Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesWildberries-Logistikzentrum in Jekaterinburg brennt nach AngriffLitauen: Russland erwägt mögliche Provokationen im BaltikumRussischer Raketenangriff zerstört Lager von Liqui Moly in KiewFast 16 000 Ausländer kämpfen auf ukrainischer SeiteToter bei Anschlag auf Chef russischer Drohnenfirma Russland: Drohnen-Vorfall in Leipzig ist "zusammengezimmerte Provokation", die der Ukraine nütztDie russische Botschaft in Berlin weist eine Verwicklung in den mutmaßlichen Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Es handele sich um eine "hastig zusammengezimmerte Provokation", die ausschließlich den Interessen der Ukraine und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse diene, teilte die Vertretung auf ihrer Website mit. Die Botschaft kritisierte eine "neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland" und beklagte unbelegte Anschuldigungen. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit wegen einer an dem Frachtflughafen entdeckten, mit Sprengstoff bestückten Drohne. Einige Politiker machen Russland für den Vorfall verantwortlich. Die Bundesregierung hält sich offiziell mit solchen Aussagen zurück und verweist auf laufende Ermittlungen. Lesen Sie auch dazu:Wildberries-Logistikzentrum in Jekaterinburg brennt nach AngriffDie Ukraine hat zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen das Logistikzentrum des Versandhändlers Wildberries in der Millionenstadt Jekaterinburg tief im russischen Hinterland ins Visier genommen. Jekaterinburg liegt ungefähr 1700 Kilometer Luftlinie von der Front in der Ostukraine entfernt. Aufgrund der Drohnenattacke sei ein Feuer ausgebrochen, teilte das Unternehmen mit.Drei Drohnen stürzten laut dem Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk, Denis Pasler, auf das Dach eines Logistikzentrums, das aus Sicherheitsgründen geräumt worden sei. Verletzte gebe es nicht.Der Brand konnte eingedämmt werden, so der Konzern. Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Die meisten Waren seien unbeschädigt geblieben. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die den Angriff und Rauchsäulen über einer Lagerhalle zeigen sollen.Seit Mitte Juli greift die Ukraine immer wieder Wildberries-Standorte an und begründet dies damit, dass Wildberries auch vom russischen Militär genutzt wird. Bereits Ende Juli wurde ein Logistikzentrum des Onlinehändlers in Jekaterinburg attackiert. Das Unternehmen gab danach an, dass es keine Schäden gegeben habe.Russland: Drei Schiffe mit Rüstungsgütern für die Ukraine getroffen Russland hat nach eigenen Angaben erneut Frachtschiffe mit Rüstungsgütern für das ukrainische Militär angegriffen. Drei Schiffe seien im Schwarzen Meer getroffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die russischen Streitkräfte greifen verstärkt Frachter an, die nach Darstellung Russlands militärische Güter in die Ukraine bringen. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Selenskij sieht Fortschritte bei eigenem RaketenabwehrsystemDie Ukraine kann kaum noch russische ballistische Raketenangriffe abwehren, weil ihr Munition fehlt. Deshalb will Kiew sein eigenes System bauen und macht nach den Worten von Präsident Wolodimir Selenskij deutliche Fortschritte bei der Entwicklung. „Wir können feststellen, dass auch unsere Waffenhersteller bereits das erforderliche Niveau erreicht haben“, teilte Selenskij nach einem Treffen mit Verteidigungs- und Sicherheitsexperten bei Telegram mit. „Wir gehen davon aus, dass die Ukraine im Zeitraum 2026-2027 die angestrebten Ergebnisse erzielen wird“, sagte er.Die Ukraine setzt auf ein eigenes Abwehrsystem mit dem Namen Freyja, weil sie den Angriffen durch russische ballistische Raketen beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Selenskij beklagt immer wieder, dass der Ukraine die wirksamen Patriot-Abwehrraketen fehlten. Er hat die Verbündeten wiederholt aufgefordert, eigene Bestände freizugeben. Parallel entwickelt das Land ein eigenes Abwehrsystem. Auch „Europa benötigt eine gemeinsame und wirklich groß angelegte Fähigkeit, um sich wirksam gegen jegliche ballistischen Bedrohungen verteidigen zu können“, betonte er. Selenskij hatte im Juli in Paris für die Schaffung eines neuen europäischen Flugabwehrsystems geworben. Freyja soll eine kostengünstige und leistungsfähige Alternative zum US-amerikanischen Patriot-System sein. Tote und Verletzte in der Ostukraine Durch russische Angriffe sind in den ukrainischen Gebieten Dnipropetrowsk und Charkiw mindestens sieben Menschen getötet worden. Mindestens zwei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad gegeben, teilte der Militärgouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, bei Telegram mit. Sieben Menschen seien dazu verletzt worden. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten und drei Verletzten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro.Bei einer Drohnenattacke auf den Bahnhof in der Stadt Losowa im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen nach Behördenangaben zwei Männer ums Leben. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. Nach Auskunft der ukrainischen Eisenbahn wurden bei dem Angriff das Bahnhofsgebäude, Oberleitungen und Waggons beschädigt. Acht weitere Verletzte gab es laut den Behörden zudem nach einem russischen Raketenschlag auf die Stadt Balaklija.Russische Schattenflotte: Gestopptes Schiff in Schweden geht an die UkraineEin in Schweden gestopptes Schiff, das zur russischen Schattenflotte gehören soll, kann laut der Nachrichtenagentur TT an die Ukraine übergeben werden. Die schwedischen Behörden hatten den Frachter Caffa bereits im März vor Trelleborg geentert. Laut Küstenwache steht er auf der ukrainischen Sanktionsliste. Den Angaben zufolge soll er Getreide transportiert haben, das aus der Ukraine gestohlen wurde.Das Amtsgericht Ystad hatte bereits im Juni entschieden, dass das Schiff an die Ukraine herausgegeben werden darf. Gegen das Urteil legte die Reederei Berufung ein, bekam jedoch auch in zweiter Instanz nicht recht. Daraufhin wollte sie vor den Obersten Gerichtshof ziehen. Dieser will sich laut TT jedoch nicht mit dem Fall befassen: Man habe die Unterlagen geprüft, jedoch keine Gründe gesehen, eine Revision zuzulassen, hieß es.Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schrieb bereits am Mittwoch bei X, er begrüße die Entscheidung des Obersten Gerichts: „Dieser wegweisende Beschluss schafft einen wichtigen Präzedenzfall. Er zeigt, dass entschlossenes Handeln von Strafverfolgungsbehörden und Staatsanwaltschaften in Verbindung mit einer unabhängigen und unparteiischen Justiz den Grundsatz der Rechenschaftspflicht in greifbare Ergebnisse umsetzen kann.“Nachdem die schwedische Küstenwache den Frachter im Frühjahr gestoppt und geentert hatte, lag er vor Trelleborg vor Anker. Die Besatzung hat Schweden inzwischen verlassen – darunter auch der Kapitän, der zwischenzeitlich wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung in Untersuchungshaft saß. Mehr zur russischen Schattenflotte lesen Sie hier:Russischer Raketenangriff zerstört Lager von Liqui Moly in KiewBei dem russischen Raketenangriff in der Nacht zum Mittwoch auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist auch ein Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly getroffen worden. Es sei bei dem Angriff und einem anschließenden Brand niemand verletzt worden, sagte Unternehmenssprecher Sina Ataei. Ein niedriger Millionenbetrag an Schaden sei entstanden. Das Team arbeite mit Hochdruck daran, die Lieferketten wiederherzustellen, schrieb die ukrainische Vertretung bereits am Mittwoch.Bei dem völlig zerstörten Objekt handelt es sich nach Auskunft von Liqui Moly um das Zentrallager eines Vertriebspartners in der Ukraine, in dem unter anderem Liqui-Moly-Produkte für den ukrainischen Markt gelagert wurden. „Also ja, es ist natürlich schon ein Angriff auch auf uns indirekt“, sagte Ataei. Man wolle dem Partner so schnell wie möglich wieder Lager zur Verfügung stellen, dies sei jedoch nicht so leicht. An Wiederaufbau werde im Moment nicht gedacht. „Gemeinsam arbeiten wir daran, die Auswirkungen des Vorfalls zu begrenzen und die Versorgung unserer Kunden weiterhin sicherzustellen“, sagte der Sprecher.Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Mittwoch von einem Massenangriff gesprochen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe. Getroffen wurden demnach Lagerhäuser in der Hauptstadt Kiew und am Stadtrand.Liqui Moly beschäftigt weltweit etwa 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Schmierstoff- und Additive-Hersteller mit Hauptsitz in Ulm ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und knackte 2024 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz.Auch ein Logistikzentrum des Sportartikelherstellers Puma wurde in der Nacht zum Mittwoch getroffen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte das, machte aber nicht öffentlich, wo genau der Standort des Lagers ist. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden. Puma arbeite daran, sein Sortiment für die Ukraine so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen.Fast 16 000 Ausländer kämpfen auf ukrainischer SeiteIn ihrem Verteidigungskampf gegen Russlands Angriffskrieg wird die Ukraine nach Behördenangaben von knapp 16 000 Ausländern aus 72 Staaten unterstützt. „Fast 40 Prozent davon sind aus den Ländern Lateinamerikas“, sagte die für Soldatenrechte zuständige Militärbeauftragte Olha Reschetylowa einer Meldung von Interfax-Ukraine zufolge.Insgesamt sind in der ukrainischen Armee nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij ungefähr 880 000 Soldaten.Im Juni dieses Jahres kündigte der kürzlich entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow eine Reform an, wonach der Anteil an ausländischen Söldnern in Sturmtruppen und Infanterie auf bis zu 50 Prozent steigen soll. Dafür will Kiew mit einem durchschnittlichen Sold von umgerechnet rund 5800 Euro weltweit neue Kämpfer rekrutieren.Die Ukraine gründete 2022 gleich nach Beginn der russischen Invasion eine sogenannte Internationale Legion und warb Ausländer für den Krieg an.Russland: Ölraffinerie in Jaroslawl steht in FlammenIn der russischen Region Jaroslawl brennt nach Angaben des zuständigen Gouverneurs Michail Jewrajew eine Ölraffinerie nach einem schweren ukrainischen Drohnenangriff. Die Rettungskräfte arbeiteten daran, den Brand zu löschen, teilte er auf Telegram mit. Herabfallende Drohnenteile hätten den Lagertank der Raffinerie getroffen.Zuvor hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij mitgeteilt, die Streitkräfte seines Landes hätten zwei russische Ölraffinerien tief im russischen Hinterland angegriffen und getroffen. Eine davon sei die Slawnet-Janos-Raffinerie in Jaroslawl. Bei der anderen handele es sich um die Baschneft-Nowoil-Raffinerie in der Republik Baschkortostan.Sieben Tote in der Ukraine bei russischen AngriffenIm Norden der ukrainischen Region Sumy sind bei russischen Angriffen drei Menschen getötet worden. In mehreren Siedlungen seien mindestens 19 Menschen verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit. In der gleichnamigen Stadt Sumy seien zudem zwölf Menschen verletzt worden, teilt die Polizei auf Telegram mit. Dort seien gelenkte Fliegerbomben eingesetzt worden. Die Region Sumy liegt im Norden der Ukraine. In der ostukrainischen Stadt Balaklija wurden den örtlichen Behörden zufolge bei einem russischen Angriff drei Menschen getötet. Durch den nächtlichen Angriff seien Brände ausgebrochen, teilen die Behörden auf Telegram mit. Rettungskräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu löschen und Trümmer zu beseitigen. Darüber hinaus wurden in Cherson im Süden des Landes der Regionalverwaltung zufolge bei einem Drohnenangriff auf einen Lieferwagen sechs Menschen verletzt. Auch bei einem russischen Angriff auf ein Schiff in der Schwarzmeerregion Odessa wurden nach ukrainischen Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und drei weitere verletzt. „Diesmal wurde ein unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrender Handelsfrachter getroffen, der mit ukrainischem Weizen beladen war“, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Der Rumpf des Schiffs sei beschädigt, die anderen Besatzungsmitglieder seien an Land gebracht worden. Selenskij: Habe bei Nato-Chef um weitere Luftabwehrraketen gebetenDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Möglichkeit gesprochen, weitere Luftabwehrraketen zu beschaffen. „Mark ist über die Bedrohungen gut informiert, und wir haben unsere Bemühungen in Bezug auf Länder koordiniert, die über die erforderlichen Raketen und die Fähigkeit zur Hilfe verfügen“, schrieb Selenskij auf X. Rutte erklärte auf X, er bespreche mit den Verbündeten, wie man der Ukraine weiterhin die Luftabwehrmittel beschaffen können, die sie dringend benötige. Zuvor waren nach ukrainischen Angaben bei schweren russischen Raketenangriffen auf Kiew und Umgebung mindestens 17 Menschen getötet und mehr als 40 Menschen verletzt worden. Selenskij zufolge habe der Mangel an Raketenabwehrsystemen erneut Menschenleben gekostet.Toter bei Anschlag auf Chef russischer Drohnenfirma In Russland ist auf den Generaldirektor des Drohnenunternehmens Uraldronzavod, Wladimir Tkatschuk, laut Behörden ein Mordanschlag verübt worden. Tkatschuk sei bei einer Autoexplosion schwer verletzt worden, aber in stabilem Zustand. Sein Fahrer sei getötet worden, teilte der Telegram-Kanal des Unternehmers mit. Das Auto sei in dem Ort Bolschoi Istok in der Nähe von Jekaterinburg in die Luft gegangen, berichteten russische Medien. Kremlnahe Telegram-Kanäle meldeten, dass der Sprengsatz unter dem Auto angebracht gewesen sein soll. Eine offizielle Mitteilung der Behörden gab es dazu nicht. Das in Jekaterinburg 2023 gegründete Werk hat sich auf die Serienproduktion von sogenannten Kamikaze-Drohnen spezialisiert. Die Flugobjekte mit dem Namen Upyr (auf Deutsch: Vampir) setzt Russland massenhaft in seinem Krieg gegen die Ukraine ein. Sie gelten als vergleichsweise günstig und dennoch schlagkräftig.Tkatschuks Telegram-Kanal warf der Ukraine vor, hinter dem Anschlag zu stecken und kündigte Rache an. Auf die Produktion der Drohnen hat der Anschlag demnach keine Auswirkung. Tkatschuks Unternehmen ist mit westlichen Sanktionen belegt. Persönliche Daten des Russen sind auch auf einer ukrainischen Seite für Feinde der Ukraine gelistet – mit der Information, dass sein Auto explodiert sei, er aber überlebt habe.In Russland gibt es immer wieder Sprengstoffanschläge gegen Kriegsunterstützer und ranghohe Militärs. Russland sieht die Ukraine hinter den von den Ermittlern so bezeichneten Terroranschlägen. Erst am Wochenende starben bei einer Bombenexplosion in einem Moskauer Restaurant mindestens fünf Menschen. Ukraine: Behörden ermitteln gegen Ex-Vizeregierungschefin Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna. Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodimir Selenskij begonnen. Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen. Die von Russland angegriffene Ukraine gilt Antikorruptionsexperten von Transparency International trotz jahrelanger Reformen als eines der korruptesten Länder Europas. Putin ernennt neue KommandeureRussland will in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagkräftiger werden – durch eine Bündelung der Logistiktruppen und anderer Einheiten im Unterstützungsbereich. Kremlchef Wladimir Putin gab die neue Struktur bei einem Treffen mit der Militärführung bekannt und ernannte Waleri Solodschuk zum Chef dieser rückwärtigen Dienste. Künftig sollten alle diese Dienste im Hinterland „in einer Hand“ liegen, sagte Putin nach Kremlangaben. Unter den aktuellen Bedingungen sei das eine „Kampfaufgabe“.Der Präsident erklärte auch, dass Russland seine Streitkräfte ausgehend von den Kriegserfahrungen und Erfordernissen an der Front neu strukturiere. Es handele sich um eine „Vervollkommnung der Strukturen des Verteidigungsministeriums“. Zuletzt hatte er auch die Sollstärke der russischen Streitkräfte um 25 000 auf 2,426 Millionen erhöht, darunter 1,535 Millionen Soldaten.Den Moskauer Truppen machen vor allem die ukrainischen Drohnenangriffe auf Ölraffinerien und Logistikzentren im russischen Hinterland zu schaffen, weil dies den Nachschub für die Front erheblich erschwert. Besonders auf der von Russland schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat sich die Lage verschärft.Solodschuk, der die Probleme im Hinterland beheben soll, führte bisher die Armee-Gruppe „Zentrum“, die nach Darstellung Putins bei der Invasion im Gebiet Donezk eine führende Rolle einnimmt. Neuer Befehlshaber wird dort Andrej Iwanajew, der die Region komplett unter russische Kontrolle bringen soll. Die ebenfalls im Donbass eingesetzte Gruppierung „Wostok“ (auf Deutsch: Osten) wird von Pjotr Bolgarjew geführt. Putin behauptete, dass die „Wostok“-Truppen energisch vorgingen und „mit solchem Tempo, dass dies nur die höchste Wertschätzung hervorruft“. Das Kommando der vergleichsweise neuen russischen Drohnenstreitkräfte übergab Putin an Denis Ljamin.Mehr ladenTickarooLive Blog Software