Der über Jahre erfolgsverwöhnte Rüstungskonzern Rheinmetall wird durch den Stopp des milliardenschweren Fregatten-Programms F-126 ​durch den Bund wie erwartet gebremst. Das Aus sorgt dafür, dass Rheinmetall bei seiner Umsatzprognose vorsichtiger wird. Die Aktie schwankte stark zwischen Gewinnen und Verlusten.

Der Konzern rechnet nun 2026 mit einem Anstieg des Konzernumsatzes ‌auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro, teilte er am Donnerstag mit. Zuvor hatten die Düsseldorfer 14 bis 14,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die operative Ergebnismarge soll weiterhin rund 19 Prozent erreichen.Bereits Anfang Juli hatte Rheinmetall mitgeteilt, dass wegen der Stornierung des Programms für die Fregatte F-126 Einbußen zu erwarten seien. Das Ministerium hatte nach jahrelangen Verzögerungen und Kostenexplosionen das Fregattenprojekt F-126 gestoppt und sich stattdessen für eine kleinere Variante des Konkurrenten TKMS entschieden.

Marinesparte verbucht Auftragseingänge von einer Milliarde EuroRheinmetall war erst vor wenigen Monaten in das Marinegeschäft eingestiegen und hat die neue Sparte rasant ausgebaut. Nun will Konzernchef Armin Papperger (63) sich auch im Ausland nach neuen Aufträgen für die Sparte umsehen, um die Schlappe abzufedern. „Auch im Marinebereich schauen wir nach ​vorn und arbeiten mit Hochdruck daran, als zuverlässiger Partner mit hoher Expertise unsere vorhandenen maritimen Aufträge zu erfüllen und auch im internationalen Umfeld ⁠neue Bestellungen zu ⁠generieren“, sagte Papperger.