PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLeipziger FlughafenUS-Geheimdienste sehen Russland hinter Sprengstoff-DrohneStand: 09:35 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Kamikazedrohne vom Flughafen in Leipzig soll nach Berichten eindeutig aus russischer Produktion stammen. Der Ruf nach Drohnenabwehr wird immer lauter. Harald Likus von der Braunschweiger Zeitung analysiert die Hintergründe.Die am Leipziger Flughafen entdeckte Drohne stamme wohl aus Russland, berichten US-Medien unter Berufung auf Informationen der Geheimdienste. Innenminister Dobrindt will die Drohnenabwehr in Deutschland weiter ausbauen.Die US-Geheimdienste gehen laut Medienberichten davon aus, dass die am Flughafen Leipzig/Halle entdeckte Sprengstoff-Drohne aus Russland stammt. Das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf mit Geheimdienstberichten vertraute US-Beamte, dass die Drohne mit Sprengstoff wahrscheinlich der russischen Regierung gehöre. Der US-Sender CNN zitiert einen US-Verteidigungsbeamten in Europa mit der Aussage, die USA seien zum Schluss gekommen, dass die Drohne von einem russischen Geheimdienst sei.Am Dienstag war auf dem Flughafengelände eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte von einem „hybriden Anschlagsszenario“ gesprochen und „fremde Mächte“ als Urheber nicht ausgeschlossen. Der Vorfall löste eine breite Debatte über die Drohnenabwehr an kritischer Infrastruktur aus. Russland wies am Freitag jede Verantwortung für den Vorfall zurück.Dobrindt will Drohnenforschung ausbauenDobrindt erklärte der „Bild am Sonntag“, die Drohnenforschung in Deutschland ausbauen zu wollen. Er verwies dabei auf einen Testflughafen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt in Sachsen-Anhalt. Die Einrichtung soll am 18. August errichtet werden. „Gemeinsam mit dem DLR errichten wir mit dem neuen Technologiezentrum eine bundesweit einzigartige Einrichtung“, sagte der CSU-Politiker. Dort würden Technologien für die Drohnensicherheit erforscht, entwickelt und erprobt. „Das Wettrüsten der Drohnentechnologie erfordert eigene Forschungseinheiten, um Schritt halten zu können“, sagte Dobrindt.Angesichts wiederholter Drohnensichtungen über sicherheitskritischen Bereichen räumen Dobrindt und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Drohnenabwehr seit Längerem hohe Priorität ein. Dies ist wie jede Gefahrenabwehr im Inland primär Aufgabe der Polizei. Lesen Sie auchZur Koordinierung haben Bund und Länder ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) in Berlin eingerichtet und zudem die Drohnenabwehr durch mehrere Gesetzesänderungen geregelt. Bayern betreibt ein Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) nahe dem Münchner Flughafen, wo wiederholt Drohnen gesichtet wurden.Weiterer Drohnenvorfall in DeutschlandDie Bundeswehr bestätigte am Samstag einen weiteren Drohnenvorfall in Deutschland. Einem Sprecher zufolge meldete die Sicherheitszentrale des Bundeswehrstandortes Mechernich in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zum Freitag die Sichtung zweier Drohnen. Nach Informationen von WDR, NDR und SZ ist der Standort besonders wichtig, da sich hier in einer unterirdischen Anlage ein besonders geschütztes Materiallager befinde. Dort sollen auch Spezialisten der Bundeswehr tätig sein, die für Wartung und Instandsetzung des Flugabwehrsystems „Patriot“ zuständig sind.dpa/rtr/ll/luwi
Leipziger Flughafen: US-Geheimdienste sehen Russland hinter Sprengstoff-Drohne - WELT
Die am Leipziger Flughafen entdeckte Drohne stamme wohl aus Russland, berichten US-Medien unter Berufung auf Informationen der Geheimdienste. Innenminister Dobrindt will die Drohnenabwehr in Deutschland weiter ausbauen.














