Das Erdbeben kam ohne Vorwarnung. Am Freitag um 19.46 Uhr erzitterte die Hafenstadt Pozzuoli für wenige Sekunden. Von den Tuffhängen stürzten Felsbrocken und zerquetschten Autos. Risse zogen sich durch Häuser und Straßen. Aufzüge blieben stecken, der Strom fiel aus. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, fünf davon schwer. In der Nacht nach dem Beben schliefen manche im Freien, aus Angst, im eigenen Zuhause begraben werden zu können. Mit einer Magnitude von 4,7 war es das schwerste Erdbeben in dem Städtchen westlich von Neapel seit dem Beginn der modernen Messungen vor rund 50 Jahren.