Seine Forderung richte sich insbesondere an die IG Metall, weil sie die Zugeständnisse letztlich machen müsse. »Aber wenn man nun schon in Richtung 500.000 verlorener Industriearbeitsplätze unterwegs ist, dann sollte man nun wirklich alles tun, um die Blutung zu stoppen.« Eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich würde die Arbeitskosten relativ schnell senken, fügte Stihl hinzu.Die IG Metall hatte gegen den Vorstoß des Vorstands bei Mercedes-Benz bundesweit zu Protesten bei dem Autobauer aufgerufen. Die Tarifgespräche in der Metall- und Elektroindustrie starten im Herbst. »Die 35-Stunden-Woche wurde mit heftigen Geburtsschmerzen einmal vereinbart. Und wenn man das Ganze zurückdrehen will, wird der Verlustschmerz sehr groß.« Das sei schon ganz klar. »Deswegen glaube ich auch nicht, dass man hier eine einfache Tarifrunde sehen wird.«
Stihl setzt auf pragmatische Lösungen bei dem Thema. »Je näher die Vertreter der IG Metall tatsächlich an der arbeitenden Bevölkerung sind, desto eher verstehen sie die Dinge.« Er habe Bedenken gegenüber der Zentrale in Frankfurt am Main. »Dort scheinen die Positionen sehr eingefahren und stark von ideologischen Überzeugungen geprägt zu sein.«










