Das Bundesfamilienministerium plant Vorkehrungen für die mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes. Sozialverbände reagieren skeptisch.
Kommt so etwas in modern zurück? Die Bundesregierung prüft, ob der Zivildienst wieder eingeführt werden könnte
Uwe Lein/dpa
Das Bundesfamilienministerium trifft Vorkehrungen für den Fall, dass die Wehrpflicht in Deutschland wieder eingeführt wird. Mit ihr würde nämlich auch der 2011 abgeschaffte Zivildienst zurückkehren. Dieser Dienst ist verpflichtend für wehrpflichtige Männer, die aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe verweigern. Um die Machbarkeit einer Wiedereinführung zu prüfen, befragt das Ministerium seit Ende vergangenen Jahres Sozialverbände und Organisationen. 22 von 23 Verbänden signalisierten Bereitschaft, für zivildienstleistende Einsatzmöglichkeiten anzubieten, teilt das Ministerium mit.
Trägerorganisationen befürchten jedoch, ein neuer Zivildienst könnte die bestehenden Freiwilligendienste, wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD), schwächen. Besonders die Bezahlung bereitet Sorgen. „Es darf kein Gefälle zwischen Zivildienst und anderen Freiwilligendiensten geben“, warnt DRK-Vertreterin Saborowski. Andernfalls drohe eine Abwanderung aus den Freiwilligendiensten.











