Das Stegreif Orchester bespielt den Teufelsberg und Tarek Yamani sucht das Verbindende zwischen Jazz und arabischer Musik.

Tarek Yamani

Franzie Allen

Ü berraschende Schnittmengen – in fragmentierten, polarisierenden Zeiten wie diesen lohnt es sich mehr denn je, sie zu finden. Ganz konkret forscht der Pianist und Komponist Tarek Yamani, aufgewachsen im Melting Pot Beirut, nach gemeinsamen Mustern in jazzinspirierten Stücken und arabischer Musik. In seinem eigenen Musikschaffen stecken Einflüsse von beidem, wie etwa sein Album „Peninsular“ verdeutlicht, das Jazz mit Rhythmen von der arabischen Halbinsel verbindet.

Beim „Afro-Tarab Pairings Project“ am Samstag stellt er Jazzstücken klassische, arabische Kompositionen aus dem Dunstkreis des Tarab gegenüber. Bei dieser traditionellen, oft episch angelegten Musik geht es zumeist um ganz große Gefühle. Bei dem Solo-Piano-Konzert trifft etwa Dizzy Gillespies „A Night in Tunisia“ auf das Musikstück „Fi Hulal Al Afrah“ des Ägypters Kamel Al Khulai, der besonders im frühen 20. Jahrhundert die Musik der Region mitprägte. In Harry Warrens „You're My Everything“, ursprünglich eine Revue-Nummer, entdeckt Yamani derweil Verbindungen zum Musikschaffen des Libanesen Ziad Rahbani. (8. 8., 20.30 Uhr, Sowieso)