In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.Zeitung: Trump wechselte nach Nato-Gipfel wegen Morddrohungen heimlich das FlugzeugUS-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Nato-Gipfel in Ankara heimlich das Flugzeug gewechselt und ist mit einer kleineren Maschine abgereist als bisher gedacht. Grund dafür sei eine Morddrohung aus dem Iran gewesen, berichtete die „Washington Post“ am Montag. Für den heimlichen Maschinenwechsel habe sich Trump in den Container eines Catering-Fahrzeugs begeben müssen.Trump habe nach dem Nato-Gipfel in der Türkei zwar eine alte Air-Force-One-Präsidentenmaschine bestiegen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Er habe sich dann aber in einen an das Flugzeug angedockten Catering-Container begeben. In diesem sei er zu einer kleineren C-32A-Maschine gebracht worden und mit der Maschine auch abgereist, hieß es weiter. Medien- und auch einige Regierungsvertreter an Bord der Air Force One seien derweil in dem Glauben gelassen worden, dass Trump sich weiterhin an Bord befinde.Die Abreise von Trump vom Nato-Gipfel hatte schon zuvor für Schlagzeilen gesorgt: Der Präsident war in die Türkei an Bord seiner neuen Luxusmaschine geflogen, die er von Katar geschenkt bekommen hatte. Für die Rückreise nutzte er diese aber überraschenderweise nicht, laut Medienberichten wegen einer iranischen Drohung. Bisher hieß es allerdings immer, dass Trump mit einer alten Air-Force-One-Maschine von Ankara nach Großbritannien geflogen und dann dort in seinen von Katar geschenkten Flieger umgestiegen sei. Laut „Washington Post“ stimmt aber auch dies nicht. Vielmehr sei Trump in der kleineren C-32A-Maschine aus Ankara abgereist.Ian LieschUSA widerrufen mehr als 175.000 VisaDie US-Regierung hat unter Präsident Donald Trump ​mehr als 175.000 Visa widerrufen. Das Außenministerium in Washington teilte ⁠am Montag mit, die Maßnahme richte sich gegen Personen, die gegen ihre Visabestimmungen verstoßen, Straftaten begangen oder die nationale Sicherheit gefährdet hätten. Die ‌häufigsten Gründe waren nach Angaben der Behörde Körperverletzung, Trunkenheit am Steuer, Diebstahl und Drogendelikte. Zu den weiteren angeführten Straftaten zählten unter anderem ‌Vergewaltigung, Entführung und der ‌Besitz von Missbrauchsdarstellungen von Kindern. Eine US-Botschaft in Nordafrika habe zudem mehr als 100 Visa von sogenannten Geburtstouristen annulliert. Diese reisen in die USA, ​damit ihre Kinder dort zur ⁠Welt kommen und automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten.Die Annullierungen sind Teil eines harten Kurses gegen Einwanderer, ​den Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr eingeleitet ⁠hat. Das Ministerium ‌hatte die Zahl der widerrufenen Visa im Januar noch mit mehr als 100.000 angegeben. Die Regierung hat in den vergangenen Monaten eine beispiellose ⁠Zahl von Migranten ⁠abgeschoben, darunter auch Inhaber gültiger Visa. Zudem gelten strengere Vorgaben bei ⁠der Vergabe, ​etwa durch ⁠eine verstärkte Überprüfung von Aktivitäten in ​den sozialen Medien. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dieses Vorgehen. Sie ‌sehen darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und eine gezielte Überwachung von ​Einwanderern.Uli PutzUS-Kampfflugzeuge fangen Flugzeuge nahe Trumps Golfplatz abZwei Flugzeuge sind in eine temporäre Flugverbotszone rund um US-Präsident Donald Trumps Golfplatz in Bedminster im Bundesstaat New Jersey eingedrungen. Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hätten die beiden Flugzeuge dort am Sonntag abgefangen und sie sicher aus dem gesperrten Luftraum eskortiert, teilte das zuständige Militärkommando (Norad) mit. Trump hielt sich am Wochenende in dem Golfclub in Bedminster auf. Der US-Sender Fox News und das Boulevardblatt „New York Post“ berichteten, dass die Flugzeuge in der Nähe des Golfplatzes abgefangen worden seien. Das US-Militär machte keine Angaben dazu, wie viele Kampfjets an dem Einsatz beteiligt waren. Offen blieb zunächst auch, welche Flugzeuge gegen die temporären Flugbeschränkungen verstoßen hatten. Trump verbringt gerade im Sommer oft Wochenenden auf seinem Golfplatz in Bedminster. Zum Schutz der US-Präsidenten werden an ihren Aufenthaltsorten häufig zeitlich befristete Sperrzonen für den Flugverkehr verhängt. Dabei kommt es gelegentlich auch zu Zwischenfällen, meist eher mit kleineren Flugzeugen. Das US-Militär ermahnte in seiner Mitteilung nochmals alle Piloten, vor jedem Flug alle relevanten Luftraumanweisungen zu überprüfen.Klaus BardenhagenICE-Mitarbeiter bis Ende August mit BodycamsDie amerikanische Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs ​Enforcement) will bis Ende August alle Mitarbeiter im Außendienst ⁠mit Körperkameras ausstatten. Dies geschähe früher als ursprünglich geplant, teilte der amtierende ICE-Direktor David Venturella am ‌Samstag mit. Die Richtlinien der Behörden erlaubten eine beschleunigte Veröffentlichung von Aufnahmen nach schweren Verletzungen oder dem ‌Tod einer ‌Person in Gewahrsam. ICE könne jedoch Aufnahmen zurückhalten, wenn diese Ermittlungen gefährden oder die Privatsphäre verletzen könnten.Tödliche Schüsse bei ​Verkehrskontrollen in Maine ⁠und Texas im vergangenen Monat hatten Proteste ausgelöst und Fragen aufgeworfen, warum die ​ICE-Beamten keine Bodycams trugen. Die damalige Chefin des ⁠Heimatschutzministeriums, Kristi Noem, ‌hatte bereits nach der Tötung von zwei US-Bürgern bei einer Razzia in Minnesota angekündigt, das Programm ⁠landesweit einzuführen, „sobald die ⁠Mittel verfügbar sind“. Der unter der Regierung ⁠von Präsident ​Donald Trump ⁠zuständige Grenzschutzbeauftragte Tom Homan hatte ​daraufhin erklärt, dass ICE-Beamte Fahrzeugkontrollen mit ‌mindestens einer Körperkamera aufzeichnen müssen.Irem YildirimKrebserkrankung von Ex-US-Präsident Biden weitet sich aus Die Prostatakrebserkrankung des früheren US-Präsidenten Joe Biden ​hat sich nach Angaben seines Sohnes Hunter weiter ausgebreitet und ⁠verursacht starke Schmerzen. „Der Krebs hat sich ausgebreitet, in seine Knochen und darüber hinaus metastasiert“, sagte Hunter Biden in einem ‌am Freitag veröffentlichten Interview des britischen Senders BBC. „Es ist sehr schmerzhaft und in vielerlei Hinsicht sehr kräftezehrend.“ Ein Sprecher des ‌83-jährigen Ex-Präsidenten lehnte ‌am Samstag eine Stellungnahme zu dem Interview ab.Der Demokrat Biden hatte im Mai 2025 – knapp vier Monate nach seinem Auszug aus ​dem Weißen Haus – öffentlich ⁠gemacht, dass er an einer aggressiven Form von Prostatakrebs leide. Dieser habe auch die ​Knochen angegriffen. Im Oktober teilte ein Sprecher mit, dass sich der ⁠Ex-Präsident einer ‌Strahlen- und Hormontherapie unterziehe. US-Senat einigt sich auf Übergangshaushalt Republikanische und demokratische Senatoren haben sich überraschend früh auf einen Übergangshaushalt geeinigt. Mit einer großen Mehrheit von 90 zu 6 stimmten die Politiker für einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der die Weiterfinanzierung der US-Regierungsgeschäfte bis zum 11. Dezember vorsieht. Die Abstimmung erfolgte nach mehrstündigen Beratungen bis in die Nacht hinein - und damit kurz vor der Sommerpause.Nun muss noch die zweite US-Parlamentskammer, das Repräsentantenhaus, für den zeitweisen Etat stimmen, damit ein Shutdown abgewendet werden kann. Die Kongressabgeordneten kommen erst im September nach ihrer Sommerpause wieder zusammen. Die Republikaner des Repräsentantenhauses hatte einen eigenen Haushaltsentwurf ausgefertigt. Ob der Entwurf aus dem Senat im Repräsentantenhaus eine Mehrheit findet, war laut US-Medien zunächst unklar.Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen am 3. November will laut US-Medien keine der beiden großen Parteien riskieren, für einen etwaigen Stillstand der Regierungsgeschäfte verantwortlich gemacht zu werden. Sollte der Übergangshaushalt - auch Continuing Resolution genannt - verabschiedet werden, wäre die Finanzierung zumindest zeitweise gesichert. Einigen sich Republikaner und Demokraten nicht bis zum 30. September, kommt dagegen ein Teil der Regierungsgeschäfte mit dem Monatswechsel zum Erliegen.Der im Senat verabschiedete Gesetzesentwurf sieht laut US-Medien vor, Bundesbehörden bis zum 11. Dezember weitgehend auf dem bisherigen Niveau zu finanzieren. Er enthalte jedoch auch Ausnahmen. So setzten die Demokraten den Angaben zufolge etwa eine Klausel durch, die eine Weiterleitung von Mitteln an die Grenzschutzbehörde verhindere. Die Einigung auf den Übergangshaushalt im Senat mehr als einen Monat vor der Frist am 30. September wurde von US-Medien als ungewöhnlich früh gewertet. Im Kongress fanden solche Abstimmungen in jüngster Zeit erst in letzter Minute statt. Gegen den Entwurf gestimmt hatten unter anderem die Senatoren Bernie Sanders aus Vermont und Elizabeth Warren aus Massachusetts. Todd Blanche als US-Justizminister bestätigt Der US-Senat hat den früheren persönlichen Anwalt von Präsident Donald ​Trump, Todd Blanche, als neuen Justizminister bestätigt. Er wurde am Samstag mit einer knappen Mehrheit ⁠von 50 zu 49 Stimmen bestätigt. Damit endet ein wochenlanger Streit. Auch innerhalb von Trumps Republikanischer Partei wurden Bedenken hinsichtlich von Blanches Unabhängigkeit geäußert. Die republikanischen Senatorinnen Susan Collins und Lisa ‌Murkowski stimmten gegen ihn. Die entscheidende Stimme kam von Senator Bill Cassidy, der seine Zustimmung erst am Freitag zugesagt hatte.Die wochenlange Auseinandersetzung entzündete sich vor allem an Blanches ‌Rolle als ehemaliger persönlicher ‌Anwalt von Trump und an seiner Beteiligung an umstrittenen Vereinbarungen. Im Zentrum der Kritik standen ein von Trump eingerichteter Fonds in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar sowie eine damit verbundene Steuerimmunitäts-Vereinbarung. Kritiker bezeichneten den ​Fonds als eine Art „Schwarzgeldkasse“ für Trumps Verbündete. ⁠Die Vereinbarung wiederum schützte den Präsidenten, seine Söhne und deren Familienunternehmen vor Steuerprüfungen durch die US-Behörde IRS.Um die für seine ​Bestätigung notwendigen Stimmen zu sichern, hatte Blanche in den vergangenen Wochen schriftlich zugesagt, die Steuervereinbarung einzuschränken und die ⁠Zahlungen aus dem Fonds ‌zu beenden. Weitere Kritikpunkte waren sein Umgang mit der Veröffentlichung von Dokumenten im Fall Jeffrey Epstein.Blanche, der seit April als amtierender Justizminister fungierte, übernimmt nun dauerhaft die Leitung einer Behörde, die ⁠sich in Trumps ⁠zweiter Amtszeit stark verändert hat. Unter seiner bisherigen Führung hat das Justizministerium die Strafverfolgung von Trumps ⁠vermeintlichen Gegnern vorangetrieben. ​Zahlreiche erfahrene ⁠Staatsanwälte haben die Behörde verlassen. Zudem brach ​das Haus mit der langjährigen Tradition seiner politischen Unabhängigkeit von ‌der Regierung.Blanche selbst argumentiert, er habe dazu beigetragen, die Kriminalität auf ein Rekordtief zu senken ​und von der Vorgängerregierung unter Joe Biden ​begangenes Unrecht gegen Trump und dessen konservative Verbündete korrigiert. Lesen Sie hier ein Porträt Todd Blanches unserer Washington-Korrespondentin Sofia Dreisbach:Mathias PeerTrump will USA mit Milliardeninvestition zur „Mineralien-Supermacht“ machenUS-Präsident Donald Trump will die USA zu einer „Mineralien-Supermacht“ ​machen und hat dafür Investitionen von drei Milliarden Dollar in Projekte ⁠zu kritischen Rohstoffen und Batterien angekündigt. „Wir holen uns Amerikas rechtmäßigen Platz als globale Mineralien-Supermacht zurück“, sagte Trump bei einem Treffen mit Branchenvertretern im ‌Außenministerium in Washington. Mit den Investitionen sollen die heimische Produktion gesteigert, die nationale Sicherheit gestärkt und die Industriepolitik vorangetrieben werden. Zu den Vorhaben ‌gehört ein an Bedingungen geknüpftes ‌Darlehen des Verteidigungsministeriums über 1,4 Milliarden Dollar für den Hersteller von Batteriekomponenten Sila Nanotechnologies. Weitere Kredite gehen an Unternehmen wie Sunrise Energy Metals und Niron Magnetics.Mathias PeerTrump spricht nach Ballsaal-Urteil von „nationaler Schande“US-Präsident Donald Trump hat empört auf die Entscheidung eines Bundesberufungsgerichtes reagiert, wonach die Arbeiten an seinem umstrittenen Ballsaal-Projekt vorerst nicht weitergehen dürfen. Die Justizentscheidung sei eine „nationale Schande“, teilte er mit. Außerdem werde dadurch die nationale Sicherheit bedroht, setzte er offensichtlich mit Blick auf einen unterirdischen Militärbunker sowie weitere Sicherheitsvorkehrungen im geplanten Erweiterungsbau des Weißen Hauses hinzu. Zuvor hatte der Präsident bereits angekündigt, in Berufung zu gehen.Das Berufungsgericht des District of Columbia hatte zuvor die Ende März angeordnete Aussetzung der Bauarbeiten an dem von Trump geplanten Prunk-Ballsaal wegen der fehlenden Zustimmung des Kongresses bestätigt. Trump reagierte erzürnt: „Diese Entscheidung, die erst getroffen wurde, nachdem ein Großteil der Arbeiten bereits erledigt und bezahlt war, stellt eine Bedrohung der nationalen Sicherheit auf höchster Ebene dar“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zuvor hatte der Präsident das Urteil bereits als „entsetzlich, politisch motiviert und rechtswidrig“ zurückgewiesen. Er werde „umgehend“ vor den Obersten Gerichtshof ziehen.Hannah SturmUS-Medien: Trump zieht erneut Entlassung von Fed-Vorständin in ErwägungUngeachtet seiner Niederlage vor dem Obersten US-Gericht überlegt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge erneut, die US-Notenbank-Vorständin Lisa Cook zu feuern.Das Weiße Haus habe an die Gouverneurin der Federal Reserve (Fed) einen Brief geschickt, in dem ihre Entlassung „erwogen“ werde, berichteten der Sender ABC News und die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Laut ABC News hat Cook drei Wochen Zeit für eine Stellungnahme. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht. Die US-Notenbank lehnte eine Stellungnahme ab.Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Ende Juni einen Antrag der US-Regierung abgewiesen und damit Cook vorerst weiter im Amt gelassen. Das Gerichtsverfahren rund um ihre Personalie läuft in unterer Instanz weiter.Die Richterinnen und Richter stützten ihre Entscheidung darauf, dass Cook vor ihrer Entlassung keine ausreichende Gelegenheit hatte, auf die Vorwürfe zu reagieren. Die Mehrheit betonte zudem die über 200-jährige Tradition einer von politischer Einflussnahme unabhängigen US-Zentralbank. Diese Unabhängigkeit sei entscheidend für Vertrauen in Geldpolitik und Finanzstabilität.Hintergrund des Personalstreits sind Trumps Versuche, geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank zu beeinflussen. Er fordert vom sogenannten Zentralbankrat, der für die wichtigen Zinsentscheidungen zuständig ist, eine lockerere Geldpolitik. Niedrigere Zinsen würden die Wirtschaft zwar ankurbeln - allerdings auch die Inflation anheizen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software