Am Donnerstag will sich Sambias Präsident Hichilema wiederwählen lassen. Sein einstiger Hauptrivale Lungu ist tot, das politische Klima angespannt.

Im südlichen Afrika ist es aktuell eher kühl, aber die politische Temperatur in Sambia vor der entscheidenden Wahl an diesem Donnerstag ist am Siedepunkt, Gewalt, gegenseitige Fälschungsvorwürfe, ethnische Hassrede und Vorwürfe des Autoritarismus kennzeichnen den Wahlkampf, der jetzt mit der Neuwahl des Präsidenten und des Parlaments zu Ende geht. Und besondere Aufmerksamkeit in einem der wenigen Länder Afrikas, das noch nie unter längerer Militärherrschaft stand, erregen jetzt öffentliche Äußerungen dienender und pensionierter Militärangehörige, die das vergiftete Klima geißeln.

„Wie verurteilen entschieden und eindeutig jede Form politischer Gewalt, unabhängig von ihren Urhebern“, lautet eine Erklärung mehrerer pensionierter hoher Generäle zur Schlussphase eines schmutzigen Wahlkampfs. „Kein Sambier sollte für die Ausübung seiner verfassungsmäßigen Grundrechte Einschüchterung, Verletzung oder Tod erleiden. Menschenleben sind heilig und müssen jederzeit geschützt bleiben.“

Karte von Sambia

taz