Die Vereinigung Mare Libero kämpft für die eigentlich längst vorgesehenen freien Zugänge der Strände. Bisher vereiteln das lukrative Konzessionen.
In der Mitte ein kleiner „freier“ Streifen an einem Strand mit Konzessionen im italienischen Santa Severa
Yara Nardi/reuters
„Ein Sonnenschirm, zwei Liegen, macht 40 Euro.“ Diese Worte werden im August Hunderttausende mal gesprochen in den Strandlidos Italiens. Am 15. August – dem „Ferragosto“, den „Ferien des Augustus“, der seinem Volk schon vor 2000 Jahren eine Auszeit verordnete – erreicht Italien Jahr für Jahr den Höhepunkt der Sommersaison. Dann drängen Millionen Einheimische und ausländische Tourist*innen ans Meer. Doch vor dem Sprung ins Wasser heißt es für das Gros von ihnen erst einmal zahlen. Und das nicht zu knapp.
Denn die 40 Euro sind nur der Durchschnittspreis. In schickeren Orten wie Positano an der Amalfiküste ist man schnell mit 90 Euro pro Tag dabei. Die müsste natürlich niemand ausgeben – schließlich gibt es ja auch die freien Strände. Gibt es sie wirklich?









