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Iran-Krieg: Israel verschärft Regeln für Angriffe in Gaza Live-Blog Katar meldet Fortschritte für Kriegsende +++ Saudi-Arabien will neue Huthi-Angriffe verhindern +++ US-Minister deutet baldige Hormus-Einigung an +++ Der Newsblog.
Gazastreifen: Israels Armee soll Angriffe auf Hamas-Mitglieder im Gazastreifen nach neuen Vorgaben nur noch unter strengeren Genehmigungsauflagen durchführen. Foto: IMAGO/NurPhotoNetanjahu: Kein Abzug vor vollständiger Entwaffnung der HamasIsrael will sich laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor einer vollständigen Entwaffnung der Hamas nicht aus dem Gazastreifen zurückziehen. Die Entwaffnung müsse zuerst umgesetzt werden, erklärte Netanjahu in den sozialen Medien.Netanjahus Äußerungen deuteten auf Meinungsverschiedenheiten zwischen Israel und der US-Regierung von Präsident Donald Trump über eine kürzlich angekündigte Vereinbarung zur Entwaffnung der militanten Gruppe hin. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Hamas mit der Entwaffnung beginnt, während Israel seine Angriffe einstellt und den Rückzug aus dem Gazastreifen einleitet. Die Einigung war Teil einer Waffenruhevereinbarung vom Oktober, die zwar die größeren militärischen Einsätze beendete, in anderen Punkten jedoch ins Stocken geraten war.Netanjahu erklärte, die US-Regierung habe Israel einen Entwurf vorgelegt. „Wir haben ihm nicht zugestimmt. Es ist nicht unser Entwurf. Wir haben unsere Anmerkungen übermittelt“, sagte der Regierungschef. Israel vertrete seine Interessen nachdrücklich, besonnen und entschlossen.Berichte: Israel verschärft Regeln für Angriffe in GazaEin Plan des Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas sieht ein Ende aller Kampfhandlungen im Gaza-Krieg vor - nun gelten für Angriffe der israelischen Armee auf Mitglieder der Hamas im Gazastreifen israelischen Medien zufolge strengere Richtlinien. So muss der Generalstabschef Ejal Zamir vorab zustimmen, außer es gebe eine unmittelbare Gefahr für die Soldaten, meldete unter anderem die Zeitung „Haaretz“. Die politische Führung Israels habe die Vorgaben entsprechend geändert.Zuvor brauchte es demnach nur die Zustimmung bestimmter Kommandeure. Die „Times of Israel“ berichtete, die Zahl der Angriffe im Gazastreifen sei in den vergangenen Tagen aufgrund der neuen Auflage bereits zurückgegangen. Israels Armee verwies auf Anfrage an die politische Führung, die sich zunächst nicht zu den Berichten äußerte.Dass Israel Angriffe auf Ziele im Gazastreifen einstellt, ist Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht. Der Friedensrat wurde von US-Präsident Donald Trump gegründet und soll den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem palästinensischen Küstengebiet überwachen.Schiff vor Jemens Küste mit Seedrohne angegriffen und versenktVor Jemens Küste ist lokalen Angaben zufolge ein hölzernes Schiff mit einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden. Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der international anerkannten Regierung im Jemen. Die 14 überwiegend indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden.Das Schiff habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus „iranischer Herstellung“. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz, auf die sich der Verdacht bei dem Angriff richtet, äußerte sich zunächst nicht. Auch die mit Tarik Salih, dem Neffen des getöteten jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih, verbündeten Kämpfer an Jemens Westküste bestätigten den Angriff und den Rettungseinsatz im Roten Meer. Opfer habe es nicht gegeben, berichteten die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte. Salihs Truppen kontrollieren Abschnitte an Jemens Westküste am Roten Meer. Katar meldet Fortschritte bei Bemühungen um Ende des Iran-KriegsIm Iran-Krieg gibt es Katar zufolge Fortschritte bei den Vermittlungsbemühungen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Dienstag, die diplomatischen Kontakte hätten ein sehr fortgeschrittenes Stadium erreicht. Katar, Pakistan und der