An den Beginn seiner Autobiografie „Traumberuf Verleger“ (2011) stellte Klaus G. Saur eine knappe Chronik seiner Herkunftsfamilie. Darin gab es ein mit Goldstickerei verziertes Handtäschchen aus blauer Seide, das Friederike Brion gehört hatte, der Jugendliebe Johann Wolfgang Goethes und Tochter von Saurs Ururururgroßvater Johann Jacob Brion, dem Pfarrer in Sesenheim. Und es gab das kühl-nüchterne Porträt des eigenen Vaters Karl-Otto Saur. Darin ließ der Sohn keinen der Karriereschritte aus, die den Vater ins Zentrum der Rüstungsindustrie des NS-Staates und zum persönlichen Umgang mit Adolf Hitler geführt hatten. Karl-Otto Saur wurde bei Kriegsende von den Amerikanern verhaftet, aber schon 1948 entlassen.
Nachruf auf Klaus G. Saur: Traumberuf Verleger
Wissenschaftliche Publikationen waren seine Passion, sein bekanntester Verlag trug auch seinen Namen. Zum Tod des großen Buchmenschen und Netzwerkers Klaus G. Saur.








