Dort gab es Ermittlungen gegen ihn, weil er umgerechnet 5,8 Millionen Euro von einem Krypto-Investor bekommen haben soll. Als persönliches Geschenk. Diesen Ermittlungen wollte er durch seinen Rücktritt entgehen. Nach seinem Rücktritt hat Farage allerdings sofort gesagt, dass er wieder kandidieren wolle. Er ist also zurückgetreten, um sich wiederwählen zu lassen. Die anderen Parteien in Großbritannien, die sozialdemokratische Labour-Partei und die konservativen Tories werfen Farage deswegen jetzt vor, aus den Wahlen einen politischen Stunt zu machen. Eigene Kandidaten haben sie aus diesem Grund nicht aufgestellt.Diese besondere Nachwahl und welchen Schaden Farage dabei nehmen könnte, analysiert in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Michael Neudecker, der bis vor Kurzem für die SZ aus Großbritannien berichtete.Weitere Nachrichten: Höcke geht auf BSW zu; Trump-Sprecherin geht.Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie den „Showdown der Clowns“ von A.L. Kennedy.Moderation, Redaktion: Leopold ZaakRedaktion: Lea Brüggemann, Pauline Claßen, Johannes KorscheProduktion: Laura SagebielZitiertes und zusätzliches Audiomaterial über @realcountbinface via Youtube.So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren:„Auf den Punkt“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung zu den wichtigsten Themen des Tages. Sie finden alle Folgen auf sz.de/nachrichtenpodcast. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-Podcast-App oder bei iTunes und Spotify. Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können.Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.