Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) findet, dass die Erneuerbaren Energien „erwachsen“ geworden sind – und Solaranlagen auf Hausdächern keine staatliche Förderung mehr brauchen. Deshalb hat sie ein erneuertes Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgelegt. Es sieht auch vor, dass die Einspeisevergütung für Strom aus neuen Solaranlagen ab Anfang Januar 2027 im Prinzip wegfällt – im Prinzip, weil es Übergangslösungen geben soll.Höchstens 36 Monate lang soll es noch höchstens 5,2 Cent für die Kilowattstunde geben. Grundsätzlich aber gilt: Wer sich nach dem 31. Dezember 2026 eine Solaranlage aufs Dach packt und Strom ins Netz einspeisen will, soll dann nicht mehr, wie derzeit noch, 20 Jahre lang eine garantierte Vergütung für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde bekommen, derzeit bei Teileinspeisung 7,7 Cent bei einer 10-Kilowatt-Anlage.Der Strom soll künftig entweder komplett selbst verbraucht oder direkt vermarktet werden. Bei der Direktvermarktung beauftragt der Anlagenbesitzer einen Zwischenhändler, seinen Strom an der Börse zu verkaufen. Das Bundeskabinett hat den Vorschlag vor ein paar Tagen abgenickt. Im September sollen die Pläne im Bundestag zur Abstimmung kommen.