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Zu allem Überfluss gibt es im Hotel Adlon am Brandenburger Tor den teuersten Döner der Republik. Mit ordentlich Trüffelcreme und frisch gehobelten Trüffelspänen, für gerade mal 37 Euro. Gemessen daran, hört sich der Kaufpreis für das irgendwie geschichtsfroh aussehende, aber gerade mal 30 Jahre alte Hotelgebäude fast schon bescheiden an. Für einen Mindestpreis von 280 Millionen Euro soll es zu haben sein, wurde jüngst vermeldet. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Eine Jacht wie die Eclipse von Roman Abramowitsch kostet schließlich auch 350 Millionen und hat noch nicht mal wohl gerundete Buchsbaumkugeln vor der Eingangstür, anders als das Adlon. Selbst ein halbwegs bekanntes Kunstwerk wie der Salvator Mundi, möglicherweise von Leonardo da Vinci gemalt, kostet deutlich mehr als »das erste Haus am Platze«, wie es in Berlin gerne heißt. Mag schon sein, dass manche Zeitgenossen ein wenig fremdeln mit der tief florigen Atmosphäre des Hotels, den Art-Déco-Statuetten, barockisierten Sesselchen und Messingtischen – dieser Neigung zur fein gewirkten Behaglichkeit. Der Verleger und Geschichtsfreund Wolf Jobst Siedler verstieg sich einst zu der Behauptung, derartiger Historismus sei nichts anderes als subaltern, eine Form von geistiger Selbstverzwergung. Doch auch das Subalterne, das sollte man nicht unterschätzen, hat seine komfortablen Seiten.