Oman stimmten sich eng ab, um den Weg für Verhandlungen zu ebnen und Vertragsentwürfe zwischen Washington und Teheran auszutauschen.Saudi-Arabien will erneute Eskalation der Huthi-Angriffe wohl mit Gesprächen verhindernSaudi-Arabien will einen erneuten Konflikt mit den Huthi-Kämpfern offenbar durch diplomatische Bemühungen hinter den Kulissen eindämmen. Das Königreich habe über omanische Vermittler Gespräche mit den im Jemen ansässigen Huthis geführt und bereite zugleich weiterhin militärische Optionen für den Fall vor, dass die Diplomatie scheitert, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.Riad führte Ende Juli an zwei aufeinanderfolgenden Tagen begrenzte Luftangriffe auf Stellungen der Huthis durch. Seitdem hat es offenbar keine weiteren Angriffe gegeben, da Saudi-Arabien eine diplomatische Lösung mit der islamistischen Organisation anstrebt, die den Großteil der Bevölkerung des Jemen kontrolliert.US-Finanzminister deutet baldige Einigung zur Straße von Hormus anUS-Finanzminister Scott Bessent stellt eine baldige Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus in Aussicht, über die wichtige Öl- und Gaslieferungen abgewickelt werden. Eine Vereinbarung könne am Dienstag oder Mittwoch erzielt werden. „Wir sind in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen und in diesem Konflikt zu einer normaleren Lage überzugehen“, sagt Bessent in einem Interview des Senders CNBC.US-Finanzministzer Scott Bessent REUTERSIran fordert Kontrolle über Schiffsverkehr in Straße von HormusDer Iran fordert offenbar im Rahmen eines vorläufigen Plans zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus die Kontrolle über einlaufende Schiffe. Zudem wolle die Regierung in Teheran auslaufende Schiffe überwachen und bei Bedarf eingreifen können, sagte eine mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Demnach werde diskutiert, die Fahrrinne für auslaufende Schiffe zwischen den beiden Ländern verlaufen zu lassen. Die Ausfahrtsgenehmigung solle durch den Oman erteilt werden, nachdem der Iran informiert worden sei.Die Regierung in Teheran werde von dieser Position voraussichtlich nicht mehr abrücken, erklärte der Insider weiter. Das Land habe sich bereits flexibel gezeigt, da es ursprünglich die vollständige Kontrolle über die Durchfahrt in beide Richtungen gefordert habe. Eine US-Stellungnahme lag zunächst nicht vor.Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern anDie Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. „Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht“, so al-Ansari. Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. „Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern“, so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter.Huthi im Jemen: Haben Ziel in Saudi-Arabien angriffenDie Huthi im Jemen haben einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Die vom Iran unterstützte Miliz habe ein militärisches Ziel am saudi-arabischen Flughafen Nadschran unweit der jemenitischen Grenze mit einer Drohne angegriffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung dafür. Die Huthi bezeichneten den reklamierten Angriff als Reaktion auf angebliche Verletzungen des jemenitischen Luftraums in den Provinzen Saada und Hadscha durch saudi-arabische Drohnen. Weitere Verstöße gegen den Luftraum würden nicht unbeantwortet bleiben, hieß es. Auch dazu äußerte sich Riad zunächst nicht.Bericht: Schifffahrt in Meerengen im Nahen Osten weiterhin unter DruckAufgrund anhaltender Spannungen im Nahen Osten ist der Schiffsverkehr in den Meerengen der Region weiterhin unter Druck. Die Straße von Hormus haben am Montag lediglich neun Schiffe passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.In der vergangenen Woche durchfuhren demnach täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran könnte die Schifffahrt schnell beleben, wenn auch eine nachhaltige Besserung dauern könnte, sagte Dimitris Ampatzidis, Risiko-Analyst von Kpler.Iran will offenbar Kontrolle über in Straße von Hormus einlaufende SchiffeDer Iran fordert einem Insider zufolge die Kontrolle