Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt treten gleich mehrere BSW-Kreisvorsitzende aus der Wagenknecht-Partei aus. Der Vorwurf an die Landesspitze: zu große AfD-Nähe.

Wächterin über reine Parteilehre: BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht auf einer Kundgebung in Magdeburg

Peter Gercke/dpa

Dem BSW in Sachsen-Anhalt gehen vier Wochen vor der Landtagswahl gleich drei Kreisvorsitzende von der Fahne. „Wir verlassen das Bündnis Sahra Wagenknecht, weil wir unseren politischen Überzeugungen treu bleiben wollen“, heißt es in einem Austrittsschreiben, das die Che­f:in­nen der BSW-Verbände Halle-Saalekreis, Burgenlandkreis und Mansfeld-Südharz gemeinsam mit 18 weiteren Mitgliedern unterzeichnet haben. Zuerst hatte die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung berichtet.

In ihrem Schreiben werfen die nun gewesenen BSW­le­r:in­nen der Spitze des Landesverbands der Wagenknecht-Partei einen autoritären Führungsstil vor, der zu Intransparenz, Postengeschacher „sowie einer Kultur des Misstrauens und der Überwachung“ geführt habe.