Der geplante Hotel-Adlon-Verkauf sorgt für Aufsehen: Das weltberühmte Luxushotel direkt am Brandenburger Tor soll für mindestens 280 Millionen Euro den Besitzer wechseln. Das Haus gehört dem Fundus-Fonds 31, der von der Jagdfeld-Gruppe gemanagt wird. Dessen mehr als 4000 Anlegerinnen und Anleger stimmen derzeit über den Verkauf ab. Zuerst berichtete die Immobilien-Zeitung, die Jagdfeld-Gruppe bestätigte die Pläne. Doch hinter der Prestige-Adresse steckt eine ernüchternde Bilanz: Der Fonds sitzt noch auf hohen Schulden, und viele Anleger haben bis heute nur einen Bruchteil ihres Geldes zurückerhalten. Was der Verkauf für Eigentümer und Gäste bedeutet – ein Überblick.

Warum die 4000 Anleger jetzt aussteigen wollen

Hinter dem Adlon stehen keine Großkonzerne, sondern vor allem Privatleute. Nach Angaben der Jagdfeld-Gruppe gibt es „mehr als 4000 Eigentümer, überwiegend Privatanleger“. Der Grund für den Verkaufswunsch ist laut der Gruppe vor allem das Alter der Beteiligten. Das „Gros“ sei „in einem Lebensalter, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollen“.Die Gruppe erklärt: „Mit dem angestrebten Verkauf kommen wir dem Wunsch der Anlegerinnen und Anleger am besten nach und sind so in der Lage, den höchstmöglichen Preis zu erzielen.“