Der Bauch der roten Drohne ist weit geöffnet, bereit, das kleine Päckchen aufzunehmen, das ein autonom fahrender Roboter gerade aus einem Miniregal holt. Er steuert mit seiner schneeweißen Fracht zielgenau auf den Emqopter der gleichnamigen Würzburger Firma zu. Sekunden später hebt die gut 12,5 Kilogramm schwere Drohne zu einem weiteren Test über dem Kamenzer Flugplatzgelände ab.
Sie ist Teil des im Januar 2026 gestarteten Projektes Medical Air Transport Solutions. Die Drohnen sollen künftig eingesetzt werden, um innerhalb von Krankenhäusern Transporte zu übernehmen. Dabei geht es um Blutkonserven und Medikamente. Erste Gespräche mit potenziellen Anwendern gibt es schon, sagt Luftfahrtingenieur Timon Slowik und verweist auf die Kliniken in Cottbus, Bautzen, Görlitz und auch Kamenz.
Hier auf dem Flugfeld in Kamenz steht die zivile Nutzung der Drohnen im Mittelpunkt. Die Autonom Elektrisch Fliegen gGmbH, kurz AEF, hat sich ein großes Ziel gesetzt. Sie möchte die Logistik im Luftraum revolutionieren – emissionsfrei und nachhaltig. Das ist nicht im Alleingang möglich, sondern in Kooperation mit zahlreichen Partnern, die das Forschungs- und Flugerprobungszentrum für autonomes und elektrisches Fliegen auf dem Verkehrslandeplatz Kamenz nutzen.












