Je eine Million hat Infantino den US-amerikanischen Ausrichterstädten der WM versprochen. Während die nun darauf warten, ziehen ihre Kämmerer Bilanz.

Argentinische Fans während eines WM-Spiels in Kansas City. Wer hier das meiste Geld macht, scheint klar

DeFodi Images/imago

G ianni Infantino hat viel um die Ohren in diesen Tagen, er hat alle Hände voll damit zu tun, seine Präsidentschaft gegen Attacken von allen Seiten zu verteidigen. Da kann man ihm vielleicht nachsehen, dass er für Anfragen von US-Städten für ein paar läppische Millionen Dollar zurzeit keinen Kopf hat.

Die US-amerikanischen Ausrichterstädte des WM-Turniers haben jedoch nur wenig Geduld mit Infantino und der Fifa. Die Kämmerer von Seattle, San Francisco, Los Angeles, Dallas, Houston, Kansas City, Atlanta, Philadelphia, New York/New Jersey, Miami und Boston rechnen gerade ab, was die WM sie gekostet und was sie ihnen gebracht hat und wollen wissen, ob von der Fifa da noch etwas kommt. Infantino und mehrere Mitglieder des Fifa-Vorstandes sollen den Städten einen Zuschuss von je einer Million Dollar mündlich versprochen haben. Doch jetzt geht in Zürich niemand ans Telefon, wenn ein Anruf aus den USA kommt.