Meta und TikTok haben es sich offenbar zum Ziel gesetzt, Onlineinhalte zu Grenzübertritten nach Spanien und der Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta schneller und besser zu moderieren. Ziel sei es, zu verhindern, dass kriminelle Netzwerke potenzielle Migranten mit Falschinformationen anlockten, was in der Vergangenheit zu tragischen Todesfällen geführt habe, deutete Henna Virkkunen auf der Plattform X an.
Die EU-Digitalkommissarin hatte den Betreibern von Onlinenetzwerken zuletzt indirekt eine Mitschuld an der Eskalation an der Grenze zwischen Ceuta und Marokko gegeben. Nun spricht sie auf X von einer verstärkten Zusammenarbeit mit Meta und TikTok.Ein Sprecher der EU-Kommission hob am Dienstag hervor, dass sich die Unternehmen verpflichtet hätten, Inhalte im Zusammenhang mit Schleusungen zu verbieten. Dabei warb er auch für den Einsatz von Faktencheckern mit Wissen über die lokalen Gegebenheiten. Faktenchecker könnten schädliche Desinformation melden, die sich beispielsweise auf eine mögliche neue massenhafte Grenzüberquerung bezieht, so der Sprecher.
Das sagen Meta und TikTokEin Sprecher von Meta teilte dem SPIEGEL auf Anfrage mit: »Wir haben ein Team, das die Lage in Ceuta in Echtzeit beobachtet und Inhalte entfernt, die gegen unsere Richtlinien verstoßen – darunter auch Inhalte, in denen Dienstleistungen aus dem Bereich des Menschenschmuggels angeboten, vermittelt oder gesucht werden.«In Situationen wie der Ceuta-Krise setzt Meta, das Plattformen wie Instagram und Facebook betreibt, auf ein Krisenrichtlinienprotokoll . Das Unternehmen hat auch spezielle Richtlinien zu Themen wie Ausbeutung von Menschen und Anstiftung zur Gewalt , die in den vergangenen Tagen unter anderem zur Löschung von Facebook-Gruppen und Instagram-Accounts führten. In Europa arbeitet der Konzern von Mark Zuckerberg auch mit externen Faktencheckern zusammen.











