Im Februar war ich in Vietnam, pünktlich zur Neujahrsfeier und zu meinem Geburtstag. Ich war nicht nur von all den Flaggen der Kommunistischen Partei und der ballernden Hitze überrascht, sondern ganz besonders auch von der Bandbreite an süßen Leckereien, die man dort bekommt. Mandelcroissants, Klebreisbällchen in Ingwersirup, Pandankuchen und etwa 39 für mich neue, süße Kaffeespezialitäten (Favoriten: Egg-Coffee und Young Coconut Coffee!) ... jeden Tag habe ich etwas Neues entdeckt. Nach all dem dachte ich, ich hätte mich ausreichend durchgefressen. Pustekuchen.
Wieder zu Hause scrolle ich seitdem durch die Feeds meiner sozialen Netzwerke, die inzwischen stark von vietnamesischer Küche beeinflusst sind. Und ständig ploppen neue Dinge auf, die ich unbedingt essen möchte. Gerade jetzt, wo die europäische Sommerhitze den vietnamesischen Frühjahrstemperaturen ebenbürtig wird, bietet sich da eine tolle Abkühlung an: Kem chuối, gesprochen etwa »Kem-Dschuy« (nageln Sie mich nicht darauf fest, ich gebe hier mein Bestes).
Bafög oder Azubigehalt sind schon wieder fast aufgebraucht? Der Obstkorb beim unbezahlten Agenturpraktikum war geräubert? Und bitte nicht schon wieder Pizzatoast? Alles kein Problem: In dieser Kolumne zeigt SPIEGEL-Redakteur und Hobbykoch Sebastian Maas, wie man trotz Flaute auf dem Konto leckere und besondere Gerichte zaubern kann. Dabei gibt es nur zwei Regeln:Eine Portion darf maximal so viel kosten wie ein Essen in der Mensa, also drei Euro.Teure Spezialgeräte sind tabu.









