Bis 10.15 Uhr lief alles nach Plan. Danach begann die Pannenserie, die nun von einer Expertenkommission ausgewertet werden soll und muss. Es ist Sonnabend, der 8. August. Auf der Strecke von Nürnberg nach Erfurt nahe Stadtilm kommt es zu einem Zwischenfall.
Im Sandbergtunnel kommt ein Intercity Express zum Stehen. Er hat Feuer gefangen. Der Lokführer setzt ein Notsignal ab. Doch der Notruf trifft nicht direkt bei der Leitstelle ein, er erreicht die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn, wie üblich in solchen Fällen. Dort passiert aber erst mal nichts. Erst nach 30 Minuten wird die Alarmierung weitergegeben. In der Folge schickt die Leitstelle eine einzige Feuerwehr zum Tunnel, in dem 100 Passagiere in dem Zug auf Rettung hoffen. 30 von ihnen sind schwer verletzt, drohen das Bewusstsein zu verlieren.
Die gute Nachricht: Es sind alles Komparsen, die Schmerzen sind gespielt, die Panik auch. Der Rauch kommt aus der Kartusche und die Verletzungen sind geschminkt. Das Szenario ist Teil einer Großübung. Initiiert hat sie der Ilmkreis, der für den Brandschutz zuständig ist, wie ein Sprecher des Innenministeriums betont. Man nutze dafür eine längere Sperrung wegen Brückenbauarbeiten auf der Schnelltrasse der Bahn. Der reguläre Zugverkehr wurde umgeleitet. Die Übung war dennoch kein Schnellschuss. Sie wurde zwei Jahre lang vorbereitet und die Rettungskräfte waren eingeweiht.










