Stephan Kraschansky sagt, dass er seit einigen Tagen viele Anrufe aus ganz Europa bekomme. Meistens seien dies Leute aus Sicherheitsbehörden, Experten, die sich von Kraschansky beraten lassen wollen. Der 35-Jährige ist ehemaliger Offizier und Experte für Drohnenabwehr beim Österreichischen Bundesheer, deswegen kennt er sich mit Drohnengefahren aus. Zum Beispiel eine mit dem Plastiksprengstoff Semtex geladene Drohne in Leipzig? Ist für ihn jetzt erst mal nicht ganz so überraschend. Kraschansky arbeitet für ein Hightech-Unternehmen aus Strickscheid in der Eifel, das seit einigen Jahren gefragt ist: Bei Aaronia geht es um elektronische Aufklärung, Drohnenerkennung und -abwehr mithilfe von Störsendern. Da gehören anfliegende Drohnen mit Sprengstoff dazu. Um es auf eine einfache Formel zu bringen: Das Geschäft von Kraschanskys Unternehmen ist umso erfolgreicher, je gefährlicher die Welt wird. Und je öfter Flughäfen von Drohnen heimgesucht werden, desto spannender werden die Telefonate in den Tagen danach.
Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen: Lage und Herausforderungen
Experten wie Stephan Kraschansky und Unternehmen wie Aaronia kämpfen gegen Drohnenangriffe an Flughäfen wie Leipzig und Frankfurt. Trotz steigender Gefahr sind viele Systeme noch unzureichend.












