Beim 30. Balkonkino in Hellersdorf treffen DDR-Filmklassiker, Nostalgie und Nachbarschaft aufeinander. Am Ende tanzt der ganze Kiez.
Zuerst Filmgenuss, später dann Musik und Tanz: das Balkonkino in Hellersdorf
Stadt und Land/Iwo Hoffmann
„Gehen Sie einfach unter der U-Bahn durch, dann sind Sie schon da“, antwortet die Frau am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord auf meine Frage nach dem Cecilienplatz. Und dann fragt sie noch: „Sie wollen zum Balkonkino?“ Ja, genau da will ich hin, erwidere ich. „Da wünsche ich Ihnen viel Spaß. Dieses Jahr muss ich Hundesitten, da kann ich nicht, sonst lasse ich mir das nie entgehen.“
Es ist Freitag 16 Uhr und auf dem Balkonkino in Hellersdorf beginnt das Kinderprogramm. „Moritz in der Litfasssäule“ heißt der Defa-Film von 1983 mit viel Zirkusluft. Aber die Zuschauer sind größtenteils die Großeltern der Kinder, Menschen, die den Film noch aus der eigenen Kindheit kennen. Zwei syrische Mädchen haben sich an einem Stand die Gesichter als Schmetterling und Tiger schminken lassen. Deren Schwester läuft gerade die ersten Schritte auf Rollschuhen an Papas Hand.










