Rund um die süditalienische Stadt Neapel ist es zu einem Erdbeben der Stärke 4,7 gekommen. Bis in den Morgen hinein gab es zahlreiche Nachbeben.01.08.2026, 10.56 Uhr2 LeseminutenIn der Stadt Pozzuoli verursachte das Erbeben Schäden an Gebäuden und Autos.Felice De Martino / Imago(dpa) Nach dem stärksten Erdbeben seit etwa 40 Jahren rund um die süditalienische Grossstadt Neapel hat es in der Nacht mehrere Nachbeben gegeben. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) registrierte nach dem Erdstoss am Freitagabend mit einer Stärke von 4,7 zahlreiche Nachbeben bis in den Morgen hinein – darunter ein besonders starkes der Stärke 3,8. Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der erste Erdstoss und die weiteren Nachbeben waren vor allem in den Ortschaften rund um die Phlegräischen Felder, aber auch in Neapel sowie auf den Inseln Ischia und Procida deutlich zu spüren. Aus Angst verliessen zahlreiche Menschen ihre Häuser und verbrachten die Nacht draussen auf der Strasse. Es kam zudem zu Stromausfällen in einigen betroffenen Gegenden.Fassadenteile und Mauern richteten Schäden anNach Angaben der Behörden wurden in der Region 21 Menschen verletzt. Besonders betroffen war die Küstenstadt Pozzuoli. Mauern und Fassadenteile stürzten dort herab, auch Tuffsteinhänge gaben den Stössen nach. Felsbrocken und Trümmerteile beschädigten zudem Autos, an Gebäuden entstanden Schäden. Die Behörden richteten noch am Abend ein Krisenzentrum ein.Die Phlegräischen Felder sind ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität. Sie werden seit geraumer Zeit von zahlreichen kleinen sowie teils auch stärkeren Erdbeben heimgesucht. Sie sind Europas grösster aktiver Supervulkan. Supervulkane zeichnen sich durch eine besonders grosse Magmakammer und enorme Gewalt aus.Seit einiger Zeit rumort es immer wieder in dieser Gegend. Meist sind die Erdstösse allerdings schwächer. Vergangenes Jahr hatte die Regierung in Rom neue Pläne für eine mögliche Evakuierung von Hunderttausenden auf den Weg gebracht. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beobachtet laut Angaben ihres Amtssitzes die aktuellen Entwicklungen in dem Gebiet. Sie befinde sich in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden.Passend zum Artikel