PfadnavigationHomePolitikAuslandAbreise vom Nato-GipfelIm Catering-Container versteckt – Trump bestätigt heimlichen FlugzeugwechselStand: 08:47 UhrLesedauer: 3 MinutenUS-Präsident Trump soll wegen einer iranischen Morddrohung nach dem Nato-Gipfel in Ankara sein Flugzeug heimlich in einem Container gewechselt haben. „Die US-Administration akzeptiert null Risiko“, so Nahost-Experte Hans-Jakob Schindler.Mit einem spektakulären Täuschungsmanöver ließ sich der US-Präsident in der Türkei wegen einer Anschlagsdrohung in ein anderes Flugzeug bringen. Er habe auf die Weisung seiner Personenschützer gehört, sagt Trump.US-Präsident Donald Trump hat Berichte bestätigt, dass er kurz vor dem Abflug vom Nato-Gipfel in Ankara im Juli auf dem Flughafen der türkischen Hauptstadt heimlich die Maschine wechselte. „Sie wollten, dass ich einen anderen Flug nehme, ein anderes Flugzeug“, sagte Trump am Dienstag, offensichtlich mit Blick auf seine Personenschützer. „Sie wollten es so, also habe ich es gemacht. Ich tue, was sie sagen.“„Ich nehme an, es gab eine Bedrohung“, fügte Trump in einem kurzen Gespräch mit Journalisten hinzu. „Ich habe nicht wirklich viel dazu gefragt.“ Zuvor hatte die „Washington Post“ berichtet, dass Trump unmittelbar vor dem Abflug aus Ankara im vergangenen Monat heimlich das Flugzeug gewechselt habe. Grund dafür sei eine „glaubhafte Bedrohung“ durch den Iran gewesen. Lesen Sie auchFür das Wechsel-Manöver sei der Präsident in den Container eines Catering-Fahrzeugs gestiegen, berichtete die Zeitung weiter. Der auf einem Lkw befindliche Container wurde daraufhin per Hydraulik herabgelassen.Danach sei Trump von der Air Force One quer über das Rollfeld zu einer kleineren Militärmaschine gebracht worden, mit der er dann auch aus Ankara abgereist sei. John Hudson von der „Washington Post“ veröffentlichte auf X ein Video, bei dem der Catering-Container mit Trump zu sehen ist. Während im hinteren Teil weiter Journalisten einsteigen, entfernt sich das Fahrzeug mit dem Catering-Container auf der anderen Seite.Die Angaben zum genauen Ablauf des heimlichen Flugzeugwechsels wurden von Donald Trump nicht explizit bestätigt. Stattdessen versuchte der Präsident offenbar, die Geschichte herunterzuspielen. Er sei „nicht überrascht“ gewesen und habe sich „keine Sorgen“ gemacht, sagte er vor den Journalisten. „Ich bin Ziel vieler Bedrohungen, von denen Sie nichts wissen.“Bei einem Zwischenstopp in Großbritannien hatte sich Trump unbemerkt wieder an Bord der Präsidentenmaschine geschlichen. Fragen nach einer möglichen Gefahr hatte er damals zurückgewiesen. „Wenn ich fliege, fliegt ihr mit. Richtig?“, sagte er zu Journalisten.Lesen Sie auchDer Flug aus der Türkei hatte damals auch für Schlagzeilen gesorgt, weil Trump mit einem von Katar an die USA verschenkten Luxusjet angereist war. Dieser verfügte nicht über einige der Raketenwarn- und Abwehrsysteme älterer Präsidentenmaschinen.Neue Details zur Anschlagsdrohung auf TrumpWie die „New York Times“ unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter am Dienstag berichtete, lagen den US-Geheimdiensten mehrere konkrete Hinweise auf einen geplanten Angriff auf die Präsidentenmaschine vor.Demnach bestand die Gefahr, dass eine Boden-Luft-Rakete auf die Air Force One abgefeuert werden könnte. In der Umgebung des Nato-Gipfels sei zudem eine Person mit einer schultergestützten Rakete gesichtet worden. Iranische Stellen hätten außerdem gewusst, in welchem Hotel Trump in Ankara untergebracht war und auf welcher Etage er sich aufhielt.Die US-Behörden bewerteten die Informationen laut „New York Times“ als so glaubwürdig, dass sie Trumps Abreisepläne grundlegend änderten. nw mit dpa