Die französische Philosophin Simone Weil ist eine der Ersten: Schon wenige Wochen nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs, im August 1936, macht sie sich auf. Sie will der linksgerichteten Republik beistehen im Kampf gegen den Aufstand der Militärs unter Francisco Franco. Ein Foto zeigt die 27-Jährige, wie sie mit stillem Stolz und großer Brille in einem Overall der anarchistischen Miliz posiert, das Gewehr geschultert, bereit zum Einsatz. Sie erreicht die Front in Aragonien, wird aber umgehend in die Feldküche gesteckt. Dann tritt sie nachts in eine tiefe Pfanne mit siedendem Öl und erleidet schwere Verbrennungen. Damit ist ihr Einsatz nach knapp zehn Tagen beendet. Die Eltern spüren sie in Barcelona auf und begleiten ihre Tochter zurück nach Frankreich.
»Entscheidung in Spanien« von Paul Ingendaay: Mit Waffe, Stift und Fotoapparat gegen die Faschisten
Von Simone Weil bis George Orwell: Im Spanischen Bürgerkrieg griffen auch Schriftsteller zur Waffe. Paul Ingendaay erzählt ihre Geschichten in einem glänzenden Panorama.







