Der Umfang der Taille sagt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einer Studie zufolge verlässlicher voraus als der sogenannte Body-Mass-Index (BMI). Menschen mit übermäßig viel Bauchfett seien anfälliger für entsprechende Krankheiten, auch wenn sie nach dem BMI normalgewichtig seien, berichtet ein Team um die Biostatistikerin Zeina Dardari von der Johns Hopkins University im Fachblatt »JACC«.
Der Body-Mass-Index ist ein gängiges Verfahren, um Übergewicht zu bestimmen. Er berechnet sich, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Als übergewichtig gilt ein Mensch mit einem Wert zwischen 25 und 29,9, oberhalb von 30 gilt er als adipös. Der Index berücksichtigt allerdings nicht, wie das Körperfett verteilt ist.Kein erhöhtes Risiko trotz AdipositasZahlreiche Untersuchungen deuten darauf hin, dass viszerales Fett schädlich für die Gesundheit ist. Es handelt sich dabei um Fett, das die inneren Organe im Bauchraum umgibt, sogenanntes Bauchfett. Menschen mit viel Bauchfett leiden beispielsweise häufiger an Herzerkrankungen und Diabetes.
Für ihre Studie untersuchten die amerikanischen Forscher Daten von knapp 260.000 Menschen. Normalgewichtige Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Taillenumfang hatten demnach ein bis zu 50 Prozent erhöhtes Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das galt erwartungsgemäß auch für übergewichtige Patienten mit viel Bauchfett. Bei adipösen Patienten mit niedrigem Taillenumfang dagegen war das Risiko nicht messbar erhöht.












