Maersk und Hapag-Lloyd schicken Schiff durch den SuezkanalDie dänische Containerreederei Maersk und ihr Hamburger Partner Hapag-Lloyd setzen ihre schrittweise Rückkehr in das Rote Meer und den Suezkanal fort. Maersk teilte am Montag mit, ein weiterer Containerdienst des gemeinsamen „Gemini“-Netzwerks werde künftig wieder auf dieser Strecke fahren, statt wie zuletzt den langen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen. Die Entscheidung sei gemeinsam mit Hapag-Lloyd nach einer eingehenden Prüfung der Sicherheitslage im Roten Meer getroffen worden. Als erstes Schiff werde die „Berlin Maersk“ die Strecke westwärts befahren. Viele internationale Großreedereien haben das Seegebiet wegen der Sicherheitslage seit der Jahreswende 2023/2024 weitgehend gemieden. Bisher wurden praktisch alle Schiffe um die Südspitze Afrikas umgeleitet, weil Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen auf die Handelsschifffahrt befürchtet wurden und in Einzelfällen auch erfolgten. Die Milizen handelten während des im Oktober 2023 ausgebrochenen Gaza-Kriegs nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der Hamas, die wie sie selbst vom Iran unterstützt wird. Als sich die Lage etwas zu entspannen begann, nahm Hapag-Lloyd zusammen mit dem Partner Maersk Anfang Juli einen ersten Dienst über den wichtigen Seeweg wieder auf. Auch dabei werden Maersk-Schiffe eingesetzt.Iran plant Gebühren für Straße von HormusDer Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut iranischen Medien in Teheran sagte, erarbeite der Iran gemeinsam mit dem Oman „Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See“. Für die maritimen Dienstleistungen für Schiffe würden entsprechende Gebühren und Entgelte erhoben. Die geplante Erhebung von Durchfahrtsgebühren stößt bei internationalen Partnern auf scharfe Kritik.Friedensrat: Gaza-Fahrplan als Ausweg aus GewaltspiraleDer Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, sieht eine Umsetzung des Gaza-Fahrplans als einzigen Ausweg aus der Gewaltspirale in Nahost. „Israelis und die Menschen in Gaza haben ein gemeinsames starkes Interesse, aus dieser schrecklichen Gewaltspirale herauszukommen, die auf beiden Seiten so viele Leben gekostet und Zerstörung angerichtet hat“, sagte Mladenow im Gespräch mit dem israelischen TV-Sender N12. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag gesagt, Israel lehne den Fahrplan ab.Trump zu Iran-Diplomatie: „Es ist wie eine Schachpartie“Obwohl der Iran neue Bedingungen für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus stellt, gibt sich US-Präsident Donald Trump demonstrativ gelassen. „Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit“, sagte er dem Nachrichtenportal „Axios“. „Wir verhandeln nur halbherzig mit ihnen.“ Er verwies auf wirtschaftliche Probleme des Irans und eine enorme Inflation - und ergänzte mit Blick auf das Hin und Her bei den diplomatischen Bemühungen: „Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie.“„Axios“ zitierte zudem US-Beamte mit der Aussage, dass Trump vorerst auf Deeskalation setze. Vorige Woche hatte er die nach seinen Angaben bislang heftigste Welle von Angriffen auf den Iran abgesagt. US-Präsident Donald Trump. Getty ImagesÖlpreise steigen – Unsicherheit über Öffnung der Straße von HormusDie Ölpreise sind am Montag wegen der anhaltenden Unsicherheit über eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormus gestiegen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,09 Prozent auf 84,46 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl WTI um 0,78 Prozent auf 78,79 Dollar zulegte. Zwar stehe ein Abkommen mit Oman über neue Schifffahrtsrouten kurz vor dem Abschluss, teilte die Regierung in Teheran am Sonntag mit. Die wichtige Wasserstraße werde jedoch erst wieder freigegeben, wenn die USA weitere Bedingungen wie etwa Entschädigungszahlungen für Angriffe erfüllten. Für zusätzliche Verunsicherung am Markt sorgte ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf eine Raffinerie des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco am Sonntag. