Bei der Drohnenabwehr gibt es viele Lücken und noch mehr Kompetenzgewirr. Auch die Debatte um mögliche Reformen wird zunehmend unübersichtlich.
Ein Polizist bei der Demonstration der Drohnenabwehr im Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum in Erding
Michael Bihlmayer/imago
Soldat*innen, Bundes- und Landespolizist*innen, private Sicherheitsunternehmen: Wer an welchen Orten Drohnen abwehren soll, ist so undurchschaubar geregelt, dass auch die Debatte über Reformen chaotische Züge annimmt. Seitdem letzte Woche in Leipzig eine Drohne mit Sprengstoff gefunden wurde, überschlagen sich Politiker*innen mit Forderungen.
Die Debatte bekam am Montag eine neue Brisanz, als bekannt wurde, dass die Drohne in Leipzig direkt in eines der ukrainischen Flugzeuge gesteuert war. Bislang hieß es, das unbemannte Fluggerät habe einen technischen Defekt erlitten, bevor es zum Angriff übergehen konnte. Tatsächlich war es aber wohl nur der nicht auslösende Zünder, der eine Katastrophe verhinderte. Der an dem Fluggerät befestigte Sprengstoff explodierte nicht und fiel nach dem Zusammenstoß wohl einfach zu Boden.