über den einlaufenden Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Zudem verlange er Einblick in den auslaufenden Verkehr und die Möglichkeit, bei Bedarf einzugreifen, sagt ein iranischer Insider zu Reuters. Er bezieht sich auf einen Plan zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße am Persischen Golf, der zwischen den Anrainern Iran und Oman verhandelt wird. Der an den Gesprächen beteiligte Insider erklärt, dies sei „die allgemeine Idee, die derzeit diskutiert wird“. Die Ausfahrtsroute solle zwischen dem Iran und dem Oman verlaufen, fügt er hinzu. Der Oman solle nach der Benachrichtigung des Irans die Genehmigungen für die Passagen aus der Straße von Hormus heraus erteilen. Es sei unwahrscheinlich, dass die Führung in Teheran ihre Position ändern werde, fügt der Insider hinzu.Peseschkian: Iran strebt keine Ausweitung des Krieges anDer Iran verteidigt nach den Worten seines Präsidenten Massud Peseschkian seine Grenzen. Sein Land strebe aber keine Ausweitung des Krieges an, erklärt Peseschkian staatlichen iranischen Medien zufolge. Die USA und Israel hatten am 28. Februar den Iran angegriffen. Seither gab es mehrfach Gespräche und Feuerpausen, beendet ist der Krieg aber keineswegs. Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in RomInmitten anhaltender Spannungen kommen heute erneut israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten politischen Gesprächen in der italienischen Hauptstadt Rom zusammen. Dabei geht es um die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Das unterirdische Tunnelsystem der libanesischen Hisbollah soll dabei nach Angaben von libanesischen Regierungskreisen ein zentrales Thema sein. Libanesischen Berichten und Augenzeugen zufolge hat das israelische Militär erst am Wochenende eine der schwersten Zerstörungswellen seit Beginn der Waffenruhe im Juni durchgeführt. In mehreren Orten habe es Sprengungen und gezielte Zerstörung gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Frachtschiff in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist vor der Küste des Omans erneut ein Schiff angegriffen worden. Der unter liberianischer Flagge fahrender Trockengutfrachter sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Die Besatzung habe das Schiff daraufhin verlassen, ein Seemann werde vermisst, verlautet aus maritimen Sicherheitskreisen. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Al Khasab. Das Schiff habe Schäden erlitten, teilte das britische Unternehmen für maritime Sicherheit Ambrey am Dienstag mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.Der griechische Betreiber des Schiffs, Modion Maritime Management, ist für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Frachter mit dem Namen „Minoan Pioneer“ befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf der Durchfahrt durch die Straße von Hormus.Trump: Exxon & Co verdienen zu viel - „Das gefällt mir nicht“US-Präsident Donald Trump kritisiert inmitten der hohen Spritpreise auch in den USA große Ölkonzerne wie Chevron und Exxon Mobil. Die Unternehmen würden zu viel Geld verdienen. „Das gefällt mir nicht“, sagt Trump vor Reportern. Er fordert die Branche auf, dazu beizutragen, die Kraftstoffpreise niedrig zu halten. Die Preise sind weltweit und auch in den USA derzeit relativ hoch. Einer der Gründe dafür ist der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran. Im November gibt es Zwischenwahlen in den USA und die hohen Preise kommen auch bei vielen Wählern von Trumps Republikanern nicht gut an.Friedensrat: Gaza-Abzug Israels erst nach Hamas-EntwaffnungDer umstrittene Friedensrat für den Gazastreifen erwartet von Israel erst nach einer Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas einen kompletten Abzug aus dem Küstenstreifen. „Entgegen unzutreffenden Berichten stellen wir klar, dass der vollständige Abzug der israelischen Armee hinter die gelbe Linie erst erfolgen wird, sobald die Abgabe (der Waffen) vollständig abgeschlossen ist, wie es die Hamas den Vermittlern zugesagt hat“, hieß es in einer Mitteilung des Friedensrats auf der Plattform X. „Dies gilt gleichermaßen für leichte Waffen, schwere Waffen und die Tunnelsysteme.“Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des Friedensrats, und US-Berater Aryeh Lightstone hätten heute ein „konstruktives und detailliertes“ Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt, hieß es zudem. Israel und der Friedensrat hätten „ein gemeinsames Verständnis über die angestrebten Ziele“. Man strebe nach einer vollständigen Übergabe der Waffen in den Händen bewaffneter palästinensischer Gruppierungen und dem Übergang zu einer zivilen Regierungsführung. Es gehe nun darum, zu klären, wie dieser Prozess genau gestaltet werden solle. Trump: Neue Gespräche sind „letzte Chance“ für IranUS-Präsident Donald Trump hat den Iran einmal mehr mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht, sollte er in Gesprächen mit den Vereinigten Staaten nicht einlenken. Die jüngsten geplanten Verhandlungen seien die „letzte Chance“ für Teheran, eine Vereinbarung zu erzielen und eine Eskalation der US-Angriffe zu vermeiden, sagte Trump am Montag im Weißen Haus.Er gehe davon aus, dass in den kommenden ein oder zwei Tagen Verhandlungen beginnen würden, die zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen und dem Iran einen Weg ebnen sollen, auf die Bedenken der Vereinigten Staaten hinsichtlich seines Atomprogramms einzugehen. „Die erste Phase ist die Öffnung der Meerenge. Die zweite Phase wird die Denuklearisierung sein.“ Dies werde vermutlich „eine Weile dauern“.Trump hatte zuvor neue Angriffe gegen den Iran abgesagt und angekündigt, dass bereits am (heutigen) Montag neue Verhandlungen für ein Kriegsende beginnen würden. Doch der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, gab zu verstehen, dass derzeit nicht mit den USA verhandelt werde. Es gebe laufende Verhandlungen mit Oman.Trump kritisiert Iran wegen Aussagen zu VerhandlungenUS-Präsident Donald Trump hat Aussagen des Irans über laufende Verhandlungen kritisiert. „Die iranische Führung ist unglaublich doppelzüngig!“, schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social. „Sie bitten um ein Treffen, manche würden sagen „betteln“, es beginnen Verhandlungen, und weitere sind in der unmittelbaren Zukunft geplant, und sie sagen, offen und stolz, dass sie keine Gespräche führen, dass über nichts gesprochen wird, und sie nur mit „Oman“ zu tun haben“, schrieb Trump.Israel lehnt Gaza-Truppenabzug und Ende von Angriffen abIsrael lehnt einen Rückzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen und einen Stopp von Angriffen in dem Gebiet gegenwärtig ab. „Israel wird sich nicht von der derzeitigen Linie im Gazastreifen zurückziehen und weiterhin jede Bedrohung für unsere Bürger und Soldaten vereiteln“, teilte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter mit. Beide Schritte sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch eine Übergabe der Waffen durch die islamistische Terrororganisation Hamas und andere bewaffnete Gruppierungen vorsieht. Nikolaj Mladenow, Hoher Vertreter des Friedensrats, und US-Berater Aryeh Lightstone hätten sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen, schrieb der gut vernetzte Journalist Barak Ravid auf der Plattform X. Sie hätten von ihm einen Stopp der Angriffe im Gazastreifen gefordert, wie es auch der Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorsehe. Mladenow hatte zuvor bei X kritisiert, dass bei jüngsten israelischen Angriffen im Gazastreifen Zivilisten getötet worden seien. Sechs Supertanker ändern wegen Huthi-Drohungen KursSechs unter saudischer Flagge fahrende Supertanker haben in den vergangenen Tagen nach Drohungen der jemenitischen Huthi-Miliz ihren Kurs im Golf von Aden geändert. Die unbeladenen Tanker befinden sich auf dem Rückweg aus Asien und steuern nun im Verband das südliche Afrika an, anstatt durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab zu fahren, wie aus Ortungsdaten von LSEG und MarineTraffic hervorgeht. Der saudiarabische Betreiber Bahri und Regierungsvertreter des Königreiches äußern sich zunächst nicht zu dem Vorgang.Iran und Oman planen