Immer mehr Stimmen wenden sich gegen Gianni Infantino. Nun wirft Jordaniens Verbandschef Ali bin al-Hussein der Fifa vor, seiner Mannschaft Preisgeld vorzuenthalten – und sieht das als Versuch, ihn für Infantino einzuspannen.

05.08.2026, 08.55 Uhr

Ali bin al-Hussein gratuliert Gianni Infantino 2016 zu seiner Wahl zum Fifa-Präsidenten

In der Fifa-Krise sieht sich Präsident Gianni Infantino nun auch Erpressungsvorwürfen ausgesetzt. Der Chef des jordanischen Fußballverbandes, Ali bin al-Hussein, behauptet, die Fifa habe seinen Nationalspielern in den vergangenen Monaten Geld vorenthalten. Als Zweitplatzierte des Fifa Arab Cups im Dezember 2025 stehe der Auswahl eine Zahlung zu. Medienberichten zufolge geht es um 4,2 Millionen Dollar (gut 3,6 Millionen Euro). »Das Geld, das unser Team für das Erreichen des Finales bekommen sollte, wurde noch nicht ausgezahlt – und das, obwohl die Fifa gleichzeitig damit angibt, wie viele Milliarden sie noch in Reserve hat«, schrieb er auf X.

Die Fifa habe sich monatelang geweigert, dem Verband in dieser und anderen Angelegenheiten zu helfen, schrieb al-Hussein. Während der Weltmeisterschaft, an der auch Jordanien teilnahm, sei ihm dann mitgeteilt worden, es würde seinem Fußballverband sehr helfen, wenn er Infantino bei dessen Wiederwahl als Fifa-Präsident unterstütze, so al-Hussein.