PfadnavigationHomePanoramaSpektakel am HimmelVon Berlin bis Spanien – die schönsten Bilder der SonnenfinsternisStand: 22:51 UhrLesedauer: 4 MinutenDie Sonnenfinsternis hat auch in Deutschland Tausende Menschen in ihren Bann gezogen. Astronom Tim Florian Horn erklärt, was uns an solchen Himmelsereignissen fasziniert und warum sie uns daran erinnern, „wie besonders unser Platz im Kosmos ist“.Millionen Menschen blickten am Abend in den Himmel: In Deutschland war die Sonnenfinsternis partiell zu sehen, in Teilen Europas verschwand die Sonne vollständig hinter dem Mond. Die spektakulärsten Bilder eines besonderen Abends.Viele Menschen in Berlin und Brandenburg haben am Abend die partielle Sonnenfinsternis beobachtet. An Orten wie dem Schloss Charlottenhof in Potsdam, einzelnen S-Bahnsteigen in Berlin und dem Tempelhofer Feld in die Hauptstadt war es am Abend voll. Menschen beobachteten, wie der Mond sich zu einem Teil vor die Sonne schob. Zahlreiche Menschen hatten selbstgebastelte Kartons dabei, mit denen sie die Sonnenfinsternis beobachteten.Besonders groß war der Andrang vor dem Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Polizei waren angesichts der Menschenmassen vor Ort. Der nahegelegene S-Bahnhof Prenzlauer Allee wurde gesperrt. Die Polizei sprach am Abend von etwa 3000 Schaulustigen auf dem Platz vor dem Planetarium.Doch es gab auch Flecken, auf denen man das Naturschauspiel nahezu ungestört beobachten konnte: Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Zehlendorf war die Sonnenfinsternis nach Angaben eines dpa-Reporters gut zu sehen. Gerade mal vier Leute versammelten sich dort zwischenzeitlich, um das Naturwunder zu verfolgen.Große Menschenansammlungen in ganz BerlinGrößere Menschenansammlungen gab es am Schwedter Steg und auf den Brücken in Prenzlauer Berg, ebenso am Gesundbrunnen und auf dem Flakturm Humboldthain. Am Lietzensee in Charlottenburg setzten sich ebenso viele Schaulustige nieder, um das Schauspiel zu bestaunen.Der Parkplatz am Großen Feldberg in Hessen war bereits etwa eine Stunde vor der Sonnenfinsternis voll. Die Zufahrt oben am Berg sei gesperrt, sagte eine Polizeisprecherin am Abend. Sie riet den Menschen, die Sonnenfinsternis von anderen Orten unterhalb des Berges zu betrachten.Der Mond begann, sich ab 19.15 Uhr vor die Sonne zu schieben und seinen Schatten auf die Erde zu werfen. Um 20.08 Uhr war mit 85 Prozent die maximale Bedeckung erreicht und gegen 20.37 Uhr, als die Sonne unterging, endete das Schauspiel.Später am Abend ist noch der Strom der Perseiden zu beobachten, der in der Nacht seinen Höhepunkt erreicht. Am besten ist der Meteorstrom zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens zu sehen. Astronomen rechnen mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. In diesem Jahr stört auch kein Mondlicht die Beobachtungen, denn es ist Neumond, wie bei jeder Sonnenfinsternis.Seltenes EreignisErst am 3. September 2081 wird man von der äußersten Südwestecke Deutschlands wieder einmal eine total verfinsterte Sonne sehen können – genauer: die helle Sonnenkorona um die pechschwarze Neumondscheibe. Die letzte Sonnenfinsternis, deren Totalitätszone über Süddeutschland und Österreich verlief, war am 11. August 1999 zu beobachten.Lesen Sie auchIn Spanien fieberten schon am Nachmittag Millionen Einwohner und Touristen der totalen Verdunkelung entgegen. Auf Mallorca sorgte der Besucheransturm nach Medienberichten bereits am Morgen für erste Verkehrsbehinderungen, vorwiegend an der Westküste rund um Sóller. An Aussichtspunkten und Buchten der Serra de Tramuntana füllten sich Parkplätze schon Stunden vor Beginn der Sonnenfinsternis, einzelne Zufahrten wurden gesperrt. Die Menschen hätten teils lange Strecken zurücklegen müssen, hieß es.Lesen Sie auch„Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine totale Sonnenfinsternis in Spanien erleben werde“, sagte der 24-jährige Physikstudent Óscar Pérez, der aus Deutschland in die zentralspanische Stadt Medinaceli gereist war, vor Beginn des Spektakels. „Ich weiß nicht genau, wann die nächste stattfindet, daher ist es toll, sie jetzt sehen zu können.“Totale Sonnenfinsternis nur in bestimmten Teilen der WeltDie totale Sonnenfinsternis startet im nördlichen Sibirien, wo die Sonne gerade noch als Mitternachtssonne über dem Horizont zu sehen ist. In Deutschland ist es dann etwa 19 Uhr.Der Kernschatten des Mondes zog am Nordpol vorbei sowie über den Osten Grönlands und den Westen Islands hinweg. Er erreichte Nordspanien, berührte einen Zipfel von Portugal und raste dann quer über die iberische Halbinsel und über die Balearen. Auf dem europäischen Festland hatte es seit zwanzig Jahren keine totale Sonnenfinsternis mehr gegeben, in der isländischen Hauptstadt Reykjavik sogar seit dem Jahr 1433 nicht mehr. Eine partielle Sonnenfinsternis sollte es auch in Kanada, im Norden der USA und im Nordwesten Afrikas geben.dpa/AFP/ceb/doli
Spektakel am Himmel: Von Berlin bis Spanien – die schönsten Bilder der Sonnenfinsternis - WELT
Millionen Menschen blickten am Abend in den Himmel: In Deutschland war die Sonnenfinsternis partiell zu sehen, in Teilen Europas verschwand die Sonne vollständig hinter dem Mond. Die spektakulärsten Bilder eines besonderen Abends.












