PfadnavigationHomeSportFußballNeue VorwürfeTop-Funktionär wirft Fifa Erpressung vor – Infantino beruft offenbar Krisensitzung einStand: 05:54 UhrLesedauer: 3 MinutenFifa-Boss Gianni InfantinoQuelle: picture alliance/Sipa USA/Icon SportDer Druck auf den Fifa-Boss wächst weiter: Der Chef des jordanischen Fußball-Verbandes behauptet, seinen Spielern seien von dem Weltverband Gelder vorenthalten worden. Infantino lädt unterdessen zu einem Krisentreffen – laut Berichten, „um verzweifelt an der Macht zu bleiben“.In der aktuellen FIFA-Krise sieht sich der angezählte Präsident Gianni Infantino nun auch Erpressungsvorwürfen ausgesetzt. Der Chef des jordanischen Fußball-Verbandes, Prinz Ali bin al-Hussein, behauptet, dass seinen Auswahlspielern in den vergangenen Monaten von der Fifa Gelder vorenthalten worden seien. „Bis mir während der Weltmeisterschaft mündlich mitgeteilt wurde, dass es unserem Fußballverband sehr helfen würde, wenn ich Infantino unterstütze“, schrieb al-Hussein dazu auf der Plattform X.Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun“, stellte der Prinz klar und ergänzte: „Aber die gesamte Situation läuft auf Erpressung hinaus und wir weigern uns, das zuzulassen.“ Der Weltverband war von dpa für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen angefragt.Fifa-Boss Infantino steht in der Kritik, weil er zuletzt einen Teil der Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren verkaufen und damit Milliarden verdienen wollte. Weltweit formierte sich prompt Widerstand – die europäische Uefa kündigte einen Boykott aller Fifa-Wettbewerbe an. Der Weltverband verwarf die Pläne schnell wieder. Die Kritik an Infantino aber wird nicht leiser; Experten diskutieren, ob das Ende des Schweizers an der Fifa-Spitze bevorsteht.Prinz Al-Hussein war 2016 im Rennen um die Präsidentschaft des Weltverbands gegen Infantino angetreten, hatte aber keine Chance. Schon im Jahr zuvor war er dem damaligen FIFA-Boss Sepp Blatter bei der Wahl unterlegen. Von 2011 bis 2015 war er als Vizepräsident im mächtigen Exekutivkomitee der Fifa.Vorwurf an Fifa: Kein Geld für Jordanien – aber Milliarden in ReserveNun schilderte der Funktionär, dass der Weltverband den jordanischen Spielern noch Geld schulde. Als Zweitplatzierte des Fifa Arab Cups im Dezember 2025 stünde Jordanien noch ein Preisgeld zu, das Medienberichten zufolge 4,2 Millionen Dollar (gut 3,6 Millionen Euro) betrug. „Das Geld, das unser Team für das Erreichen das Finales bekommen sollte, wurde noch nicht ausgezahlt, und das, obwohl die Fifa gleichzeitig damit angibt, wie viele Milliarden sie noch in Reserve hat“, schrieb al-Hussein auf der Nachrichtenplattform.Infantino beruft Krisensitzung in Marokko einInfantino hat Medienberichten zufolge unterdessen für diesen Mittwoch zu einer Krisensitzung des Weltverbandes nach Marokko geladen. Die Zeitung „The Times“ sowie der englische Sender Sky meldeten, dass der heftig in der Kritik stehende Weltverbandschef wichtige Mitarbeiter zu einem Treffen in die Hauptstadt Rabat beorderte. Den Meldungen zufolge sei allerdings unklar, was der Schweizer dann genau besprechen wolle.Wichtige Vertraute wenden sich abDie „The Times“ schreibt unter Berufung auf anonyme Quellen, Infantino habe das Treffen angesetzt, „um verzweifelt an der Macht zu bleiben“. Lesen Sie auchIn den vergangenen Tagen hatten selbst enge Mitarbeiter Infantinos Kritik an ihrem Chef geübt. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström beklagte eine „traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen“ sowie einen „Aufruhr“. Lesen Sie auchEx-Coach Arsène Wenger, bei der Fifa der Direktor für die globale Fußball-Entwicklung, ging auf Distanz zu Infantino. Den hochumstrittenen Investorendeal fallen zu lassen, sei „absolut notwendig“ gewesen, sagte der Franzose, der von den Plänen nach eigener Aussage nichts gewusst habe: „Ich war an diesem strategischen Plan nicht beteiligt und habe erst durch Medienberichte von dem Projekt erfahren.“ Infantinos enger Vertrauter und Berater Carlos Cordeiro war schon in der vorigen Woche aus Protest zurückgetreten.In Rabat ist der regionale Hauptsitz der Fifa für Afrika; 2027 stehen dort der 77. Fifa-Kongress sowie die nächsten Präsidentenwahlen an. In der Hauptstadt des WM-Co-Gastgebers von 2030 war Infantino in der vorigen Woche als Gast von König Mohammed VI. öffentlich aufgetreten.dpa/saha
Neue Vorwürfe: Top-Funktionär wirft Fifa Erpressung vor – Infantino beruft offenbar Krisensitzung ein - WELT
Der Druck auf den Fifa-Boss wächst weiter: Der Chef des jordanischen Fußball-Verbandes behauptet, seinen Spielern seien von dem Weltverband Gelder vorenthalten worden. Infantino lädt unterdessen zu einem Krisentreffen – laut Berichten, „um verzweifelt an der Macht zu bleiben“.















