PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAfD in Sachsen-Anhalt„Worte einer Partei, die vor Kraft kaum laufen kann“ – BSW legt bei Warnung vor „Staatsstreich“ nachStand: 10:13 UhrLesedauer: 3 MinutenClaudia Wittig (r.) und Thomas Schulze sind die Spitzenkandidaten des BSW für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt Quelle: picture alliance/dpa/Jan WoitasDer BSW-Landesverband Sachsen-Anhalt kritisiert die Warnungen diverser Politiker vor einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD in den Bundesländern. Die Aussagen dienten dazu, „das eigene Versagen zu kaschieren“.Eine „überzogene Rhetorik“ hatte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht jüngst Union und SPD angesichts der massiven Warnungen vor einer AfD-Landesregierung vorgeworfen. Diese hatten mit Blick auf Sachsen-Anhalt (aktuell steht die AfD in Umfragen bei 41 Prozent) bereits vor einem „Staatsstreich“ gewarnt, nachdem die AfD die Neubesetzung von 200 Landesbeamten-Stellen angekündigt hatte. WELT berichtete. Nun meldet sich auch der BSW-Landesverband Sachsen-Anhalt zu Wort und schlägt in dieselbe Kerbe. Die Aussagen von Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) seien „verantwortungslos und geschichtsvergessen“, sagte die BSW-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, Claudia Wittig, der „Berliner Zeitung“. Lesen Sie auch„Die Ankündigung der AfD, bei einer möglichen Regierung in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl 200 Beamte auszutauschen, sind die Worte einer Partei, die vor Kraft kaum laufen kann“, ordnete Wittig die Aussagen ein. Dass die AfD bundesweit überhaupt so stark geworden sei, bezeichnete sie als „das Ergebnis falscher Politik von CDU, SPD und den anderen Parteien im Land“. Die sogenannte „Brandmauer“ sei gescheitert, so ihr Fazit. Sowohl Maiers Warnung als auch die Äußerungen von CSU-Chef Markus Söder über einen möglichen „Weimarer Weg“ seien zudem „verantwortungslos und geschichtsvergessen“ und dienten den Parteien nur dazu, „das eigene Versagen zu kaschieren“.Lesen Sie auchFast wortgleich hatte auch Wagenknecht gegenüber WELT so argumentiert. „Staatsstreich? Weimar? Merken die noch nicht mal, dass diese völlig überzogene Rhetorik, mit der allzu erkennbar vom eigenen Versagen bei der Vertretung der Interessen der Bürger abgelenkt werden soll, die AfD eher noch stärker macht?“, hatte Wagenknecht am Wochenende gesagt. Innenministerkonferenz im Juni will die AfD zum Thema machenAngesichts der starken Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt hatten zuletzt mehrere Innenminister Vorkehrungen für den Fall einer Regierungsbeteiligung der Partei angemahnt. Bei der Innenministerkonferenz Mitte Juni in Hamburg müsse dringend darüber beraten werden, „welche Risiken eine mögliche Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland hat und wie wir dem entgegenwirken können“, hatte etwa der Innenminister Georg Maier (SPD) dem „Handelsblatt“ gesagt.Lesen Sie auchAuch der brandenburgische Innenminister Jan Redmann (CDU) sieht demnach erhebliche Risiken. „Wenn eine in Teilen rechtsextreme Partei Zugang hat zu sicherheitsrelevanten Informationen, dann gefährdet das unser aller Sicherheit“, sagte er. Das sei kein theoretisches Risiko, sondern eine konkrete Gefahr. Deutschlands Sicherheitsmodell basiere auf Vertrauen. Partner aus Bund, Ländern und auf internationaler Ebene teilten dieselben Werte. „Wer diese Werte infrage stellt, vernichtet Vertrauen“, warnte Redmann.Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach sich laut „Handelsblatt“ ebenfalls für entsprechende Vorkehrungen aus. Auch die Abläufe in der Innenministerkonferenz müssten dann angepasst werden. Gewählt wird in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026. Aktuell führt Sven Schulze (CDU) die Koalition aus CDU, SPD und FDP an. Er ist der Nachfolger des Anfang 2026 zurückgetretenen, langjährigen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU).krott mit dpa
AfD in Sachsen-Anhalt: „Worte einer Partei, die vor Kraft kaum laufen kann“ – BSW legt bei Warnung vor „Staatsstreich“ nach - WELT
Der BSW-Landesverband Sachsen-Anhalt kritisiert die Warnungen diverser Politiker vor einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD in den Bundesländern. Die Aussagen dienten dazu, „das eigene Versagen zu kaschieren“.