Rundkurs in der Straße von HormusDer Iran verhandelt nach Angaben von Außenamtssprecher Ismail Baghai mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Baghai nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könnte vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe.Nach dem vorgeschlagenen Modell fahren Tanker oder Frachtschiffe auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in die Straße von Hormus ein. Nachdem die Schiffe Häfen im Iran oder in arabischen Golfstaaten angelaufen haben, nutzen sie für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanische Hoheitsgewässer. Iran: Aktuell keine Gespräche mit den USADer Iran führt derzeit nach eigenen Angaben keine Verhandlungen mit den USA. Stattdessen spreche man mit dem Oman über eine vorübergehende Lösung für eine sichere Route durch die Straße von Hormus, sagt der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Esmaeil Baghaei. Eine Einigung mit dem Nachbarland reiche jedoch nicht aus, um die Wasserstraße wieder zu öffnen. Solange die „Aggression“ der USA andauere, werde sich an der Situation nichts ändern, heißt es weiter.Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Gespräche zwischen den USA und dem Iran angekündigt. Die Verhandlungen würden im Laufe des Montags aufgenommen, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Die Straße von Hormus ist eine insbesondere für Öl- und Gastransporte überaus wichtige Meerenge am Persischen Golf und liegt zwischen dem Iran und dem Oman.Hoffnung auf Iran-Abkommen drückt Ölpreise deutlichDie Aussicht auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise am Montag deutlich fallen lassen. US-Präsident Donald Trump sagte nach eigenen Angaben einen geplanten Angriff auf den Iran ab, um ein Abkommen zur Beendigung des iranischen Atomprogramms und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen. Der Preis für die Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar. Trump hatte am späten Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social erklärt, der Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung abzuschließen. Diese solle zu einer sofortigen und vollständigen Öffnung der wichtigen Meerenge sowie einem Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran führen.Schifffahrtsdaten: Tanker mit saudischem Öl verlassen Rotes Meer - Verkehr sinktAus aktuellen Schifffahrtsdaten geht hervor, dass am Wochenende nur zwei mit saudischem Öl beladene Tanker das Rote Meer verlassen haben. Zudem zeigen die Daten einen deutlich verlangsamten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Berichten über Angriffe an. Die Tanker „Lesvos“ und „Desh Vaibhav“ passierten die Meerenge Bab al-Mandab demnach mit abgeschalteten AIS-Transpondern. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben am 20. Juli ein See-Embargo gegen Saudi-Arabien verhängt und damit ihre Angriffe auf Schiffe ausgeweitet. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet zuletzt drei weitere Angriffe auf Tanker. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus passieren, sank den Daten zufolge von 19 auf zehn.Trump kündigt für Montag neue Gespräche mit dem Iran anUS-Präsident Donald Trump hat nach der vorläufigen Absage weiterer Angriffe auf den Iran eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik angekündigt. Die Verhandlungen sollten am Montag stattfinden, sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Flug von New Jersey nach Washington. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist, ließ er offen.Trump bekräftigte auch seine Darstellung, dass das US-Militär nur auf Bitten von Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und des Irans quasi in letzter Minute von einer neuen Welle vernichtender Angriffe auf den Iran abgesehen habe. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen“, sagte Trump. Abgeblasen habe er den Angriff nur, weil die Verbündeten ihm gesagt hätten, dass eine Einigung wohl kurz bevorstehe. Auch der Iran habe gesagt, er wolle einen „Deal“ schließen. HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt