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise noch um mehr als sieben Prozent gefallen, da Anleger auf eine rasche Öffnung der Meerenge gehofft hatten, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweit geförderten Öls transportiert wurde.Vom Iran unterstützte Rebellen greifen erneut Hafenstadt im Jemen anDie vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben erneut die an der Westküste Jemens liegende Hafenstadt Mokka angegriffen. Die Armee teilte am späten Abend auf der Plattform X mit, die Huthi-Miliz habe ballistische Raketen und Drohnen auf ein Wohnviertel der von der Regierung kontrollierten Stadt geschossen. Die Luftabwehr habe einige Drohnen abgefangen. Bei dem Angriff sind nach Militärangaben sieben Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Unter den Toten seien vier Angehörige der Streitkräfte und drei Zivilisten, teilt Jemens Militär mit. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte auf der Plattform Telegram, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen und Waffenlagern in der Stadt gegolten. Mokka liegt nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer bildet. Syrien übernimmt Kontrolle über zwei wichtige russische StützpunkteRussische Streitkräfte in Syrien werden die Kontrolle über zwei strategisch wichtige Stützpunkte an der Mittelmeerküste abgeben. Diese sollen im Rahmen eines neuen Abkommens künftig als gemeinsame russisch-syrische Ausbildungszentren genutzt werden. Das teilte das syrische Außenministerium am Sonntag mit.Nach dem neuen Abkommen übernimmt Syrien die Kontrolle über den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und den kommerziellen Bereich des Hafens von Tartus. Die militärischen Einrichtungen an beiden Standorten sollen zu „gemeinsamen Ausbildungszentren“ werden. Die neuen Vereinbarungen bedeuteten eine „Neuordnung der russischen Präsenz“ entlang der syrischen Küste, erklärte das Ministerium.Iran tauscht obersten Sicherheitsberater ausDer ehemalige Kommandeur der mächtigen iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohsen Resai, ist neuer Vorsitzender des iranischen Nationalen Sicherheitsrates. Der oberste Führer Modschtaba Chamenei habe ihn ernannt und gab das über X selbst bekannt.Mit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren durch amerikanisch-israelische Luftangriffe viele zentrale Personen der iranischen Führung getötet worden. Dass nun der bisherige Vorsitzende des Sicherheitsrates, der eher unbekannte Brigadegeneral Mohammed Bagher Solghadr, durch Resai ersetzt wird, könnte auf eine weitere Festigung des Einflusses der IRGC auf die Regierung hindeuten.Generalmajor Resai gilt als eine der dienstältesten Figuren des iranischen Machtapparats: Bereits zu Zeiten des Schahs war er Teil einer Organisation, die mitunter gewaltsam den Boden für die islamische Revolution 1979 bereitete. Als 27-Jähriger wurde er während des Iran-Irak-Kriegs Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. In den vergangenen Jahren widmete er sich der Politik. Er gilt als einflussreiche Figur in Sicherheitskreisen. Die argentinische Staatsanwaltschaft benannte Resai als einen der Hintermänner eines schweren Bombenanschlags auf eine jüdische Gemeinde in Buenos Aires 1994. Huthi-Rebellen melden Angriffe in Saudi-Arabien und im JemenDie islamistischen Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben eine Raffinerie des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco im Südwesten Saudi-Arabiens in der Region Dschasan attackiert. Ein Militärsprecher der Huthi erklärte, der Drohnenangriff auf die Anlage sei ein „präziser Treffer“ gewesen. Die Miliz begründete den Angriff mit einer angeblichen Verletzung des Luftraums im Jemen durch saudische Drohnen. Das saudische Energieministerium bestätigte, dass an einer Aramco-Anlage in Dschasan ein Feuer ausgebrochen sei. Die Huthi-Rebellen teilten auch mit, im Westen des Jemen eine großangelegte Militäroperation gestartet zu haben. Dabei seien zahlreiche Raketen und Drohnen gegen Truppenansammlungen und Waffenlager in der von der Regierung kontrollierten Region Mocha eingesetzt worden. Waffen und Ausrüstung seien zerstört und Dutzende Menschen verletzt oder getötet worden, darunter auch saudische Staatsbürger. Ein Mitarbeiter des jemenitischen Informationsministeriums bestätigte den Angriff und sagte der Nachrichtenagentur dpa, an Hafenanlagen seien Sachschäden entstanden.Netanjahu: Israel lehnt Gaza-Fahrplan abIsrael weist den Fahrplan des Gaza-Friedensrats für eine Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas und einen Abzug Israels aus dem Gazastreifen zurück. „Israel lehnt das 15-Punkte-Dokument ab“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer Kabinettssitzung in Jerusalem. „Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist“, sagte Netanjahu ferner. Dabei beziehe er sich ausdrücklich auf alle Waffen, nicht nur schwere. