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Rüstungskonzern: Rheinmetall wird nach Fregatten-Schlappe beim Umsatz vorsichtiger Trotz Rekordumsätzen passt das Unternehmen seine Prognose leicht an. Das liegt vor allem an dem gescheiterten Fregatten-Deal mit dem Bund.
Der Schriftzug „Rheinmetall“ auf dem Berlin ExpoCenter Airport. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpaDerüber Jahre erfolgsverwöhnte Rüstungskonzern Rheinmetall wird durch den Stopp des milliardenschweren Fregatten-Programms F-126 durch den Bund gebremst. Das Aus sorgt dafür, dass Rheinmetall bei seiner Umsatzprognose vorsichtiger wird. Der Konzern rechnet nun 2026 mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro, teilte er am Donnerstag mit.Zuvor hatten die Düsseldorfer 14 bis 14,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Rheinmetall war erst vor wenigen Monaten in das Marinegeschäft eingestiegen und hat die neue Sparte rasant ausgebaut. Nun will Konzernchef Armin Papperger sich auch im Ausland nach neuen Aufträgen für die Sparte umsehen, um die Schlappe abzufedern. Rheinmetall-Aktien gaben vorbörslich nach.„Auch im Marinebereich schauen wir nach vorn und arbeiten mit Hochdruck daran, als zuverlässiger Partner mit hoher Expertise unsere vorhandenen maritimen Aufträge zu erfüllen und auch im internationalen Umfeld neue Bestellungen zu generieren“, sagte Papperger. Die neue Marinesparte hat schon Bestellungen aus Rumänien an Land gezogen. Sie hat im Halbjahr insgesamt Auftragseingänge von rund einer Milliarde verbucht. Ein kurzfristiger Ersatz für das F-126-Programm sei aber nicht in Sicht, räumte Rheinmetall in einer Präsentation für Analysten ein.Rheinmetall Der geplatzte Traum vom maritimen Alleinherrscher Armin Papperger wollte Rheinmetall zum neuen Systemhaus auf See ausbauen. Nun dürfte der Konzern zum Zulieferer degradiert werden. Das kratzt an der Wachstumsstory. von Tobias Gürtler und Max BiederbeckRheinmetall will das neue Marinegeschäft eigentlich rasch ausbauen. Zuletzt hatte der Konzern die Marinesparte der Lürssen-Werft (NVL) für einen vorläufigen Kaufpreis von rund 1,5 Milliarden Euro übernommen. Offen bleibt aktuell, ob Rheinmetall nach dem Ende des Fregatten-Projekts von den Plänen für eine Übernahme der Kieler Werft GNYK abrückt. Papperger hatte hier eine Entscheidung binnen Wochen angekündigt.Abseits des Marinegeschäfts steuert Rheinmetall weiter auf Rekordkurs und setzt unter anderem auch in den USA auf neue Aufträge. „Wir bleiben auf unserem soliden Wachstumskurs und steigern die Profitabilität weiter“, sagte Papperger. Rheinmetall vermeldete kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn für das zweite Quartal. Die Erlöse legten in den Monaten April bis Juni um 69 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro zu. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um fast ein Fünftel auf 562 Millionen Euro. Alle Segmente hätten zu dem Anstieg beigetragen. Der Auftragsbestand kletterte über die Schwelle von 80 Milliarden Euro. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick









