Weniger Chihuahuas, am Zürichberg leben Labradore, und am häufigsten heissen Hunde in Zürich Luna oder Leo5 Fakten zu Hunden in der Stadt – einer davon widerspricht einem weitverbreiteten Mythos.09.08.2026, 05.00 Uhr3 LeseminutenDie Bevölkerung wächst in Zürich, die Hundepopulation aber auch.Karin Hofer / NZZHunde beschäftigen Zürich in letzter Zeit häufig: Erst sorgte das Rottweiler-Verbot für zu Berge stehende Haare, dann stellte die Stadt fest, dass es zwar immer mehr Hunde gibt, aber immer weniger Kinder; und zuletzt führte die Stadt auf der Allmend eine Hundeverbotszone ein. Da platzte den Haltern der Kragen, und es gab einen (kleinen) «Waufstand», wie auf den Demonstrationsschildern der Hundehalter zu lesen war.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Doch wer sind eigentlich die Vierbeiner, die die Stadt so beschäftigen? Das hat die Statistikabteilung der Stadt nun ausgewertet – und sät dabei sogar Zweifel an der These, dass Hunde heute Kinder ersetzen. Fünf Erkenntnisse.1. Hunde heissen immer noch Nala und SimbaEs gibt in Zürich eine Statistik über Baby-Namen (Liam und Sofia führen diese an); aber es gibt auch eine zu Hundenamen. Und diese beweist, wenn auch indirekt, den Einfluss populärer Kinderfilme. 32 Jahre nachdem «König der Löwen» in die Kinos gekommen ist, heissen Hündinnen noch immer am zweithäufigsten Nala, Hunde am fünfthäufigsten Simba, so wie die beiden Hauptfiguren im Film. Auch Balu, wie der Bär aus «Dschungelbuch», und Snoopy aus dem Comic «Snoopy und die Peanuts» sind in der Liste vertreten. Den Thron haben die Disney-Namen aber bereits verloren: Am häufigsten heissen Hündinnen und Hunde entweder Luna oder Leo. Wobei der Löwe ja bei Letzterem auch nicht weit ist. Übrigens: Der beliebteste Name für Rüden ist gleichzeitig der vierthäufigste Name für (Menschen-)Knaben, nämlich Leo.2. In Oerlikon leben die meisten ChihuahuasDie Statistik zeigt, dass die Zürcher Stadtkreise ganz unterschiedliche Hunde-Vorlieben haben: In den hippen Kreisen 3 und 4 sind Chihuahuas beliebt, am Zürichberg leben am meisten Labrador Retriever. Auch gesamthaft leben in Zürich mittlerweile mehr Labrador Retriever als Chihuahuas. Ebenfalls beliebt, wenn auch etwas weniger: Kleinpudel, Malteser, Jack Russell Terrier und Golden Retriever.3. 44 Prozent mehr Hunde als vor zehn JahrenZürich ist gewachsen in den letzten Jahren und mit der Stadt die Hundepopulation. 2025 lebten in Zürich 10 091 Hunde in der Stadt, das sind fast 50 Prozent mehr als noch 11 Jahre zuvor. Damals wurde diese Zahl zum ersten Mal erhoben. Zum Vergleich: Die menschliche Bevölkerung ist in derselben Zeitspanne um lediglich 11 Prozent gestiegen.4. Die Kreise 7 und 8 haben die höchste Hunde-DichteAn manchen Orten sind Hunde beliebter als anderswo. Am Zürichberg und im Seefeld leben am meisten Hunde pro Einwohner, während in den Kreisen 3 und 4 mit 1,9 beziehungsweise 1,8 Hunden pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner am wenigsten Hunde leben.5. Die meisten Hunde leben bei FamilienHunde ersetzten Kinder, heisst es immer wieder. Häufig fällt diese These in Diskussionen über die historisch tiefen Geburtenraten in Europa. Doch schaut man die Zahlen an, sieht man: Zumindest für Zürich scheint das nicht zu stimmen. Zwar ist die grösste Gruppe der Hundehalter und Hundehalterinnen Anfang bis Mitte 30 – also etwa so alt wie junge Eltern. Aber was die Zahlen auch zeigen: Am häufigsten leben Hunde noch immer in Familien. Der Familienhund ist also immer noch verbreiteter als der Baby-Ersatz-Hund.Passend zum Artikel
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