PfadnavigationHomePolitikDeutschlandSachsen-Anhalt„Kultur des Misstrauens“ und Wut über Annäherung zu AfD – Austrittswelle beim BSWStand: 03:15 UhrLesedauer: 2 MinutenBSW-Landeschef John Lucas Dittrich (Archivfoto vom Dezember 2024)Quelle: Matthias Bein/dpaDie 21 scheidenden Mitglieder werfen der Parteispitze einen autoritären Führungsstil, Intransparenz und Postengeschacher vor. Zudem habe sich die Partei bei Sprache und Themenwahl zunehmend an der AfD orientiert. BSW-Chef Dittrich findet: „Es ist gut, dass nun Klarheit herrscht.“Das BSW in Sachsen-Anhalt verliert 21 Mitglieder, darunter etliche mit früheren oder aktuellen Führungsfunktionen. Das berichtet die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“. In einem gemeinsamen Austrittsschreiben werfen die Unzufriedenen der Parteispitze einen autoritären Führungsstil sowie die Annäherung an die rechtsextreme AfD vor. „Wir verlassen deshalb das Bündnis Sahra Wagenknecht, weil wir unseren politischen Überzeugungen treu bleiben wollen“, heißt es.Zu den Ausgetretenen zählt Ex-Landesvize Sylvia Winkelmann-Witkowsky, die bislang noch als eine von zwei Vorsitzenden des Kreisverbands Halle-Saalekreis fungierte. Auch die Kreisvorsitzenden im Burgenlandkreis und in Mansfeld-Südharz, Katja Wendland und Harald Koch, geben ihre Parteibücher ab.Lesen Sie auchSie werfen der Parteispitze einen autoritären Führungsstil vor, der zu Intransparenz, Postengeschacher „sowie einer Kultur des Misstrauens und der Überwachung“ geführt habe. Gerügt wird zudem eine Annäherung an die AfD. „Auch im laufenden Landtagswahlkampf nehmen wir wahr, dass sich das BSW in Sprache und Themenwahl zunehmend an Positionen der AfD orientiert“, heißt es wörtlich. Die AfD kommt laut aktuellen Umfragen in Sachsen-Anhalt auf 41 Prozent und behauptet damit ihren deutlichen Vorsprung auf die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Dagegen würde das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.BSW-Landeschef will keine „Brandmauerpolitik“BSW-Landeschef John Lucas Dittrich sagte auf MZ-Nachfrage, bislang lägen die Austrittserklärungen nicht vor. Aber: „Es ist gut, dass nun Klarheit herrscht.“ Lesen Sie auchZu den Unterzeichnern der Erklärung bestünden „unüberbrückbare inhaltliche Differenzen“. Ihr wahres Ziel sei es, in Sachsen-Anhalt die CDU im Amt zu halten. „Wir treten für einen politischen Wechsel in Sachsen-Anhalt ein und gegen die Brandmauerpolitik der anderen Parteien“, sagte Dittrich.saha