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In gewisser Hinsicht entspricht er fraglos seinem stärksten Stereotyp: Sturheit. Unzugänglich gegenüber jedweden Einwänden, sich selbst gut gemeinten Ratschlägen verwehrend, die Untugend zur Charaktereigenschaft erhebend, weicht er nicht von der Stelle, sondern behauptet wacker seinen Platz. So weit, so arttypisch.

Ungewöhnlich hingegen ist die dabei eingenommene Sitzposition mit zwei auf dem Boden ausgestreckten und zwei in die Luft ragenden Hufen. Verstärkt durch die zur Seite gedrehten Schlappohren entsteht ein unbeschwerter, geradewegs verspielter Eindruck, der trotz der rostbraunen Stahlkonstruktion ungeachtet ihrer 6,30 Meter Höhe keine Minderung erfährt.

Es sind auch diese Attribute, auf die die Geltung als markanter Orientierungspunkt im städtischen Raum zurückgeht. Im geografischen Zentrum Neuköllns, an der linksseitig südlichen Ecke der Kreuzung Buckower Damm/Mohriner Allee gelegen, stellt die Eselskulptur gleichsam für Fußgänger wie Autofahrer einen unübersehbaren Vertrauten dar.