Hinter der Tragödie von Ceuta könnte ein hybrider Angriff auf die EU stecken. Erstmal hat die EU ihn abgewehrt, auf Kosten der Menschlichkeit.
In Ceuta warten Geflüchtete auf Lebensmittelshilfe vom Roten Kreuz: Die Sondersitzung der EU-Innenminister war dringend nötig
Pedro Nunes/reuters
W er steckt hinter dem Massenansturm von mehr als 70.000 Menschen auf Ceuta? Hatte ihn Marokko initiiert wegen der Spannungen mit Spanien? Oder andere Länder, die mit der derzeitigen spanischen Außenpolitik unzufrieden sind, vielleicht die USA unter Donald Trump oder Israel unter Benjamin Netanjahu? Oder war es Russland mithilfe von Social-Media-Bots, mit dem Ziel, die EU zu spalten, was wieder mal, wie absehbar, erreicht worden ist? Oder Schleuserbanden, die ein gutes Geschäft witterten und dabei mindestens 75 Menschen in den Tod schickten?
Expert:innen halten alles für möglich, ein klares Beweismittel fehle aber noch. Fest steht nur: Weil die Welt weiß, dass sich die EU seit der Flüchtlingskrise 2015 in der Migrationsfrage zerlegt, dass Regierungschef:innen bisweilen überzogen panisch agieren, wenn viele Menschen gleichzeitig an einer EU-Außengrenze auftauchen, ist Migration zu einer hybriden Waffe geworden, mit Flüchtenden als Munition, mit der man den Staatenverbund zuverlässig destabilisieren kann.