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der Friedensrat hatte allerdings vor knapp einer Woche bereits mitgeteilt, man erwarte von Israel erst nach einer Entwaffnung der Hamas einen kompletten Abzug aus dem Küstenstreifen. Huthi-Rebellen bekennen sich zu Angriff auf saudische ÖlraffinerieDie vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben sich zu einem Drohnenangriff auf eine wichtige Ölraffinerie des saudischen Staatskonzerns Aramco bekannt. Deren Militärsprecher Jahja Sari schrieb am Sonntag auf der Plattform X, die Anlage in Jazan sei mit einer Drohne angegriffen worden. Das saudische Energieministerium teilte mit, in der Raffinerie sei ein Feuer ausgebrochen, das später gelöscht worden sei. Zur Brandursache machte es keine Angaben. Verletzte habe es nicht gegeben.Saudi-Arabiens Militärsprecher Jahja Sari AP Photo/Osamah Abdulrahman, FileIran: USA behindern Lebensmittelimporte - US-Militär widersprichtDie Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs sind im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen. Dies sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian auf einer Pressekonferenz. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich. Ausnahmen von der US-Blockade für humanitäre Hilfe erwähnte er nicht. Das US-Zentralkommando hatte kurz zuvor mitgeteilt, seit Beginn der aktuellen Blockade hätten die US-Streitkräfte mehr als 30 Schiffe mit Hilfsgütern für den Iran passieren lassen. 53 Schiffe seien abgewiesen, zwei außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden.Vance über US-Ziel: Öl- und Gastransport wie vor KriegZiel der USA ist es laut Vizepräsident JD Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Vorkriegsniveau herzustellen. Das sagte der Republikaner dem US-Sender Fox News auf die Frage, was bei einem hypothetischen Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass die Iraner das zugesagt hätten und auch die Golfstaaten das wollten. Gleichzeitig sagte er auch, dass die USA darauf nicht vertrauten. In den vergangenen Wochen hätten die Iraner und die Golfstaaten, insbesondere der Oman, darüber gesprochen, wie man einen sicheren Schiffsverkehr gewährleisten könne. Das Problem ist laut Vance vor allem, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daher daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen. Oman: Gespräche zur Straße von Hormus verlaufen konstruktivDie Verhandlungen über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus dauern nach Angaben des Omans an. In einer knappen Mitteilung berichtete das Außenministerium von einer „positiven und konstruktiven Atmosphäre“ bei den Gesprächen. Der Oman warnte zudem vor Schritten, die die Gespräche oder die bisherigen Fortschritte gefährden könnten. Details nannte das Außenministerium des Sultanats nicht. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen. Aus iranischer Sicht würde eine Einigung mit dem Oman nicht direkt auch eine Öffnung der Meerenge mit sich bringen. Das hatte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim zuvor mitgeteilt. Vielmehr müssten die USA auf iranische Forderungen eingehen. Er forderte die USA auf, sich aus den Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman heraushalten. Behörde: Schiff in Straße von Hormus beschossenEin weiteres Schiff ist in der Straße von Hormus nach Behördenangaben angegriffen worden. Vor der Küste Omans sei das Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Feuer an Bord ausgebrochen, das gelöscht worden sei. Schiff und Besatzung seien in Sicherheit. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 33 Kilometer östlich des omanischen Ortes Al Khasab.Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA abEine Einigung mit dem Oman über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bringt aus iranischer Sicht nicht direkt auch eine Öffnung der Meerenge mit sich. Vielmehr müssten die USA auf iranische Forderungen eingehen, sagte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim. Er erklärte, die USA sollten sich aus Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman heraushalten. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen. US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit gesagt, an den Verhandlungen beteiligt zu sein. Sollte aus den Gesprächen ein Mechanismus hervorgehen, mit dem der Iran maßgeblich die Schifffahrt in der Meerenge kontrollieren kann, wäre dies nach monatelangen US-Angriffen ein strategischer Sieg für Teheran.Iran: Stehen kurz vor Einigung mit Oman über Hormus-RouteDer Iran und der Oman stehen nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghdschi vor einer Einigung über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus. Derzeit werde über eine alternative Route verhandelt, sagte Araghdschi am Samstag. Einer Einigung sei man „sehr nahe“. Technische und rechtliche Fragen müssten noch für eine dauerhafte Lösung geklärt werden. Als Bedingung nannte der Minister eine Entschädigung für die aus Sicht Teherans erfolgten US-Verstöße gegen die Absichtserklärung von Islamabad, mit der der Nahost-Konflikt entschärft werden sollte.Ölgesellschaft: Raketenangriff auf Tanker in Straße von HormusIn der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden. Verletzt wurde dabei jedoch niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es.Der Angriff erfolgte, während der Iran die Wiedereröffnung der Seestraße von der Erfüllung eigener Bedingungen abhängig macht. Die Revolutionsgarden erklärten, eine Freigabe der Meerenge hänge von der Zustimmung der USA zu iranischen Forderungen ab. „Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterliegt den spezifischen Mechanismen und Bedingungen der Islamischen Republik Iran“, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Sprecher der Garden, Hussein Mohebbi. „Sie steht nicht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman.“Die iranische Erklärung ist eine Reaktion auf Äußerungen eines US-Regierungsvertreters vom Freitag. Dieser hatte von Fortschritten bei Gesprächen zwischen dem Iran und Oman berichtet, die bald zu einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen könnten. US-Generalstabschef Caine sucht offenbar Ausweg aus Trumps Iran-KriegInnerhalb des US-Militärs wachsen offenbar die Zweifel daran, ob sich der Krieg erfolgreich fortführen lässt. Das legt eine Recherche des US-Senders CNN nahe. Unter Berufung auf drei mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet CNN, Generalstabschef Dan Caine führe derzeit vertrauliche Gespräche über mögliche Wege aus dem Militäreinsatz. Caine gehe demnach davon aus, dass sich die Kriegsziele von US-Präsident Donald Trump allein mit Lufteinsätzen nicht erreichen ließen.In mehreren Gesprächen mit Kabinettsmitgliedern habe Caine demnach auch die Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Krieg angesprochen – unter anderem mit CIA-Direktor John Ratcliffe, Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance. Wie ein solcher Ausstieg konkret aussehen könnte, geht aus dem Bericht nicht hervor. Eine der von CNN befragten Personen bezeichnete die Gespräche mit Blick auf Caine als „seine Art, das Militär zu schützen“.UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-ArabienDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Raketenangriffe der vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und auf Handelsschiffe aus dem Königreich verurteilt. Die Attacken bedrohten die Sicherheit in der Region und die Freiheit des Schiffsverkehrs, hieß es in einer in der Nacht veröffentlichten Stellungnahme der Mitgliedsländer des mächtigsten UN-Gremiums. Die Huthi-Miliz wurde darin aufgefordert, von einer Eskalation abzusehen. Stattdessen sollten bestehende Dialogkanäle genutzt werden. Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa aufs Neue eskaliert. Jüngst griffen die Huthi auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln. In der Nacht zu Freitag attackierten die Islamisten auch Ziele direkt in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt. Bei weiteren Huthi-Angriffen in der jemenitischen Provinz Marib wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Zivilisten getötet. Der Konflikt droht auch eine Friedenslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran zu erschweren. Zum einen wird der regionale Konflikt auf einen weiteren Schauplatz erweitert. Zum anderen steigt der Druck auf die USA und Saudi-Arabien, die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe militärisch zu vergelten. Spannungen im Iran – Präsident rechtfertigt Gespräche mit den USADer iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. „Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?“, sagt er in einem am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagt Peseschkian weiter. Dabei verweist er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking: „Der größte Feind Amerikas ist China. Warum bekämpfen die beiden einander nicht?“ China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei und den Revolutionsgarden – die diplomatischen Bemühungen erschweren.Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen VerteidigungsabkommenSaudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben ein Verteidigungsabkommen geschlossen. Die Vereinbarung sei bei einem Treffen des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und des pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif in Mekka unterzeichnet worden, teilte das pakistanische Außenministerium am Freitag mit.Nach Angaben des Ministeriums soll das Abkommen die gemeinsame Abschreckung gegen mögliche Angriffe stärken. Ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Staaten werde demnach als Angriff auf alle drei gewertet. Zudem sei eine engere Zusammenarbeit in allen Bereichen der Verteidigung vorgesehen.Das Abkommen bringt das ölreiche Saudi-Arabien, die Atommacht Pakistan und die Türkei mit ihrer großen Rüstungsindustrie und der zweitgrößten Armee der Nato zusammen. Türkische Medien berichteten, die Vereinbarung dürfte auch gemeinsame Militärübungen, Ausbildung, Technologietransfer und den Austausch von Geheimdienstinformationen umfassen. Berichte: Huthi starten weitere Angriffe im JemenDie Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen. Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, die Luftabwehr habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Opfer habe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen.Schiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangenDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen. Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im selben Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50. Am Donnerstag fuhren vier Schiffe durch die Straße von Hormus. Darunter befand sich der Großtanker „Nissos Kea“, der rund zwei Millionen Barrel im Irak geladenes Basrah-Rohöl transportierte. Bei den übrigen Schiffen handelt es sich um zwei Flüssiggas-Tanker und einen kleineren Massengutfrachter. Insgesamt verließen in dieser Woche Kpler zufolge nur sechs Rohöltanker die Straße von Hormus. 21 Schiffe fuhren ein, die meisten davon über die iranische Route. Vor dem Iran-Krieg, der mit den Angriffen der USA und Israels am 28. Februar begann, passierten üblicherweise 130 bis 140 Schiffe in dem Zeitraum die Meerenge, die der Iran im Zuge des Krieges blockiert.BDI: Iran-Krieg dämpft Wachstum weltweitDer Iran-Krieg belastet das Wachstum der Weltwirtschaft nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) erheblich. So rechnet der BDI beim globalen Wachstum mit einem Rückgang um knapp einen halben Prozentpunkt auf 3 Prozent. Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz hätten eine noch stärkere Dämpfung verhindert. Ohne den Krieg hätten die Belebung der Nachfrage und der KI-Boom die Weltwirtschaft demnach vermutlich Richtung 3,3 bis 3,4 Prozent Wachstum anziehen lassen (2025: 3,2 Prozent).Für Deutschland rechnet der Industrieverband nach einem guten zweiten Quartal mit einem realen Wachstum von 0,6 Prozent. Sollten der Konflikt und die Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus weiter andauern, sei global mit einem noch deutlicheren Wachstumsrückgang zu rechnen. Die weltweite Inflation wird sich nach Einschätzung des BDI um gut einen Punkt auf über 4,5 Prozent erhöhen.Dieser Liveblog ist zuerst beim „Handelsblatt“ erschienen.